Der TagNiedrigwasser an Donau zwingt Kraftwerke zum Abschalten oder Drosseln

Die niedrigen Wasserstände an der Donau haben Folgen für mehrere Kraftwerke. Wegen eines Mangels an Kühlwasser sind in Rumänien zwei Reaktoren des Kernkraftwerks Cernavoda außer Betrieb, in Ungarn wurde die Leistung des Kernkraftwerks Paks gedrosselt. Auch in Frankreich wurden in dieser Woche Reaktoren wegen der hohen Temperaturen abgeschaltet. In Österreich mussten mehrere Wasserkraftwerke die Produktion drosseln. Bislang rechnet nur die ungarische Regierung damit, dass es infolgedessen ab Montag zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen könnte.
Hintergrund für den Wassermangel in der Region sind mangelnde Regenfälle, aber auch zunehmend wenig Schmelzwasser von Gletschern, wie Florian Seidl, Sprecher des größten österreichischen Wasserkraftwerkbetreibers, Verbund, sagte: "Eigentlich sollten wir jetzt das Wasser aus der Schneeschmelze abarbeiten, aber aufgrund der Erderwärmung fällt immer weniger Schnee."