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Der TagOpposition spottet über Schwesigs Brandt-Vergleich

27.04.2022, 14:00 Uhr

Bei historischen Vergleichen soll man bekanntermaßen vorsichtig sein. Das hätte auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig beherzigen sollen. Aber, sie ist fest entschlossen, trotz anhaltender Kritik an ihrem früheren Russland-Kurs im Amt zu bleiben und zieht dabei Parallelen zu Willy Brandt. In einer Sitzung der SPD-Landtagsfraktion am Montag verglich sie nach Angaben von Teilnehmern ihre Situation mit der des ehemaligen SPD-Bundeskanzlers Willy Brandt. Der sei seinerzeit für seine Ostpolitik stark kritisiert worden, habe das aber durchgestanden. SPD-Fraktionschef Julian Barlen betont, dass sich die SPD seit jeher für partnerschaftliche Beziehungen zwischen Staaten und für gute Nachbarschaft einsetze und dafür auch immer wieder Angriffen ausgesetzt gewesen sei. "Auf diesen Umstand hat die Ministerpräsidentin in der Beratung innerhalb der Fraktion am Rande hingewiesen", so Barlen. Die Opposition reagierte in den sozialen Medien mit Spott: "Klar. Brandt. Drunter macht sie's nicht", schrieb die Nordost-CDU bei Twitter. Grünen-Landeschef Ole Krüger äußerte bei dem Kurznachrichtendienst: "Manuela Schwesig hat sich tatsächlich mit dem Friedensnobelpreisträger Willy Brandt verglichen?! Das hat Willy nicht verdient."

Quelle: ntv.de