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Der TagPolens Staatschef will wegen Fischsterbens "vor Wut schreien"

12.08.2022, 19:52 Uhr
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Das Fischsterben in der Oder beunruhigt seit Tagen die Menschen, die in Polen und Deutschland an dem Fluss leben. Tausende tote Fische wurden entdeckt, ein Teil davon auf Höhe der Stadt Frankfurt (Oder) und umliegender Orte. Nach Angaben der polnischen Wasserbehörde sind zehn Tonnen verendeter Fisch geborgen worden. "Man möchte vor Wut nur schreien", schrieb Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki auf Facebook. Nach Angaben Morawieckis ist das Sterben der Tiere offenbar durch die Einleitung von Chemie-Abfällen ausgelöst worden.

"Es ist wahrscheinlich, dass eine riesige Menge an chemischen Abfällen in den Fluss gekippt wurde, und das in voller Kenntnis der Risiken und Folgen", sagte Morawiecki in einer Videobotschaft. Morawiecki betonte, alle zuständigen Behörden seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Jeden Tag werde Wasser aus dem Fluss entnommen, auch das Veterinäramt und die Gesundheitsbehörde seien mit einbezogen. "Die wichtigste Aufgabe ist es aber jetzt, den Täter, den Giftmischer zu finden." Dies sei kein gewöhnliches Verbrechen, da der Schaden auf Jahre bleiben könne, so Polens Regierungschef weiter. "Wir werden nicht ruhen, bis die Schuldigen hart bestraft sind."

Quelle: ntv.de