Der TagPolizisten hinterließen rechtsextremes Graffiti in Cottbus
Am Donnerstag vergangener Woche posierten neun Cottbusser Polizisten vor einem Graffiti mit dem Slogan "Stoppt Ende Gelände" - und sorgten damit für einen Skandal. Doch wie sich jetzt herausstellt, war das nur der Anfang.
Die Beamten wurden beauftragt, das Graffiti zu entfernen. Das taten sie auch, aber nur teilweise. Nachdem sie den Einsatzort verließen, waren auf der Wand noch zwei Krebse und die Buchstaben "DC" zu sehen.
Die beiden Buchstaben "DC" stehen nach Angaben eines Polizeisprechers für die rechtsextreme Gruppe "Defend Cottbus" ("Verteidige Cottbus"). Das Krebs-Zeichen ist dem Stadtwappen von Cottbus entlehnt und wird auch von Rechtsextremen in der Lausitz benutzt.
Bevor die neun abrückten, machten sie noch Fotos mit den Symbolen. Diese tauchten jetzt auf und führten dazu, dass die Untersuchungen gegen die Beamten ausgeweitet wurden. Sie sollten noch diese Woche für drei Monate versetzt werden, teilte die Polizei mit. Das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft stimmen sich laut Polizei zudem über eine Prüfung eines möglichen Tatverdachts wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten ab.