Der TagPortugiesische Polizei entschuldigte sich bei Maddies Eltern
Knapp 16 Jahre nach dem Verschwinden von Madeleine McCann in Portugal, reist eine Delegation hochrangiger portugiesischer Beamter von Lissabon nach London. Dies fand BBC Panorama heraus. Die Reise fand demnach Anfang des Jahres statt und verfolgte einen einzigen Zweck: Die Beamten entschuldigten sich bei den Eltern von Maddie für die Art und Weise, wie sie mit dem Verschwinden des Mädchens umgegangen sind. Dabei ging es auch um die Behandlung der Familie, die von den portugiesischen Ermittlern damals kurzzeitig zu Verdächtigen erklärt worden waren.
Die portugiesische Polizei gab dem Bericht zufolge nun zu, dass ihre anfänglichen Ermittlungen zum Verschwinden des Mädchens nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Vermissten Kindern sei damals nicht genügend Bedeutung beigemessen worden. Auch die Lage der Eltern als Ausländer in einer Umgebung, die sie nicht verstanden, sei nicht gewürdigt worden. Die Beamten unterstützten die deutschen Behörden im Verdacht gegen den 46-jährigen deutschen Staatsbürger Christian B. Hans Christian Wolters, einer der deutschen Staatsanwälte in diesem Fall, begrüßte die portugiesische Entschuldigung. "Das ist ein gutes Zeichen", sagte er und fügte hinzu: "Es zeigt, dass es in Portugal eine Entwicklung im Fall McCann gibt".