Der TagProzess gegen Abou-Chaker: Bushidos Ehefrau kurz nach Geburt wieder im Zeugenstand
Rund einen Monat nach der Geburt ihrer Drillinge hat die Ehefrau von Rapper Bushido ihre Aussage im Prozess gegen den Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder fortgesetzt. Anna-Maria Ferchichi sagte vor dem Berliner Landgericht, sie sei zunächst ohne Wissen ihres Mannes zur Polizei gegangen. "Ich hatte Angst, ich wusste, wir schaffen das nicht alleine", erklärte die 40-Jährige in dem Verfahren um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil des Rappers. Ihr Mann habe damals nicht gewollt, dass Polizei eingeschaltet wird. Die Staatsanwaltschaft legte dem Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung zur Last. Die Brüder des 45-Jährigen sollen Mittäter gewesen sein.
Zu den mutmaßlichen Taten soll es gekommen sein, nachdem Bushido die Beziehungen zu seinem langjährigen Geschäftspartner aufgelöst habe. Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen. Anna-Maria Ferchichi sagte weiter, Ende Januar 2018 habe es ein erstes Kontaktgespräch mit der Polizei gegeben. Ihren Mann habe sie als schwach in der Beziehung zu Abou-Chaker erlebt - "er hat es nicht geschafft, ihm die Stirn zu bieten". Im September 2018 hätten sie und ihr Mann dann von einem Freund erfahren, ihm sei geraten worden, sich von ihnen fernzuhalten - "weil etwas Großes passieren würde", so die Zeugin. Sie habe große Angst bekommen. Erneut sei sie zur Polizei gegangen. Als der damalige Freund davon erfahren habe, "hat er Panik bekommen und versucht, alles zu relativieren".