Der TagRussland schweigt zu Syrien-Gerüchten
Diese Bemerkung dürfte westliche Beobachter erst recht hellhörig machen: Moskau will sich zu Berichten, dass russische Soldaten bereits in Syrien an Kampfeinsätzen beteiligt sind, nicht offiziell äußern. Regierungssprecher Dmitri Peskow lehnte eine Stellungsnahme dazu ab. Es gibt keinen Kommentar und noch nicht einmal ein Dementi.
Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf Informanten im Libanon, dass russische Soldaten in Syrien in Kämpfe eingreifen.
Die US-Regierung warnt Russland seit Tagen in zunehmend schärferen Tönen, dass ein aktives Eingreifen auf Seiten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad nur zur einer Eskalation der Kämpfe führen werde.
Im Internet kursieren Aufnahmen, die angeblich neuestes Kriegsmaterial aus russischen Beständen im Syrien-Einsatz zeigt.
Aus Moskau hieß es dazu lediglich, die Bedrohung in der Region gehe von den Extremisten des Islamischen Staates (IS) aus. "Die einzige Kraft, die dem Widerstand entgegensetzen kann, sind die syrischen Streitkräfte", sagte Regierungssprecher Peskow und bekräftigte damit die russische Position, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad in die internationalen Bemühungen zur Niederschlagung des IS einbezogen werden müsse.
Einen neuen Hinweis immerhin gibt es: Präsident Wladimir Putin werde in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung Ende des Monats über Syrien und den IS sprechen, kündigte Peskow an.