Der Tag"Schmierige Stasi-Spitzel": Weidel hetzt gegen Verfassungsschutz
Das Bundesamt für Verfassungsschutz teilt Anfang Mai mit, dass es die AfD fortan als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstufen werde. Wegen einer Klage der AfD gegen diesen Schritt legt die Behörde die Einstufung aber bis zur gerichtlichen Klärung auf Eis. In vier Bundesländern sind die Landesverbände der Partei bereits als gesichert rechtsextrem eingestuft, in fünf weiteren Bundesländern gelten AfD-Landesverbände als Verdachtsfälle. Das Vorgehen der Verfassungsschützer gefällt der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel - wenig überraschend - ganz und gar nicht. In unnachahmlicher Manier teilt sie gegen den Inlandsnachrichtendienst aus und vergleicht diesen mit dem früheren DDR-Geheimdienst Stasi. "Dieser Verfassungsschutz, diese schmierigen Stasi-Spitzel", sagte Weidel im Gespräch mit "Welt"-Chefredakteur Jan Philipp Burgard auf "Welt-TV". Mit Blick auf eine mögliche Beobachtung der neu gegründeten AfD-Parteijugend "Generation Deutschland" durch das Bundesamt nannte es Weidel zudem absurd, dass der Verfassungsschutz als eine angeblich abhängige Behörde, die aus Partei-Gängern bestehe, an der Konkurrenzbeseitigung beteiligt sei und die AfD seit Jahren diffamiere.
Die AfD-Co-Chefin arbeitete sich dabei auch am Verfassungsschutzpräsidenten in Thüringen, Stephan Kramer, ab. "Schauen Sie sich doch mal diesen Verfassungsschutzpräsidenten in Thüringen an, diesen Kramer da mit diesem Bart und so. Wie der aussieht, was das für Leute sind. Der Typ ist in so einer Biker-Vereinigung", behauptete Weidel. Eine inhaltliche Auseinandersetzung sieht anders aus. Aber vermutlich will das die Parteichefin auch gar nicht.