Der TagSchwere Vorwürfe gegen die UN wegen Gazastreifen-Hilfe
Die umstrittene Gaza Humanitarian Foundation, eine von Israel und den USA unterstützte Hilfsorganisation zur Verteilung von Nahrungsmitteln im Gazastreifen, wirft der UN vor, Unterstützung zu verhindern. "Die Gaza Humanitarian Foundation hat an die UN appelliert, sich an den Verteilungsbemühungen zu beteiligen und mit der GHF zusammenzuarbeiten, um die Lebensmittel an die Bedürftigen zu verteilen. Gestern hat die GHF angeboten, die blockierte Hilfe der UN kostenlos zu liefern. Auch hier hat es bisher niemand geschafft, die UN dazu zu bewegen oder zu überzeugen, die benötigte Nahrungsmittelhilfe zu liefern", heißt es in einer Mitteilung.
Laut Israels Botschafter in den Vereinigten Staaten, Michael Yechiel, hängen 730 Lkw-Lieferungen mit Lebensmitteln fest, "weil die UN sich weigert, sie zu verteilen - sie lehnt jede von den israelischen Streitkräften angebotene sichere Route ab", wie er auf X schreibt. Die UN selbst warnt vor einer tödlichen Hungerkrise im Gazastreifen und kritisiert die GHF immer wieder. Nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros sollen bereits mehr als 1.000 Menschen umgekommen sein, als sie versuchten, an Lebensmittel zu kommen. 766 seien nahe den umstrittenen Verteilzentren der GHF getötet worden, andere in der Nähe von Hilfskonvois, die oft von Verzweifelten gestürmt werden, sagt Sprecher Thameen Al-Kheetan.