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Der TagSerienvergewaltiger soll Opfer betäubt haben - Anklage fordert 20 Jahre Haft

21.11.2025, 18:03 Uhr

In Frankreich steht erneut ein mutmaßlicher Serienvergewaltigter vor Gericht, der seine Opfer betäubt haben soll. Die Staatsanwaltschaft fordert die Höchststrafe von 20 Jahren Haft. Zudem solle der 47-Jährige zu einer Therapie verpflichtet werden, erklärt die Staatsanwaltschaft im südwestfranzösischen Tulle. Der Angeklagte hat einen Teil der Taten gestanden.

Die Anklage wirft ihm vor, zwischen 2009 und 2022 Frauen und Mädchen vergewaltigt zu haben. Zehn Frauen, von denen einige zum Tatzeitpunkt minderjährig waren, treten als Nebenklägerinnen auf. Die Taten geschahen demnach im Lieferwagen und in der Wohnung des Angeklagten. Der Vater eines sechs Jahre alten Mädchen reichte 2022 als erster Klage ein, nachdem seine Tochter berichtet hatte, dass der Mann sie unsittlich berührt habe. Die Ermittler fanden bei dem Angeklagten zahlreiche Kameras, die auf das Bett gerichtet waren. Auf Videos ist zu sehen, wie er sich an Mädchen und Frauen vergeht, die sichtlich unter Einfluss von Betäubungsmitteln stehen. Dieses Vorgehen erinnert an den Serienvergewaltiger Dominique Pelicot, der seiner Frau Gisèle Pelicot über Jahre hinweg Schlafmittel verabreichte, um sie gemeinsam mit Internetbekanntschaften zu vergewaltigen. Er war im Dezember 2024 zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.

Quelle: ntv.de