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Der TagSiegmund weist Meinungsverschiedenheit mit Weidel zu Familienbild zurück

03.09.2026, 10:08 Uhr

Sie selbst lebt mit einer Frau zusammen und hat zwei Kinder. Doch in dem Lebensstil seiner Parteichefin Alice Weidel sieht der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, angeblich keinen Widerspruch zu dem von seiner Partei propagierten Familienbild. Die Formulierung "sexuelle Abweichung und nichtreproduktive Lebensweise" im Wahlprogramm verteidigte Siegmund im "Frühstart" von RTL/ntv. Jeder solle "so leben, wie er glücklich ist". Doch es folgt sogleich das große Aber: Es sei ein Unterschied, "ob ich eine Familie, die Kinder in die Welt setzt, besonders gesellschaftlich unterstütze". Weidel hatte im Interview mit RTL/ntv im Juli auf die Passage im Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt angesprochen gesagt: "Da gehe ich nicht mit. Weil ich deutlich gesellschaftlich liberaler aufgestellt bin, weil ich es auch lebe. Ich lebe es." Sie fügte an: "Wir sollten eigentlich so diese Zweiteilung hinter uns lassen." Siegmund weist nun Streit darüber zurück: "Das hatte ich rückblickend anders erachtet."

Im Wahlprogramm der rechtsextremen Landespartei steht: "Nur aus der Verbindung von Mann und Frau gehen Kinder und damit kommende Generationen hervor." Eine "intakte Familie bestehend aus Mutter, Vater und Kindern" sei "erwiesenermaßen die beste Voraussetzung für eine gute und gesunde Kindesentwicklung". Weiter heißt es: Steigende Abtreibungs- und sinkende Geburtenraten hingen auch damit zusammen, "dass sexuelle Abweichungen und nicht-reproduktive Lebensweisen" offensiver beworben würden. An anderer Stelle ist von "nicht-normalen Geschlechtsidentitäten" oder "abseitigen sexuellen Vorlieben" die Rede.

Quelle: ntv.de