Der TagSpaziergang im Gleis: Frau sorgt für mehr als 25 Stunden Verspätung

Erst hatte am Freitag ein herren- oder auch damenloser Koffer für Aufregung am Kölner Hauptbahnhof gesorgt, am Samstag hat es dann so richtig gehakt im Zugverkehr. Der Grund war eine junge Frau, die im Gleisbett herumspazierte. Zwei Züge hätten eine Schnellbremsung machen müssen, insgesamt 58 Züge seien bei dem Vorfall von einer Verspätung von zusammengerechnet 1522 Minuten betroffen gewesen, wie die Polizei heute mitteilt. Als Polizisten der Frau hinterher gingen, sei sie zunächst geflüchtet, aber konnte später in Gewahrsam genommen werden. Bei der Vernehmung habe die 18-Jährige ausgesagt, dass eine innere Stimme ihr den "Gleis-Spaziergang" befohlen habe, sagte eine Polizeisprecherin. Die Wahl ihrer Flanier-Route hätte die Frau nach Polizeiangaben mit dem Leben bezahlen können. Mehr als 25 Stunden Verspätung bringen der Deutschen Bahn nicht nur großen Kundenärger, sondern auch wirtschaftlichen Schaden ein. Die Frau wird wohl mit hohen Schadenersatzforderungen des Unternehmens rechnen können.