Der TagSpionage-Angst: Studenten aus China müssen immer öfter draußen bleiben
Deutschland lehnt laut einem Medienbericht im Verhältnis zu anderen Ländern deutlich mehr Visumanträge von Wissenschaftlern und Studenten aus China ab. Wie die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichteten, wies das für die Vergabe zuständige Auswärtige Amt allein im vergangenen Jahr etwa 200 Anträge von Nachwuchs-Forschern ab. Rund ebenso viel normalen Studierenden sei 2025 kein Visum erteilt worden.
Hintergrund ist offenbar die Furcht vor Spionage vor allem im Technologiesektor. Aus keinem anderen Herkunftsland seien Bewerber in dieser Größenordnung wie auch China abgelehnt worden, berichteten die Medien weiter. Insgesamt haben demnach im vergangenen Jahr rund 2100 Forscher und Wissenschaftler und 8800 Studierende aus China ein Visum für einen akademischen Aufenthalt in Deutschland erhalten.
Den Recherchen von "SZ", NDR und WDR zufolge ist es mittlerweile Standard, Sicherheitsbehörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in die Prüfung der chinesischen Bewerbungen einzubinden. Das liege nicht zuletzt am Nationalen Geheimdienst-Gesetz, das seit 2017 in China gilt. Danach ist jeder chinesische Bürger und jede Bürgerin verpflichtet, mit den Geheimdiensten des Landes zu kooperieren, wenn diese es verlangen.