Der Tag

Der TagStrom-Saboteur: Plattes Gras brachte Polizisten auf seine Spur

10.09.2026, 15:57 Uhr

Da haben wohl zwei junge Polizisten bewiesen, dass sie genau richtig in ihrem Job sind: Es war nicht mehr als etwas niedergetretenes Gras an einem Feldweg, was das Duo auf die Spur des Stromanlagen-Saboteurs führte - und die beiden Autobahnpolizisten hatten den richtigen Riecher: Nicht weit entfernt stießen sie auf das Versteck des 48-Jährigen, nach dem bis zu 1700 Einsatzkräfte am Boden und aus der Luft gesucht hatten. Der Verdächtige hatte sich so gut getarnt mit seinem Zelt in einem Gebüsch etwa 800 Meter neben dem Kraftwerk Weisweiler bei Aachen versteckt, dass es nicht aus der Luft zu sehen gewesen sei, erklärt Einsatzleiter Frank Wißbaum auf Anfrage. Wie die Festnahme ablief, das zeigen Aufnahmen einer Bodycam, die einer der Beamten einschaltete, und die die Deutsche Presse-Agentur ansehen konnte: Sie stoßen darin auf einen Mann, ein Polizist zieht seine Pistole, fordert den Mann auf, sich auf den Boden zu legen. Der leistet keinen Widerstand und folgt allen Anweisungen. Sofort habe er zugegeben, der Gesuchte zu sein, berichten die Beamten später. Dann klicken die Handschellen. Obwohl der 48-Jährige sein Aussehen stark verändert habe, seien die Polizei-Experten schnell sicher gewesen, dass es sich tatsächlich um den tagelang gesuchten Tatverdächtigen handelt.

Tagelang hatten die Angriffe auf das Stromnetz in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen für Schlagzeilen in den Medien und einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. "Die beiden jungen Kollegen haben das kriminalistisch richtig gut gemacht", lobt Wißbaum.

Quelle: ntv.de