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Der TagThüringer CDU hält sich Koalition mit BSW offen

11.06.2024, 15:44 Uhr
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Der Thüringer CDU-Chef Mario Voigt sagt: "Friedrich Merz hat für die Bundesebene gesprochen." (Foto: picture alliance/dpa)

Wie umgehen mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)? Bei der CDU gehen die Haltungen auseinander. Während CDU-Chef Friedrich Merz einer Koalition mit dem BSW eine klare Absage erteilt, hält sich die Thüringer CDU diese Option auf Landesebene erstmal offen. Vor der Landtagswahl im September schließe seine Partei nichts aus, sagt CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt beim Sender Welt. Fest stehe dabei allerdings - sagt er im "Stern" -, dass es keine Koalition "mit der rechtsradikalen AfD und keine Koalition mit der Linken" gebe.

Und bei der CDU in Nordrhein-Westfalen warnt Ministerpräsident Hendrik Wüst vor "pauschalen Empfehlungen von oben herab". Für die Union sei jedoch "klar, dass wir nicht mit Extremisten gemeine Sache machen", so Wüst. In der ARD hatte Merz gestern gesagt, man werde mit dem BSW oder der AfD nicht koalieren: "Wir arbeiten mit solchen rechtsextremen und linksextremen Parteien nicht zusammen." Für Sahra Wagenknecht gelte beides: "Sie ist in einigen Themen rechtsextrem, in anderen wiederum linksextrem." Wagenknecht wiederum teilt im "Spiegel" gegen Merz aus: "Der CDU-Vorsitzende möchte offenbar die neuen Bundesländer unregierbar machen."

Quelle: ntv.de