Der TagTrump-Freund Bezos streicht massiv Stellen bei "Washington Post"
Die mehr als 145 Jahre alte "Washington Post" kämpft wie viele andere Medienhäuser mit dem strukturellen Wandel der Branche. Sinkende Werbeeinnahmen im Digitalgeschäft und die veränderte Mediennutzung setzen Verlage unter Druck. Doch nicht nur das ist im gegenwärtigen politischen Klima in den USA ein Problem. Auch der Druck aus dem Weißen Haus auf sogenannte etablierte Medien ist zunehmend ein existenzielles Problem. Die Verantwortlichen bei der "Washington Post" ziehen nun die Konsequenzen und streichen einem Insider zufolge im Zuge eines weitreichenden Stellenabbaus ihr Sportressort und ihre Auslandsberichterstattung zusammen. "Wir werden das Sportressort in seiner jetzigen Form schließen", sagte Chefredakteur Matt Murray dem Insider zufolge in einer Videokonferenz mit der Belegschaft. "Alle Ressorts sind betroffen", sagte Murray laut einem Reuters vorliegenden Transkript. "Politik und Regierung wird unser größter Desk bleiben und für unsere Nutzerbindung und das Wachstum der Abonnentenzahlen von zentraler Bedeutung sein." Eine Stellungnahme der Zeitung liegt noch nicht vor.
Bereits in den vergangenen Jahren hatte das Blatt nach Verlusten Stellen gestrichen. 2023 bot die Zeitung Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Bereiche Abfindungen an, nachdem Verluste von 100 Millionen Dollar aufgelaufen waren. Die "Washington Post" gehört seit 2013 Amazon-Gründer und Trump-Freund Jeff Bezos, der sich zuletzt mit seiner "Melania"-Doku bei den Trumps einschleimte.