Der TagUN: Gaza-Hilfslieferungen noch immer nicht verteilt
Hunderttausende Notleidende in Gaza müssen weiter auf lebensrettende Hilfe warten. "Bisher, bis vor ein paar Minuten - aber die Situation ist offensichtlich im Fluss - konnte keine der Lieferungen den Ladebereich von Kerem Shalom verlassen", sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, Stéphane Dujarric, in New York. Etwa 100 Lastwagen mit Hilfsgütern befänden sich seit teils knapp drei Tagen innerhalb des Gazastreifens bei dem Grenzübergang. Am Mittwoch rief auch Papst Leo die israelische Regierung auf, Hilfen in das vom Krieg zerstörte Gebiet zu lassen.
Das Problem sei die von Israel vorgeschlagene Route für den Weitertransport der Güter. Dujarric zufolge hatten die israelischen Streitkräfte sich verpflichtet, eine Straße von militärischen Aktivitäten auszunehmen, sodass die Lastwagen die Hilfe zu Verteilungszentren transportieren können. Das Risiko war den UN aber zu hoch: "Unsere Kollegen vor Ort waren der Meinung, dass die Straße zu überlastet und unsicher war, deshalb haben wir sie nicht genommen". Die Weltorganisation sieht angesichts der großen Not in dem Gebiet die akute Gefahr von gewaltsamen Plünderungen.