Der TagVerdächtiger "Schluckauf": Hat Trumps Team seine Videobotschaft manipuliert?
Die Ärzte und Öffentlichkeitsarbeiter um US-Präsident Donald Trump geben sich seit dessen Corona-Diagnose alle Mühe, einen harmlosen Verlauf der Erkrankung nach außen zu kommunizieren. Nach den womöglich irreführenden Fotos heute Morgen gibt es nun auch wachsende Zweifel an der aus dem Militärkrankenhaus geposteten Videobotschaft des Präsidenten. Darin macht Trump einen recht fitten Eindruck, bei genauem Hinsehen aber drängt sich der Verdacht auf, dass der vierminütige Clip an mindestens einer Stelle manipuliert wurde. Konkret geht es um die Stelle im Video, als Trump beim Timecode 1:04 das Wort "therapeutics" sagt. Danach scheint er eine Art kurzen Schluckauf zu haben.
Diverse Profis, die mit Videobearbeitungsprogrammen arbeiten, sind sich jedoch sicher: Das ist in Wahrheit ein Schnitt im Material. Ein solcher Übergang komme zustande, wenn man ein bestimmtes Tool im Schnittprogramm "Premiere" nutze, das normalerweise bei Schnitten in Interviews flüssigere Übergänge gewährleisten soll, berichtet der "Independent". Nun wird also auf breiter Front gemutmaßt, Trumps Team habe hier womöglich ein Husten des Präsidenten herauseditiert. Das wiederum würde zwei Möglichkeiten nahelegen: Dem Präsidenten geht es tatsächlich nicht gut. Oder aber, da ja auch bei einem leichten Verlauf einzelnes Husten möglich ist, sein Team versucht darüber hinaus, den Zustand des Präsidenten zu beschönigen - und kommuniziert demnach mindestens an dieser sichtbaren Stelle im Video nicht die Wahrheit.