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Der TagVerdächtiger im Fall "Maddie" stand kurz vor möglicher Freilassung

04.06.2020, 14:51 Uhr

Der deutsche Tatverdächtige im Fall "Maddie" hat eine aktuelle Haftstrafe fast zu zwei Dritteln verbüßt und stand damit kurz vor der Entscheidung über eine mögliche Freilassung auf Bewährung. Das geht aus zwei Beschlüssen des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 21. April hervor.

  • Bei den Strafrichtern der Leipziger BGH-Außenstelle ist die Revision des 43-Jährigen in einem anderen Strafverfahren anhängig. Dabei geht es um die Vergewaltigung einer damals 72-jährigen US-Amerikanerin in Portugal im Jahr 2005. Das Landgericht Braunschweig hatte den Deutschen deshalb am 16. Dezember unter Einbeziehung früherer Strafen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Dieses Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

  • Derzeit sitzt der Mann in Kiel eine alte Haftstrafe ab, die das Amtsgericht Niebüll bereits 2011 gegen ihn verhängt hatte. Dabei ging es um Handel mit Betäubungsmitteln.

  • Parallel ist wegen der Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn Untersuchungshaft angeordnet. Von der BGH-Entscheidung wäre mit abhängig, ob diese U-Haft Bestand hat und damit nahtlos die verbüßte Haftstrafe ablöst.

Was wir im Fall "Maddie" wissen und was nicht, lesen Sie hier.