Der TagWagenknecht findet Debatte über Umgang mit AfD "grotesk"
"Keinen Wähler wird man dadurch zurückgewinnen, dass man der AfD im Bundestag weiterhin wichtige Ämter und andere formale Rechte vorenthält": Die BSW-Bundesvorsitzende Sahra Wagenknecht, die selbst nicht mehr im Bundestag sitzt, hat die aktuelle Diskussion über den Umgang mit der AfD kritisiert und Bundestagsämter für die Partei gefordert. "Die Debatte um die Äußerungen von Jens Spahn zum Umgang mit der AfD ist grotesk", sagte Wagenknecht der "Welt". "Seit acht Jahren hält man an dieser Idiotie fest."
Es sei ein Irrweg, der am Ende nur der AfD helfe, weil ihre Wähler das zu Recht als Ohrfeige empfinden würden, sagte Wagenknecht. "Der AfD zum Beispiel seit Jahren einen Vizepräsidenten im Bundestag vorzuenthalten, ist kein antifaschistischer Coup, sondern einfach mangelnder Respekt vor demokratischen Regeln." Auch dieser Umgang habe dazu beigetragen, dass sich die AfD in den vergangenen Jahren verdoppelt habe, kritisierte Wagenknecht. Seit dem Einzug der AfD in den Bundestag 2017 sind sämtliche ihrer Bewerber um das Amt eines Bundestags-Vizepräsidenten bei der Wahl durchgefallen.