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Der TagWaldexperte: Folgen des Klimawandels "verheerend" im Harz

25.10.2020, 10:18 Uhr
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Ein beliebtes, aber auch bedrohtes Ausflugsziel - der Harz. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Harz, das Sauerland, der Frankenwald und der Thüringer Wald sind nach Ansicht von Forstleuten die am stärksten bedrohten Wälder in Deutschland. "Im Harz sieht es mittlerweile verheerend aus", sagte Ulrich Dohle vom Bund Deutscher Forstleute. Grund dafür sei der immer weiter fortschreitende Klimawandel. Durch die Dürren der letzten Jahre seien die Bäume immer trockener und instabiler geworden. Bei vermehrt auftretenden starken Stürmen würden sie deshalb schnell umkippen. Auch der schädliche Borkenkäfer habe sich immer weiter vermehrt. Deutschlandweit seien in den letzten drei Jahren rund 300.000 Hektar Wald abgestorben. Das ist eine Fläche, die größer ist als das Saarland. Von einem Betretungsverbot für Besucher hält Dohle allerdings nichts: "Das würde dem Wald nichts nützen. Besucher im Wald sind kein Problem, sondern ein Mehrwert." Beispielsweise werden die meisten Brände in Wäldern eben durch Spaziergänger gemeldet. Liegengelassener oder illegal entsorgter Müll sowie brennende Zigaretten seien zwar ein Problem, aber kein Massenphänomen. In Deutschland gibt es derzeit rund 11,4 Millionen Hektar Wald. Damit sind etwa ein Drittel der Landesfläche mit Bäumen bedeckt.

Quelle: ntv.de