Der TagWarum IS-Kämpfer desertieren
Mir würden tausend Gründe einfallen, mich gar nicht erst dem IS anzuschließen - es gibt aber auch einige Zeitgenossen, die erst vor Ort der Sache der Terrormiliz überdrüssig werden und desertieren. Laut einer neuen Studie des Londoner "International Centre for the Study of Radicalization and Political Violence", über die "Zeit Online" berichtet, sind dies demnach die wichtigsten Gründe:
Der IS kämpft gegen andere sunnitische Muslime, die anderen Milizen angehören.
Die Gewalt gegen sunnitische Zivilisten und Geiseln ist vielen zu viel - gegen Nicht-Sunniten habe sich aber niemand beschwert, heißt es in der Studie.
IS-Führer verhielten sich "un-islamisch", seien ungerecht oder rassistisch.
Manchen sind die Tätigkeiten beim IS zu "langweilig" - oder sie stellen fest, dass ihr Sold wohl doch nicht für ein Luxus-Auto reichen wird.
Für die Studie wurden 58 ehemalige IS-Kämpfer- und Kämpferinnen befragt, die in den vergangenen anderthalb Jahren die Terrormiliz verließen.