Der TagWarum kann einer der Kandidaten "nicht Kanzler" werden? - Baerbock, Laschet und Scholz verweigern Antwort
Die drei Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, Armin Laschet und Annalena Baerbock haben zum Beginn des ersten Triells kurz vor der Bundestagswahl Fairness gezeigt. Auf die Frage, warum einer der anderen Kandidaten "nicht Kanzler kann", verweigerten sie jeweils die Antwort. Das Triell startete mit dem Thema Afghanistan. Die Kanzlerkandidaten haben nach dem Desaster beim Abzug der Nato aus Afghanistan eine Stärkung der sicherheitspolitischen Rolle Deutschlands gefordert.
Grünen-Kandidatin Baerbock wirft Laschet vor, beim Thema Afghanistan nur Sprechzettel vorzulesen. Die Union habe im Juni dagegen gestimmt, mehr Ortskräfte aus dem Land zu holen. "Es war ein Desaster mit Ansage." SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sagt, die Bundeswehr habe vor allem in der Zeit einer schwarz-gelben Regierung zu wenig Geld bekommen. In seiner Zeit als Bundesfinanzminister habe es den "größten Aufwuchs" gegeben auf jetzt über 50 Milliarden Euro. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet bekräftigt seinen Vorschlag, einen Sicherheitsrat mit den relevanten Ministerien im Bundeskanzleramt zu bilden und Europa militärisch zu stärken.