Der TagWas heute wichtig wird, oder: Europa will mitreden
Vielleicht ist es jetzt mal an der Zeit, dass Europa begreift, wie wichtig es ist, zusammenzustehen. Dann nämlich, wenn alle keinen Bock haben, sich das Ruder aus der Hand nehmen zu lassen. Von einem amerikanischen Präsidenten, der jeden Morgen mit drei neuen unausgegorenen Ideen aufwacht, sie ankündigt, teilweise durchsetzt und dann darauf baut, dass seine Taten wieder aus dem Fokus rücken, weil er am Morgen danach ja schon wieder drei neue Ideen hat, die umgesetzt werden müssen. Will sagen, guten Morgen erstmal: Trump will den Ukraine-Krieg zwar am liebsten im Alleingang beenden, ohne die Europäer am Verhandlungstisch, erwartet aber sehr wohl, dass sie die Lasten bei der Umsetzung einer Friedenslösung schultern. Heute nun treffen sich europäische Staats- und Regierungschefs in Paris, um kurzfristig zu beraten, wie sie sich in einen möglichen Friedensdeal einbringen können.
Und das steht an:
In Paris wollen europäische Staats- und Regierungschefs über die Pläne des neuen US-Präsidenten Donald Trump zu einer möglichen Beendigung des Ukraine-Kriegs beraten. Zu dem informellen Treffen werden die Regierungschefs Deutschlands, Großbritanniens, Italiens, Polens, Spaniens, der Niederlande und Dänemarks erwartet.
Nach einer streitlustigen Viererrunde der Kanzlerkandidaten von SPD, Grünen, Union und AfD gehen nun alle Parteien in den Schlussspurt zur Bundestagswahl. Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz baute im sogenannten Quadrell bei RTL und ntv Brücken zu SPD und Grünen als möglichen Koalitionspartnern und hielt sich beide Optionen ausdrücklich offen. Laut einer Forsa-Blitzumfrage sahen von 2004 befragten Zuschauern der Viererrunde 32 Prozent Merz insgesamt vor Scholz mit 25 Prozent. Für Habeck und Weidel entschieden sich jeweils 18 Prozent.
Die Verhandlungen über eine Fortsetzung der fragilen Waffenruhe im Gazastreifen nehmen Fahrt auf. Die Gespräche über die zweite Phase des Abkommens zwischen Israel und der islamistischen Hamas, in der alle noch lebenden israelischen Geiseln freikommen sollen, werden nach den Worten des US-Sondergesandten Steve Witkoff im Verlauf dieser Woche an einem noch unbekannten Ort fortgesetzt.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser vereinbart heute mit dem Land Brandenburg die Einrichtung eines Zentrums für Flüchtlinge, für deren Asylverfahren ein anderer EU-Staat zuständig ist. Das neue sogenannte Dublin-Zentrum in Eisenhüttenstadt soll helfen, diese Asylbewerber schneller zurückzuführen. Die Stadt an der polnischen Grenze ist bereits Standort einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber.
Die Zahl der schwer verlaufenden Grippeerkrankungen bei Kindern ist seit Jahresbeginn deutlich gestiegen. Anfang Februar kamen rund fünfmal so viele Kinder mit einer Grippe in große Kinderkliniken wie noch Anfang Januar, wie aus Daten der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) hervorgeht.