Der TagWegen Trumps "Genozid-Rettung" von Weißen: Südafrika schiebt Kenianer ab
Südafrika will sieben Kenianer abschieben, die am umstrittenen US-Ausreiseprogramm für angeblich von einem "Genozid" bedrohte weiße Südafrikaner mitgearbeitet haben sollen. Die Kenianer seien mit Touristenvisa nach Südafrika eingereist und ohne eine Arbeitserlaubnis für das US-Programm tätig gewesen, erklärte die südafrikanische Einwanderungsbehörde. Die USA nehmen weiße Südafrikaner als "Flüchtlinge" auf, da diesen nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump in ihrer Heimat Völkermord droht. Die US-Regierung habe die Kenianer über eine christliche Nichtregierungsorganisation in deren Heimatland rekrutiert, damit diese sich für das Umsiedlungsprogramm für weiße Südafrikaner engagierten, teilte die südafrikanische Behörde weiter mit. Die Kenianer seien bei einer Razzia in einem Zentrum für die Bearbeitung der Ausreiseanträge festgenommen worden.
Hintergrund ist der Streit zwischen den Regierungen in Pretoria und Washington. US-Präsident Trump behauptet, weiße Südafrikaner, die Nachfahren der ersten europäischen Kolonialherren im Land, würden diskriminiert und Opfer eines "Genozids". Beweise oder stichhaltige Anhaltspunkte für diese Behauptung gibt es nicht. Im Mai hatten die USA 50 weiße Südafrikaner aufgenommen und diese als Flüchtlinge bezeichnet.