Der Tag

Der TagWegner erneut wegen möglicher Falschaussage über Stromausfall-Management unter Druck

07.07.2026, 19:18 Uhr

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner steht erneut wegen seiner Kommunikation über den ersten Tag des großen Stromausfalls im Fokus. Anders als zunächst behauptet, habe der CDU-Politiker am 3. Januar vormittags nicht dienstlich zu dem Blackout telefoniert, wie der "Tagesspiegel" mit Berufung auf Informationen der Senatskanzlei berichtet. Vor 12.45 Uhr sei kein Telefonat geführt worden. Auf dpa-Anfrage äußerte sich die Senatskanzlei nicht weiter dazu.

"Vielmehr fand der Austausch per Textnachrichten statt", teilte die Senatskanzlei der Zeitung mit. Um 12.45 Uhr telefonierte Wegner demnach mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. Im Interview mit Welt TV hatte Wegner am 7. Januar gesagt: "Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen. Ich habe mit den Krisenstäben telefoniert, mit Stromnetz." Daran kamen jedoch bald Zweifel auf. Der "B.Z." sagte Wegner am 24. März: "Ja, ich habe kommunikative Fehler gemacht und möchte mich dafür bei allen Berlinerinnen und Berlinern entschuldigen." Die Zeitung berichtete damals, Wegner habe vormittags über Textnachrichten mit seinem Stab kommuniziert, erwähnte aber kein dienstliches Telefonat.

Quelle: ntv.de