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Der TagWeidel: Kanzleramt ist für AfD nicht mehr fern - "Deutschland im Grunde bankrott"

30.06.2026, 11:30 Uhr

AfD-Chefin Alice Weidel sieht ihre Partei nach möglichen Wahlsiegen in Ostdeutschland nach eigenen Worten auf dem Weg ins Kanzleramt. Die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im September seien "entscheidende Wegmarken", sagte Weidel der Nachrichtenagentur Reuters. "Wenn wir in Sachsen-Anhalt gewinnen, wird Mecklenburg-Vorpommern wahrscheinlich folgen. Wir können in beiden Ländern das Amt des Ministerpräsidenten erringen", sagte sie. "Ich kann die AfD im Kanzleramt sehen, entweder bei der nächsten Wahl oder bei der darauf folgenden."

In Umfragen liegt die AfD in Sachsen-Anhalt um die 40 Prozent. Eine Alleinregierung könnte demnach nur durch ein Bündnis aller übrigen Parteien verhindert werden, was eine Verständigung von CDU und Linken voraussetzen würde. In Mecklenburg-Vorpommern könnte die Partei nach derzeitigen Erhebungen um die 35 Prozent erreichen. Weidel zeigte sich überrascht, wie schnell ihre Partei in den Umfragen auch an der CDU vorbeigezogen sei: "Das liegt zu einem großen Teil an Friedrich Merz und seinen gebrochenen Versprechen. Wir sehen eine Ausgabenexplosion in Deutschland. Bei den Haushaltsdefiziten überholen wir Frankreich. Deutschland ist im Grunde bankrott", sagte sie. Zudem sei das Vertrauen in die innere Sicherheit und die Justiz erodiert.

Quelle: ntv.de