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Der TagXi baut Chinas Militärspitze weiter um und nimmt offenbar "Risiko in Kauf"

03.07.2026, 19:41 Uhr

Chinas Präsident Xi Jinping hat zwei Offiziere in den Generalsrang befördert und damit den Umbau seiner Militärführung fortgesetzt. Wie staatliche Medien berichteten, handelt es sich um Zhang Shuguang und den Kommandeur der Luftwaffe, Wang Gang. Zhang Shuguang übernimmt zudem die Leitung der einflussreichen Disziplinarkommission der Zentralen Militärkommission und wird damit zum obersten Korruptionsbekämpfer des Militärs. Er löst Zhang Shengmin ab, der den Posten seit 2017 innehatte.

Die Neubesetzung ist Teil einer seit Jahren andauernden Anti-Korruptions-Kampagne, bei der bereits zahlreiche hohe Beamte und Generäle entlassen wurden. Zwei frühere Verteidigungsminister waren im Mai zum Tode auf Bewährung verurteilt worden. Die Säuberungen haben dazu geführt, dass das ehemals siebenköpfige oberste militärische Führungsgremium Chinas nur noch aus Xi selbst und dem Vize-Vorsitzenden Zhang Shengmin besteht.

Nach Einschätzung von Neil Thomas, Experte am Asia Society Policy Institute in New York, scheint Xi zu glauben, dass eine straffere politische Kontrolle die Volksbefreiungsarmee effektiver mache. Dies gelte insbesondere als Druckmittel gegenüber Taiwan und im Südchinesischen Meer. "Die Säuberung hoher Kommandeure könnte die Einsatzbereitschaft kurzfristig beeinträchtigen", sagte Thomas. "Xi scheint jedoch bereit zu sein, dieses Risiko in Kauf zu nehmen, da er glaubt, dass dies langfristig zu einem disziplinierteren und fähigeren Militär führen wird."

Quelle: ntv.de