Der TagZoll schläfert 7500 Küken an Flughafen ein
Nach einer Odyssee zwischen Europa und Asien sind 7500 Küken am Frankfurter Flughafen aus Tierschutzgründen eingeschläfert worden. Die Grenzkontrollstelle des Hessischen Landeslabors habe sich "zu diesem drastischen Schritt gezwungen" gesehen, um ein unnötiges Leid der Tiere zu verhindern, teilt das Umweltministerium mit.
Die Küken waren am Samstag aus Ungarn im Transit nach Frankfurt gekommen und wurden am folgenden Tag nach Turkmenistan in Zentralasien weitergeschickt. Aus unbekannten Gründen habe dort der Zoll die Einfuhr untersagt und die Tiere zurückgeschickt.
Frisch geschlüpfte Küken versorgen sich über ihren Dottersack für bis zu 72 Stunden selbst. Nach der Rückkehr aus Turkmenistan war diese Frist laut Umweltministerium überschritten. Es sei nicht möglich gewesen, die Küken mit Futter oder Wasser zu versorgen.
Die Versuche der Kontrollstelle, einen anderen Abnehmer zu finden, seien erfolglos geblieben. Um den Tieren ein Verhungern zu ersparen, hätten sie "leider eingeschläfert werden" müssen.