Wohl auf Wanderweg verlorenHund frisst Cannabis und muss von Berg gerettet werden

Mitten in der Natur Schottlands erschnüffelt ein Labrador Drogen - und frisst sie. Wenig später bricht er bewusstlos zusammen. Ein Team aus Bergrettern kommt dem Tier und der verängstigten Halterin zu Hilfe.
Was als entspannter Ausflug in die Natur gedacht war, endet für eine Frau aus Schottland und ihre Hündin Tokyo mit einer Bergrettung und bangen Augenblicken. Hundetrainerin Christina Bluhme ist gemeinsam mit ihrem Labrador gerade dabei, auf Schottlands höchsten Berg Ben Nevis zu wandern, als Tokyo auf halbem Weg plötzlich zusammenbricht.
Seine Beine versagen, immer wieder verliert das Tier das Bewusstsein. "Ich dachte wirklich, ich würde sie verlieren", sagt Bluhme im Gespräch mit der BBC. Daraufhin verständigt sie das Lochaber Bergrettungsteam, das sich sofort auf den Weg macht, um Tokyo zu versorgen und anschließend zu einem Tierarzt zu bringen.
Wohl verlorenes Cannabis gefressen
Wie sich später herausstellt, hat die Labradordame offenbar Cannabis gefressen, das auf einem der Wege verloren oder weggeworfen wurde. Bluhme wendet sich deshalb mit einer Warnung "an alle Hundebesitzer: Bitte beachtet, dass weggeworfene Medikamente und andere giftige Substanzen manchmal auch an den schönsten Orten im Freien zu finden sind."
Ohne die Bergretter hätte sie ihr Haustier nicht von dem Berg herunterbekommen, sagt Bluhme. "Einen 25 kg schweren Labrador den Ben Nevis hinunterzutragen, war für mich allein unmöglich. An einem der furchtbarsten Tage meines Lebens waren sie mit Freundlichkeit, Professionalität und ruhiger Unterstützung an unserer Seite."
Nach der ärztlichen Versorgung im nahegelegenen Fort William geht es Tokyo übrigens wieder gut. Die Labradorhündin hat den Vorfall unbeschadet überstanden. Bluhme sagt, sie sei "unglaublich glücklich" darüber, dass Tokyo überlebt hat, und dankt der Rettungsmannschaft und dem Tierarztteam für deren "Mitgefühl und Einsatz".