Der Sport-Tag"Nicht auf dem Rücken von Sportlern austragen": Baerbock positioniert sich klar zu WM-Boykott
Annalena Baerboc lehnt einen WM-Boykott im Zuge der aggressiven Politik und der Annexions-Drohungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump ab. In einem Interview sagte die Präsidentin der UN-Vollversammlung und ehemalige Bundesaußenministerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland: "Das würde ja auch Kanada und Mexiko treffen, die ebenso Ausrichter sind."
Sie halte auch darüber hinaus nichts davon, "notwendige politische Debatten auf dem Rücken von Sportlerinnen und Sportler auszutragen, die jahrelang auf eine Meisterschaft hingearbeitet haben", betonte Baerbock. Die Verbände und Funktionäre stünden im Rahmen von sportlichen Großereignissen aber in der Pflicht, "dass ihre eigenen Vergabekriterien wie Pressefreiheit, Nichtdiskriminierung oder auch Einreisebestimmungen nicht mit Füßen getreten werden".
Auf dieser Ebene gebe es auch eine politische Verantwortung, "sich nicht als Claqueur auf den Rängen instrumentalisieren zu lassen", sondern sich vielmehr auch vorher klar zu positionieren.