Der TagUS-Soldaten haben nach mehr als 200 Tagen wieder Land unter den Füßen
Über die mutmaßlichen Missstände auf dem US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" wurde vielfach berichtet (auch bei ntv.de). Jetzt können die rund 5000 Soldaten an Bord etwas durchatmen. Nach mehr als 200 Tagen auf See dürfen sie in Thailand an Land gehen und dort fünf Tage bleiben. Das 330 Meter lange und bis zu 74 Meter hohe Schiff lief am Morgen (Ortszeit) im Hafen Laem Chabang in der Provinz Chon Buri ein, rund 20 Kilometer von Pattaya entfernt.
Die monatelange Belastung und die Zustände an Bord hatten für erhebliche Unruhe gesorgt. Das atomgetriebene Schiff war im November 2025 aus der US-Westküstenstadt San Diego ausgelaufen - zunächst für einen Einsatz im Pazifik. Infolge des Kriegs mit dem Iran wurde der Flugzeugträger dann aber in den Nahen Osten verlegt. Die Besatzung war nach Angaben mehrerer Medien mehr als 200 Tage ohne Hafenaufenthalt unterwegs. Bei Einsätzen von US-Flugzeugträgern sind zwar auch mehrmonatige Fahrten üblich, doch eine so lange Zeit ohne regulären Hafenaufenthalt ist ungewöhnlich. Berichte über Probleme mit der Wasserversorgung, verstopfte Toiletten sowie zunehmende psychische Belastung der Besatzung infolge diverser Missstände hatten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. In einigen Fällen sollen Besatzungsmitglieder nach Angaben ihrer Angehörigen versucht haben, über Bord zu springen. Das US-Militär wies die schwersten Vorwürfe zurück.