Essen und Trinken

Ladiges kocht Urkorn Gerste ist ein echtes Poweressen

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Gerstengraupen machen richtig satt.

(Foto: Marc Ladiges)

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Ins neue Jahr starten viele mit guten Vorsätzen. Gesünder essen und vielleicht auch etwas weniger wiegen gehört bei manchen dazu. Dann sollte ein altes Getreide öfter auf den Tisch kommen, meint Marc Ladiges. Er kocht mit Gerste - gesund und natürlich lecker.

Für das neue Jahr haben sich viele von uns gute Vorsätze vorgenommen. Meistens gehört gesünder leben oder Abnehmen dazu. Um diese Vorsätze in die Tat umzusetzen, möchte ich Ihnen heute ein besonderes Getreide nahebringen. Die Gerste, auch Urkorn genannt. Diesen Namen hat sich die Gerste verdient.

Die ältesten Nachweise für die Nutzung durch den Menschen lassen sich auf 15.000 vor Christus zurückverfolgen. Damit ist Urkorn das am längsten genutzte Getreide der Welt. Durch den Siegeszug des Weizens während der Industrialisierung wurde die Gerste nur noch als Tierfutter und zur Herstellung von Bier verwendet. Heute steht sie wieder im Rampenlicht, da die Gerste viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe besitzt.

Dabei ist sie nicht nur cholesterinsenkend und positiv für den Blutzuckerspiegel, sondern sie fördert auch die Verdauung und soll sogar krebsvorbeugend sein. Kulinarisch ist die Gerste besonders als Graupen oder sogenannte Rollgerste interessant. Graupen haben einen nussigen Geschmack und behalten ihre angenehm feste Konsistenz auch nach längerem Kochen. Um noch mehr gesunde Zutaten zusammenzubringen, kochen wir heute:

Lauwarmen Salat von Wintergemüsen mit Gerstengraupen

Zubereitung

Zutaten für 4 Personen

250 Gramm große Gerstengraupen
¼ Blumenkohl
2 große Petersilienwurzeln
4 Stängel Staudensellerie
3 große Karotten
1 großen oder zwei kleine Kohlrabi
2 rote Paprika
2 Chicorée
3 Esslöffel milden, weißen Essig
1 ungespritzte Zitrone
1 kleine Tasse gutes Salatöl (kein Olivenöl)
1 Bund glatte Petersilie
Fleur de sel und Meersalz, Piment d'Espelette oder Chilipulver

Die Graupen gut waschen und 30 Minuten in ungesalzenem Wasser kochen. Abseihen und in eine große Schüssel geben (nicht abschrecken!). An einen warmen Platz stellen und abdecken. Den Blumenkohl vollständig von Strunk und Stielen befreien, bis kleine Röschen entstehen. Den Kohlrabi schälen und in Würfel schneiden.

In stark gesalzenem Wasser erst den Blumenkohl aufkochen. Dann den Kohlrabi zufügen und erneut aufkochen. Abgießen und noch heiß zu den Graupen geben. Karotten und Petersilienwurzeln schälen und ebenfalls würfeln. Den Staudensellerie mit einem Messer unten und oben anschneiden und dabei die Fäden abziehen. Schräg in Streifen schneiden. Wieder neues, stark gesalzenes Wasser aufsetzen und zuerst das Wurzelgemüse darin zwei Minuten blanchieren. Dann den Staudensellerie zugeben und eine weitere Minute kochen. Abseihen und wieder heiß zur Gerste geben.

Marcs Tipp

Wenn Sie Graupen kaufen, vergewissern Sie sich, dass es sich nicht um Weizengraupen handelt. Die Graupen sollten groß und möglichst nicht gebrochen sein. Es werden auch Perlgraupen angeboten, die sind wesentlich kleiner und eignen sich mehr für den Einsatz als Suppeneinlage. Kaufen Sie möglichst Ware aus biologischem Anbau, wie er in Reformhäusern oder Bioläden angeboten wird. Das Getreide sollte allerdings vollständig von den Spelzen (Außenhaut) befreit sein. Es lohnt sich, für das Urkorn etwas mehr auszugeben, da man mit einem Pfund Graupen eine große Familie satt machen kann.

Die Paprika schälen (das braucht etwas Übung - lohnt sich aber). Strunk, Kerne und weiße Häute entfernen. Fein würfeln und etwas einsalzen. Den Chicorée längs halbieren und den Strunk herausschneiden. In kaltem Wasser 20 Minuten einlegen. Dabei werden die Bitterstoffe herausgezogen und der Chicorée schmeckt süßlich.

Paprika, Essig, Öl und Fleur de sel in die Salatschüssel geben und alle Zutaten vorsichtig mischen. Mindestens 15 Minuten an einem warmen Platz ziehen lassen. Jetzt die Zitronenschale abreiben, die Zitrone auspressen und Saft und Schale zugeben. Wenn gewünscht, mit Piment oder Chili würzen.

Den Chicorée gut abtropfen und die einzelnen Blätter abschneiden. Tiefe Teller mit Chicoréeblättern auslegen, sodass der Salat in der Mitte platziert werden kann. Den Salat in der Mitte auftürmen und mit gehackter Petersilie bestreuen.

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Dieses Gericht enthält nun wirklich alle gesundheitsfördernde Stoffe und schmeckt auch noch sehr gut. Im Kühlschrank hält sich der Salat bis zu einer Woche. Zum Verzehr sollte er aber wieder Zimmertemperatur annehmen. So ist er auch als Snack für das Büro oder für unterwegs gut geeignet.

Bleiben Sie gesund, wünscht Marc Ladiges

Quelle: ntv.de

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