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Wieder was gelernt Kommt die Niere bald aus dem Drucker?

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(Foto: REUTERS)

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In Deutschland warten aktuell rund 10.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Letztes Jahr gab es aber nur knapp 1000 Spender - viel zu wenige. Die Lösung: 3D-Drucker. Schon in ein paar Jahren könnten die ersten Organe gedruckt werden.

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Ein frisches Herz aus dem Drucker, eine neue Niere auf Bestellung, Organe "on demand". Das klingt nach Science-Fiction und auch ein bisschen nach Frankenstein, doch so weit sind wir davon gar nicht weg. Das Zauberwort ist "Bioprinting": Auf der ganzen Welt experimentieren Forscher mit lebendigem organischen Material, das sie mit 3D-Druckern versuchen in Form zu bringen.

Einer von ihnen ist Ali Ertürk. Der Neurobiologe lebt und arbeitet in München am Helmholtz-Zentrum. Dort leitet er das ITERM, das ist das Institut für Tissue Engineering und regenerative Medizin. Ali Ertürk hat als erster einen Weg gefunden, detaillierte Baupläne von Organen zu erstellen, bis auf die Zelle genau.

"Wir machen menschliche Organe mithilfe von Chemikalien durchsichtig. So wie wenn man Milch zu Wasser machen würde. Wenn das Gewebe einmal durchsichtig ist, können wir mit einem Laser-Scanning-Mikroskop jede einzelne Zelle erfassen und mit einer Kamera aufnehmen."

Die Wissenschaftler scannen also menschliche Organe und versuchen sie dann mit dem 3D-Drucker Zelle für Zelle nachzubauen. Dafür brauchen sie natürlich nicht nur einen detaillierten Bauplan, sondern auch die richtige Tinte, denn die Organe aus dem Drucker sollen schließlich nicht nur als Modell taugen, sondern auch richtig arbeiten können. Dafür brauchen sie sogenannte Biotinte, eine Mischung aus lebenden Körperzellen und einem Klebemittel, das als Gerüst dient.

Wann die ersten Prototypen an Tieren und Menschen getestet werden können und welche Organe Ali Ertürk und sein Team zuerst nachbauen wollen, hören Sie im Podcast.

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de, jwa

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