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Routine hilft und schadet doch Wie erreichen wir unsere Ziele?

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Einmal einen Marathon laufen, wär das nicht was?

(Foto: imago images/Hartenfelser)

Ein Ziel zu formulieren ist leicht, es zu erreichen nicht. Vor allem Routinen, Verlustängste und mangelnde Selbstkontrolle hindern uns daran, an Zielen festzuhalten. Was wir dagegen tun können, erfahren Sie in einer neuen Folge "Ja. Nein. Vielleicht."

Wir setzen uns ein klar definiertes Ziel, wollen zum Beispiel mehr Sport treiben, gesünder essen oder weniger arbeiten. Aber unser Ziel zu erreichen, gleicht häufig einem Himmelfahrtskommando. Schon nach wenigen Tagen befinden wir uns im alten Trott. Verhaltensforscher bezeichnen dieses Phänomen als "Intention Action Gap" - zu deutsch: Intentionsaktionslücke.

Ein großes Hindernis auf dem Weg, unsere Ziele zu erreichen, sind Routinen. Automatismen erleichtern auf der einen Seite unser Leben und können in gefährlichen Situationen sogar Leben retten. Allerdings stehen sie uns auch oft im Weg, wenn es darum geht, selbstgesteckte Ziele zu erreichen. Automatismen entscheiden schnell, aber häufig nicht bewusst. Morgens vor der Arbeit joggen? Nein, lieber noch eine halbe Stunde im Bett wälzen. Ganz oft hindert uns Stress daran, aus Routinen auszubrechen. Es führt dazu, dass wir in komplizierten Situationen gerne den einfachsten Weg gehen. Nach einem langen Arbeitstag landet deshalb schneller mal eine Tiefkühlpizza im Ofen.

Das zweite große Hindernis sind Gruppendynamiken. Viele Entscheidungen treffen wir nicht bewusst, sondern folgen andere in ihrer Entscheidung. Außerdem können falsche Selbstbilder dazu führen, dass es uns schwer fällt, Ziele zu erreichen. Oft können wir Veränderungsprozesse schwerer anschieben, weil wir uns unter- oder überschätzen.

Eines der größten Probleme sind zudem Verlustängste. Wir leben auch deshalb gerne in bekannten Mustern, weil wir wissen, was uns erwartet. Wollen wir aus diesen Routinen ausbrechen, überwiegt oft die Angst, es könnte alles schlimmer werden. Hinzu kommt die mangelnde Selbstkontrolle als fünftes großes Hindernis auf dem Weg zum Ziel. Wir wählen gerne die einfachste Option. Und die einfachste Option ist es meist, nichts zu ändern.

Wie wir all diese Stolperfallen umgehen und unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren, erklärt Verhaltensökonomin Verena Utikal in dieser neuen Folge von "Ja. Nein. Vielleicht."

Ihr findet "Ja. Nein. Vielleicht." in der ntv-App, bei Audio Now und auf allen anderen bekannten Podcast-Plattformen wie Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps könnt ihr den RSS-Feed verwenden. Kopiert einfach die Feed-URL und fügt "Ja. Nein. Vielleicht." zu euren Podcast-Abos hinzu.

Im "Ja. Nein. Vielleicht."-Podcast erklärt Verhaltens- und Entscheidungswissenschaftlerin Verena Utikal mit ihren Gästen, wie Entscheidungen funktionieren, warum wir uns damit oft schwertun und wie leicht wir uns manipulieren lassen. Ihr erfahrt das Neueste aus der Entscheidungsforschung und bekommt wertvolle Tipps und Tricks für alle Lebenslagen.

Quelle: ntv.de, sks