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Wieder was gelernt Was kostet Grönland?

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(Foto: picture alliance / Mads Pihl/Vis)

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Grönland ist kein besonders schöner Wohnort. Es ist kalt, windig und einsam. Aus dem Grund hat die größte Insel der Welt eine der höchsten Selbstmordraten der Erde. Aber US-Präsident Donald Trump möchte die Insel trotzdem kaufen. Wegen ihrer Lage und ihrer Bodenschätze.

Für diese Folge von "Wieder was gelernt" haben wir nachgefragt, was die USA bezahlen müssten. Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Auf den ersten Blick spricht wenig dafür, ausgerechnet Grönland zu kaufen. Die Insel ist zwar die weltweit größte, trotzdem leben nur 56.000 Menschen dort. Nicht überraschend: Die Insel liegt zwischen Nordatlantik und Nordpolarmeer, es ist kalt und windig. Weite Flächen sind mit Eis bedeckt. Ähnlich trüb klingt die Wirtschaft. Diese Tristesse macht sich bemerkbar: In Grönland gibt es viele Selbstmorde, Arbeitslose und Alkoholiker. Viele Kinder gehen hungrig ins Bett. Auch die Missbrauchsraten sind hoch.

Trotzdem möchte Donald Trump die Insel unbedingt kaufen - und er ist nicht der erste US-Präsident, der sich für Grönland interessiert. Schon 1867 hat das US-Außenministerium erstmals bei Dänemark angefragt, ob die Insel zum Verkauf steht. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg hat der damalige US-Präsident Truman sogar 100 Millionen Dollar geboten. Das wären inflationsbereinigt heute gut 1,3 Milliarden Dollar. Dänemark hat abgelehnt. Anders als Russland bei Alaska, sagte uns Robert Halver, Kapitalmarktanalyst bei der Baader Bank.

"De facto steht kein Land zum Verkauf. Das sind souveräne Staaten. Die Ausnahme war Alaska, das hat damals zu Russland gehört. Die haben das an die Amerikaner verscherbelt für 20 Millionen US-Dollar. Eine lächerliche Summe angesichts der geostrategischen Bedeutung und der Rohstoffe, die Alaska hat."

Wieso Donald Trump von Grönland träumt und welche Kaufsumme Robert Halver durch den Kopf geht, hören Sie im Podcast.

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de

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