Von Fitness bis SchwangerschaftHealth-Tracking am Finger: So finden Sie den passenden Smart-Ring

Ob Bio-Hacking für Spitzensportler, Schlafüberwachung für Normalsterbliche oder Analyse des Herz-Kreislauf-System zum Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Als Smart-Ringe am Finger getragen tracken sogenannte Wearables unseren Puls, die Herzratenvariabilität oder sogar die Sauerstoffsättigung im Blut. Damit der smarte Ring seinen Job aber richtig tun kann, muss er optimal sitzen.
Wie funktionieren Smart-Ringe?
Smart-Ringe verwenden Sensoren, um Gesundheits- und Fitnessinformationen zu erfassen. Optische Herzfrequenzsensoren zum Beispiel verwenden Licht, das von LEDs auf die Haut und das Blut in den darunter liegenden Gefäßen gerichtet wird. Bioimpedanz-Sensoren messen körperliche Zustände wie Hydratation, Atmung und Herzfrequenz. Einige Smart-Ringe verfügen über Temperatursensoren, die die Körpertemperatur überwachen können.
Per Bluetooth gehen die gesammelten Daten an ein Smartphone oder ein anderes kompatibles Gerät. Die zugehörigen Apps analysieren die Daten, geben Gesundheitsempfehlungen oder sogar Warnungen. Spitzensportler und sogenannte Bio-Hacker nutzen die Daten zur Leistungssteigerung und Gesundheitsoptimierung.
Welche Modelle von Smart-Ringen gibt es?
Oura Ring: Einer der bekanntesten Smart-Ringe auf dem Markt. Der Smart-Ring der finnischen Health-Firma Oura trackt Schlaf, Aktivität und Gesamtgesundheit des Körpers auf Basis von Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Schlafqualität, Aktivität und weiteren Faktoren. Beim Duschen, in der Sauna und beim Wassersport kann er am Finger bleiben. Beim Smart-Ring der Gen 3 hält der Akku bis zu 7 Tage.
Für die App-Nutzung muss eine Mitgliedschaft in der Oura-App abgeschlossen werden. Diese kostet 5,99 Euro monatlich (erster Monat kostenlos).
Der Samsung Galaxy Smart Ring hat bis zu sieben Tage Akkulaufzeit. Er ist kompatibel mit Samsung Smartphones und bietet in der SamsungHealth-App mit AI-unterstütze Fitness- und Gesundheits-Reports inklusive Warnhinweisen.
Die Smart-Ringe von RingConn sind kompatibel mit iOS und Android-Smartphones und benötigen keine zusätzlichen App-Abonnements. Die RingConn Smart Health Monitoring App kann in Apple Health und Google Health Connect integriert werden. Mit bis zu 7 Tagen Akku und einem magnetischen Ladecase kann er auch unterwegs einfach aufgeladen werden. Beim Händewaschen und Duschen kann der Smart-Ring am Finger bleiben.
Neben Schlaf- und Herzfrequenztracking dient der Femometer Smart-Ring für Frauen auch als Menstruations-, Fruchtbarkeits- und Ovulationstracker.
Ringgrößen-Sets ermitteln die richtige Größe
Vor dem Kauf eines Smart-Ringes sollte mit einem Größenset die exakte Ringgröße ermittelt werden. Diese weicht von normalen Schmuck-Ringgrößen ab. Damit die Sensoren richtig arbeiten können, ist es wichtig, dass der Ring optimal sitzt. Beim anschließenden Kauf eines Smart-Ringes der gleichen Marke wird bei Amazon der Kaufpreis für das Größen-Set angerechnet.
Welche Gesundheits- und Fitnessdaten können Smart-Ringe aufzeichnen?
Herzfrequenz: Viele Smart-Ringe können die Herzfrequenz in Echtzeit überwachen und mit dem kontinuierlichen Monitoring detaillierte Berichte über das Herzfrequenzprofil während der Ruhezeiten, der körperlichen Aktivitäten und der Schlafphasen erstellen.
Schlaf-Tracking: Smart-Ringe können die Schlafphasen überwachen und Daten zu Gesamtschlafdauer, Schlafqualität, Schlafphasen (leichter Schlaf, tiefer Schlaf, REM-Schlaf) und Schlafunterbrechungen erfassen.
Aktivitäts-Tracking: Sie können auch Daten in Bezug auf körperliche Aktivität aufzeichnen, wie die Anzahl der Schritte, verbrannte Kalorien, zurückgelegte Strecke und Aktivitätstyp.
Körpertemperatur: Advanced Smart-Ringe können Änderungen in der Körpertemperatur überwachen, was insbesondere für Frauen hilfreich sein kann, die ihre Menstruationszyklen verfolgen.
Atemfrequenz: Einige Modelle können auch die Atemfrequenz während des Schlafs messen, was ebenfalls nützlich sein kann, um Schlafstörungen wie Schlafapnoe zu erkennen.
Sauerstoffsättigung: Obwohl weniger häufig, können einige fortschrittliche Smart-Ringe auch die Sauerstoffsättigung im Blut messen, was besonders nützlich sein kann für Personen mit bestimmten Atemwegserkrankungen.
Stresslevel-Messung: Basierend auf gemessenen Parametern wie Herzfrequenzvariabilität, Atmung, Schlafqualität, einige der Smart-Ringe können Stresslevel verfolgen und warnen, wenn es Zeit ist, einen Gang zurückzuschalten.
Was sollten Käufer bei der Auswahl eines Smart-Rings beachten?
Je nach individuellen Anforderungen und Präferenzen sollte man vor dem Kauf darauf achten, welche Funktionen der Smart-Ring liefert und welche Ziele man für sich verfolgt. Je nach Modell und Hersteller variieren die Features stark. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis sollte man etwaige App-Abokosten mit im Blick behalten.
Datenschutz bei Smart-Ringen
Um privat und sicher zu bleiben, sollten Anwender von Smart-Ringen:
Die Datenschutzbestimmungen und -praktiken des Unternehmens genau lesen.
Die Einstellungen des Geräts und der App regelmäßig überprüfen und anpassen.
Updates des Betriebssystems und der Software regelmäßig installieren.








