Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:09 Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 30,3 +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist auf 30,3 gesunken. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervor. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 31,5 gelegen. Innerhalb eines Tages kamen 24 neu gemeldete Corona-Infektionen hinzu. An Sonntagen und Montagen liegen die gemeldeten Neuinfektions-Zahlen in der Regel niedriger. Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz sind die Städte Kiel (43,8) und Neumünster (43,6). Am niedrigsten sind die Werte immer noch in Flensburg (5,5) und im Kreis Schleswig-Flensburg (8,5).

+++ 23:02 Israel kündigt Aufhebung aller Maßnahmen an +++
In Israel sollen ab Juni alle im Kampf gegen die Corona-Beschränkungen aufgehoben werden. "Zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Pandemie werden alle Restriktionen auf israelischem Staatsgebiet ab dem 1. Juni aufgehoben", teilte das Gesundheitsministerium. Gleichzeitig sollen jedoch Beschränkungen für Touristen aus dem Ausland in Kraft bleiben und womöglich sogar verschärft werden, um ein Einschleppen von Virusvarianten zu verhindern. Inzwischen sind mehr als fünf Millionen Menschen und damit 55 Prozent der Bevölkerung zweifach gegen Corona geimpft. Derzeit haben nur vollständig Geimpfte oder Genesene mit einem "grünen Pass" Zugang zu Restaurants, Bars und Sporthallen. Ab Juni sollen auch Menschen, die nicht geimpft sind, überall Zutritt bekommen.

+++ 22:01 Saarland und Hessen mit den meisten neuen Fällen +++
Unter den Bundesländern weist heute - wie bereits am Vortag - das Saarland die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner aus und liegt damit vor Hessen: Die beiden sind die einzigen Bundesländer, die zweistellige Wachstumsraten melden.

+++ 21:31 Thüringen kriegt Notbremsen-Wert in Griffweite +++
Als einziges Bundesland liegt nur noch Thüringen hauchdünn über der 100er Notbremsen-Marke. Doch der Freistaat schrammt mit einer Inzidenz von 101,3 bereits die wichtige Kennzahl. Insgesamt melden heute alle 16 Bundesländer bei der 7-Tage-Inzidenz sinkende Werte. Fünf Bundesländer unterschreiten inzwischen die frühere Obergrenze von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche: Brandenburg (47,9), Hamburg (39,9), Mecklenburg-Vorpommern (39,7), Niedersachsen (46,3) und Schleswig-Holstein (30,3).

+++ 21:01 Deutschland meldet 5600 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.650.123 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 5590 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 2020 Fällen im Vergleich zur Vorwoche, was einem Minus von 26,5 Prozent entspricht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 66 auf 87.389. Das sind genauso viele wie am vergangenen Sonntag. Als aktuell infiziert gelten rund 160.600 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,03 angegeben (Vortag: 0,97). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87, unverändert zum Vortag. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland sinkt weiter deutlich. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 3304 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 55 Patienten. 2079 Menschen müssen invasiv beatmet werden, also 38 weniger als am Tag zuvor. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4581 Betten in den deutschen Kliniken frei, das sind 458 mehr als am Vortag.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:30 Bolsonaro sorgt für gefährlichen Massenauflauf +++
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat die Gesundheitsvorschriften von Rio de Janeiro missachtet und sich ohne Maske von zahlreichen Menschen feiern lassen. Der rechtsextreme Staatschef nahm ohne Mund-Nasen-Schutz an einer Motorradrundfahrt durch die Millionenmetropole teil und hielt eine Rede vor seinen Anhängern. Damit verstieß er gegen die örtlichen Vorschriften im Kampf gegen die Corona-Pandemie, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Einige Demonstranten zeigten Transparente, auf denen die Justiz kritisiert und ein Militärputsch gefordert wurde. Erst am Freitag hatte die Regierung des Bundesstaats Maranhão eine Geldbuße gegen Bolsonaro verhängt, weil er einen Massenauflauf seiner Anhänger provoziert hatte.

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Den Behörden ein Ärgernis: Brasiliens Präsident Bolsonaro auf dem Motorrad.

(Foto: AP)

+++ 19:51 Tui Kreuzfahrer startet für Ostseetour +++
Die krisengeschüttelte Kreuzfahrtbranche ist am Pfingstwochenende in Deutschland von Kiel aus nach monatelangem Corona-Lockdown in die Saison gestartet. Nachdem am Samstag bereits die "Aidasol" der Carnival-Tochter Aida Cruises in See gestochen war, folgte am Abend "Mein Schiff 1" von Tui Cruises. Das Unternehmen des Tourismusriesen Tui bot eine "Blaue Reise" an, bei der die Urlauber zunächst ohne Landgang die ganze Zeit auf der Ostsee bleiben. Es sei nur ein technischer Stopp in Stockholm geplant. An Bord der 2900 Passagiere fassenden "Mein Schiff 1" waren coronabedingt gut 1100 Gäste. Auch nach Abzug der wegen der Corona-Pandemie frei zu haltenden Plätze sei der Kreuzfahrtriese nicht ganz ausgebucht, sagte eine Sprecherin.

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Ein Landgang ist für die 1100 Passagiere nicht geplant.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 19:02 Altersinzidenz nach Landkreisen: Rote Flecken auf der Deutschlandkarte +++
Trotz der fortgeschrittenen deutschen Impfkampagne gibt es in vielen Bundesländern noch Landkreise, in denen über 80-Jährige die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Altersgruppen aufweisen: Spitzenreiter ist der niedersächsische Kreis Emden mit einer Inzidenz von 466 für die besonders gefährdeten Hochbetagten. Ein Blick auf die Deutschlandkarte zeigt allerdings, dass in den meisten Städten und Kreisen bereits Kinder bis 14 und die Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen die Hauptlast der Infektionen im Sieben-Tages-Schnitt trägt.

+++ 18:20 Ökonom: Inflationsprognose Grund zur Vorsicht +++
Angesichts der von der Bundesbank prognostizierten höheren Inflation zum Jahresende warnen Ökonomen und Politiker vor möglichen Folgen. Jan Schnellenbach, Ökonom an der Universität Cottbus, sagte dem "Tagesspiegel", man müsse "jetzt erst einmal nicht zu nervös werden". Die Inflationsprognose der Bundesbank sei "noch kein Grund zur Panik, aber zur Vorsicht". Die EZB sollte sich bereit machen, eine restriktivere Politik zu fahren, falls es im Jahr 2022 so weitergehe. Die Bundesbank rechnet damit, dass die Teuerung aufgrund der Pandemie über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre liegen könnte. Das hätte auch Auswirkungen auf steigende Preise etwa bei Lebensmitteln und Rohstoffen.

+++ 17:43 Impfstoffvorräte in Indien aufgebraucht +++
Mehrere indische Bundesstaaten haben ihre Corona-Impfungen für 18- bis 40-Jährige aufgrund zu Neige gehender Vorräte vorläufig eingestellt. Dies teilten die zuständigen Behörden mit. Die Bundesstaaten, zu denen Chhattisgarh, Delhi, Karnataka, Maharashtra und Rajasthan gehören, gelten als besonders schwer betroffen von der heftigen zweiten Corona-Welle im südasiatischen Land. In einigen Regionen hatten jedoch auch Menschen, die 45 Jahre oder älter sind, Probleme damit, ihre zweite Impfdosis zu erhalten. In Städten wie Delhi, Mumbai und Pune blieben einige Impfzentren geschlossen. Auf Aushängen war zu lesen, dass die Vorräte aufgebraucht seien. Regierungsvertretern zufolge ist der Mangel an Impfdosen nur vorübergehend.

+++ 17:04 Umfrage: Inlandsflüge nach Corona weniger gefragt +++
Die Corona-Pandemie könnte einen Wandel in der Verkehrsmittelwahl auslösen: Etwa jeder zweite Nutzer von Inlandsflügen erwägt laut einer Forsa-Umfrage, zum Schutz der Umwelt künftig auf die Bahn umzusteigen. Aus dem jüngsten RTL/ntv-Trendbarometer geht hervor, dass 56 Prozent der Befragten, die in den vergangenen fünf Jahren per Inlandsflug reisten, überlegen, das Flugzeug durch die Bahn zu ersetzen. Für 42 Prozent komme dies eher nicht infrage. Insgesamt gab ein Viertel der befragten Bürger an, dass sie bei Reiseplanungen normalerweise die Umweltbilanz oder den CO2-Ausstoß in ihre Überlegungen zur Wahl des Verkehrsmittels einbeziehen. 66 Prozent erklärten, dies eher nicht zu tun. Vor allem Anhänger der Grünen (55 Prozent) beziehen die Umweltbilanz oder den CO2-Ausstoß in ihre Überlegungen mit ein. Vor allem bei Anhängern der FDP (88 Prozent) und der AfD (84 Prozent) ist dies eher nicht der Fall.

+++ 16:34 Ungarn lockert nach Impfrekord +++
Ungarn lockert die Corona-Vorsichtsmaßnahmen, nachdem das Land am Vortag bei den Erstimpfungen die Fünf-Millionen-Marke überschritten hat. Die Maskenpflicht unter freiem Himmel und die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen wurden abgeschafft. Ein Mund-Nasen-Schutz muss nur noch in geschlossenen öffentlichen Räumen wie Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Touristische Reisen nach Ungarn sind allerdings generell noch nicht möglich - außer für Menschen, die in einem Land geimpft wurden, dessen Impfnachweise Ungarn anerkennt. Derzeit sind das Rumänien, Serbien, Montenegro, Kroatien, Slowenien, die Türkei und Bahrain.

+++ 15:57 Messebranche fühlt sich hingehalten +++
Die Messebranche hat ein festes Öffnungsdatum für ihre Veranstaltungen spätestens im September gefordert. Ohne verlässliche Öffnungsperspektive seien in der Branche 160. 000 Arbeitsplätze gefährdet, sagte der Geschäftsführer des Messeverbandes AUMA, Jörn Holtmeier, der "Bild am Sonntag". Holtmeier kritisierte: "In Berlin liegt die Inzidenz inzwischen bei 56 und in dieser Woche wurde die für September geplante Elektronikmesse IFA abgesagt, weil der Berliner Senat sich zu keiner klaren Öffnungs-Perspektive durchringen kann." Er forderte ein bundeseinheitliches Vorgehen mit einem festen Öffnungsdatum spätestens im September.

+++ 15:27 Britische Regierung dementiert Plan zu Herdenimmunität +++
Der britische Ex-Regierungsberater Dominic Cummings wirft der Regierung von Premierminister Boris Johnson vor, bei ihrer ursprünglichen Strategie im Kampf gegen die Pandemie gelogen zu haben. Die Regierung habe in Wirklichkeit Anfang 2020 zunächst vorgehabt, durch die Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung bis September des Jahres Herdenimmunität zu erreichen, erklärte er am Wochenende in einer Reihe von Tweets. Erst nachdem der Regierung von mehreren Seiten klargemacht worden sei, dass dieser Plan zur Katastrophe führen würde, sei diese Strategie geändert worden. Die Regierung widersprach den Vorwürfen. Auf die Frage, ob Herdenimmunität der ursprüngliche Plan gewesen sei, sagte Innenministerin Priti Patel am Sonntag der BBC: "Absolut nicht."

+++ 14:57 Zahl der Intensivpatienten im Sinkflug +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland sinkt weiter deutlich. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 3304 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 55 Patienten. 2079 Menschen müssen invasiv beatmet werden, also 38 weniger als am Tag zuvor. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4581 Betten in den deutschen Kliniken frei, das sind 458 mehr als am Vortag.

+++ 14:28 Campingplätze in NRW völlig ausgebucht +++
Nach monatelanger Zwangspause haben wieder geöffnete Campingplätze in Nordrhein-Westfalen über das Pfingstwochenende einen Ansturm erlebt. "Die Gäste sind froh, trotz des ja eher schlechten Wetters rauszukommen", sagte Leo Ingenlath, Präsident des Campingverbandes NRW auf Anfrage. Allerdings seien Kurzentschlossene nur vereinzelt zum Zuge gekommen, berichtete er. "Viele Campingplätze haben eine Stammkundschaft. Die hatten bereits vor Wochen reserviert und immer wieder nachgefragt", erklärte Ingenlath. Nur ganz gelegentlich würden dann doch wieder Plätze frei, etwa wenn Leute wegen eines positiven Schnelltests absagen müssten.

+++ 13:58 Israel lässt wieder Touristen ins Land +++
Israel hat seine Grenzen wieder für Touristen geöffnet. Ins Land gelassen werden sollen aber zunächst nur kleine Gruppen aus Ländern, die von der israelischen Regierung akzeptierte Impfstoffe nutzen. Es sei unwahrscheinlich, dass die ersten Touristengruppen vor Anfang Juni ankommen, sagt eine Sprecherin des Tourismusministeriums. Die Reisebranche hatte 2019 ein Rekordjahr. 4,55 Millionen Besucher kamen ins Land und trugen umgerechnet 5,8 Milliarden Euro zur Wirtschaftsleistung bei.

+++ 13:32 Hunderte Festnahmen nach Demo-Verbot in Berlin +++
Nach dem Verbot von zwei großen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik in Berlin hat die Polizei am Samstag Hunderte Menschen festgenommen. Bislang sind 300 Festnahmen bekannt, die genaue Bilanz liegt noch nicht vor. "Aber es wird noch immens steigen", sagt Polizeisprecher Thilo Cablitz. Es ging demnach um Verstöße gegen das Demo-Verbot, um Hygiene-Auflagen und auch um Auseinandersetzungen mit den Beamten. Vereinzelt seien Polizisten verletzt worden. Ein Großeinsatz der Sicherheitskräfte sollte am Wochenende verhindern, dass sich trotz des Verbots größere Gruppen bilden. Es kam trotzdem am Samstag zu Ansammlungen von einigen Hundert Menschen, die gegen die Corona-Politik Stimmung machten.

+++ 13:09 In mehr als 100 Regionen greift die Notbremse +++
Die Zahl der deutschen Regionen, in denen weiterhin die Bundes-Notbremse mit verschärften Pandemieregeln greifen müsste, ist unverändert zum Vortag: Von den 401 Regionen erfüllen aktuell weiterhin 111 (Samstag: ebenfalls 111, Freitag: 132, Donnerstag: 153, Mittwoch: 201) entweder das Notbremse-Kriterium (drei Werktage in Folge über 100) oder noch nicht das Kriterium zur Aufhebung der Notbremse (mindestens fünf Werktage in Folge unter 100).

+++ 12:51 Ein Viertel der Franzosen nutzt Corona-App +++
In Frankreich ist die Corona-Nachverfolgungs-App inzwischen von 16,5 Millionen Menschen heruntergeladen worden, wie das Digitalministerium mitteilt. Das sind knapp ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Die App mit dem Namen "Tous Anti-Covid" ("Alle gegen Covid") soll Zugang zu dem "Gesundheitspass" ermöglichen, den das Parlament zuletzt gebilligt hatte und der am 9. Juni an den Start geht. Er enthält einen Nachweis, dass sein Träger entweder geimpft ist, einen negativen Test gemacht hat oder von einer Infektion genesen ist. Die Pässe sollen etwa genutzt werden, um an Veranstaltungen mit großem Publikum teilzunehmen.

+++ 12:25 Indiens Hauptstadt plant Lockdown-Lockerungen +++
In Indien stellt die Hauptstadt Neu-Delhi gewisse Lockerungen ihres strengen Lockdowns in Aussicht. Sollte die Zahl der neuen Corona-Fälle kommende Woche weiter zurückgehen, werde ab dem 31. Mai mit einer Aufhebung der am 20. April verhängten Einschränkungen begonnen, kündigen die Behörden an. Die Rate der Positiv-Tests ist in Neu-Delhi auf unter 2,5 Prozent gesunken von 36 Prozent im vergangenen Monat.

+++ 11:40 Dreyer fordert mehr Impfstoff-Lieferungen an die Länder +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer verlangt eine Steigerung der Impfstofflieferungen an die Länder. "Der Bund ist gefordert, dringend für mehr Impfstoff für die Impfzentren und die niedergelassenen Ärzte zu sorgen, insbesondere wenn nun zum 7. Juni auch alle Impf-Priorisierungen aufgehoben werden sollen", sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zusätzliche Vakzin-Mengen müssten auch deshalb zur Verfügung stehen, weil zusätzliche Ärztegruppen wie Betriebsärzte in die Impfkampagne einbezogen werden.

+++ 11:06 FDP fordert bundesweit Lolli-Tests an Schulen +++

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Beim Test lutscht man am Stäbchen wie an einem Lolli.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die FDP im Bundestag fordert einen bundesweiten Einsatz von sogenannten Lolli-Tests in Kitas und Grundschulen. Ein FDP-Antrag, der den Funke Zeitungen vorliegt, fordert genügend solcher Tests, um Kinder in Kitas, Grund- und Förderschulen mindestens zweimal pro Woche testen zu können. Die Tests werden Lolli-Tests genannt, weil die Schüler auf dem Teststäbchen wie auf einem Lolli 30 Sekunden lang herumlutschen müssen. Nordrhein-Westfalen führte sie vor zwei Wochen flächendeckend an allen Grund- und Förderschulen ein. Die Testung geschieht zunächst gruppenweise. Erst wenn eine Gruppe positiv getestet wurde, werden Einzeltests der Gruppenmitglieder vorgenommen. Die Proben werden in PCR-Testverfahren von Laboren untersucht.

+++ 10:42 Innengastronomie auf Mallorca wieder geöffnet +++
Auf Mallorca ist ein weiteres Stück Normalität zurückgekehrt: Seit Sonntag dürfen die Gastronomen der spanischen Urlaubsinsel und der anderen Balearen aufgrund der entspannten Corona-Lage erstmals seit März auch im Innenbereich wieder Gäste bewirten - bis zum 5. Juni allerdings nur bis 18 Uhr. Die Außenbereiche dürfen auf den Balearen bis 23 Uhr offen bleiben. Es gelten allerdings weiterhin strenge Auflagen, so dürfen etwa an jedem Tisch höchstens vier Personen sitzen. Außerdem gilt auf allen Inseln der Region eine nächtliche Ausgehsperre zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens sowie eine strenge Maskenpflicht, die auch im Freien herrscht. Am Strand und beim Baden darf man die Maske aber ablegen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:20 Lauterbach mahnt Saarland zu "konsequenter Disziplin" +++
Vier der 16 Bundesländer haben am Samstag einen Anstieg bei der Sieben-Tages-Inzidenz verzeichnet. Den größten Sprung an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche meldete das Saarland. Der Inzidenzwert stieg dort um 9,2 auf 83,2. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mahnt daher zur Vorsicht. "Die Lockerungen dort sind waghalsig und nicht ausreichend abgesichert durch den Impffortschritt", schreibt er auf Twitter. "Wir brauchen noch 2-3 Wochen konsequente Disziplin." An diesem Sonntag ging die Inzidenz im Saarland wieder zurück, jedoch nur ganz leicht auf 81,1.

+++ 09:48 Curevac rechnet mit Impfstoff-Zulassung im Juni +++
Die Tübinger Biotechfirma Curevac rechnet einem Pressebericht zufolge mit einer Freigabe ihres Corona-Impfstoffs durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA spätestens im Juni. "Wir hoffen auf eine Zulassung im Laufe des zweiten Quartals", zitiert die "Augsburger Allgemeine" eine Firmensprecherin. "Wir arbeiten daran, die Produktionskapazität mit einem größer werdenden Netz von Partnern weiter auszubauen." Demnach könnte Curevac bei der Produktionsausweitung zugutekommen, dass die Impfdosis deutlich geringer ist als beispielsweise bei den Konkurrenten Biontech und Moderna, die ebenfalls auf die sogenannte mRNA-Technologie setzen.

+++ 09:19 Studie: Hoher Impfschutz gegen indische Mutante +++
Die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Astrazeneca bieten laut einer Studie der britischen Regierungsbehörde Public Health England einen recht hohen Schutz gegen eine Erkrankung mit der zunächst in Indien aufgetretene Virus-Variante B.1.617.2. Demnach schützen die beiden Präparate nach zweifacher Impfung beinahe so effektiv gegen eine durch diese Variante ausgelöste Corona-Erkrankung wie gegen eine durch die britische Variante B.1.1.7 hervorgerufene. Der Impfstoff von Pfizer/Biontech schützt laut Studie zwei Wochen nach der zweiten Dosis mit 88-prozentiger Effektivität gegen eine Erkrankung durch B.1.617.2., verglichen mit 93 Prozent bei der britischen Variante. Bei Astrazeneca liegt der Effekt gegen eine Erkrankung durch B.1.617.2 bei 60 Prozent, verglichen mit 66 Prozent bei B.1.1.7. Beide Impfstoffe wiesen den Angaben zufolge drei Wochen nach der Erstimpfung eine 33-prozentige Effektivität bei B.1.617.2 auf, während sie bei der britischen Variante zu dem Zeitpunkt jeweils bei rund 50 Prozent lag. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:53 Lebensretter warnen: Mehr Nichtschwimmer wegen Pandemie +++
Die Pandemie hat nach Einschätzung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Brandenburg für mehr Nichtschwimmer gesorgt. Schwimm- und Freibäder waren lange geschlossen, eine Ausbildung oder Schwimmunterricht habe nicht stattfinden können, sagt DLRG-Sprecher Daniel Keip. "Wir schieben eine Welle von Nichtschwimmern vor uns her. Jetzt, wo das Wetter besser wird, machen wir uns Sorgen, dass wir mehrere Jahrgänge nicht richtig ausgebildet haben." Im Jahr 2019 wurden Keip zufolge noch 1417 Erstschwimmer in Brandenburg angeleitet. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 422 - ein Rückgang um 70 Prozent.

+++ 08:22 Müller: 30 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern impfen +++
Die Vereinbarungen des Welt-Gesundheitsgipfel der G20-Staten gehen Entwicklungshilfeminister Gerd Müller nicht weit genug. "Es kann nicht sein, dass einige Länder sich fünf oder acht Impfdosen pro Kopf gesichert haben, während in Afrika derzeit nur zwei Prozent der Menschen eine Chance haben, geimpft zu werden", sagt der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". Ziel müsse es bleiben, mindestens 30 Prozent der Menschen auch in Entwicklungsländern bis Anfang nächsten Jahres gegen Corona zu impfen. Auf dem Gesundheitsgipfel in Rom hatte die EU versprochen, dem internationalen Impfprogramm Covax sowie Entwicklungs- und Schwellenländern bis Ende des Jahres mindestens 100 Millionen Corona-Impfdosen zu spenden. Die Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna sowie Johnson & Johnson sagten insgesamt rund 1,3 Milliarden Impfdosen zu.

+++ 07:47 Einreisen aus Großbritannien seit heute stark eingeschränkt +++
Seit Mitternacht gelten in Deutschland starke Einschränkungen bei Einreisen aus Großbritannien. Die Bundesregierung hatte die Einschränkungen verfügt, weil sich dort die zuerst in Indien entdeckte Variante ausbreitet. Mit der Einstufung Großbritanniens als Virusvariantengebiet dürfen Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen seit Mitternacht nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die auch nicht durch negative Tests verkürzt werden kann.

+++ 06:58 Singles leiden seelisch mehr unter Pandemie als Paare +++
Singles leiden in der Pandemie nach einer neuen Umfrage stärker unter seelischen Belastungen als fest gebundene Menschen. Demnach klagen 62 Prozent der Singles über psychische Belastungen, bei den 18- bis 29-jährigen Singles waren es sogar 74 Prozent, wie das Umfrageinstitut Yougov ermittelt hat. Die Meinungsforscher befragten im Auftrag der Swiss Life Ende April über 3100 Erwachsene, davon gut 1200 Alleinstehende und knapp 2000 in Ehe oder fester Beziehung. Der Anteil der fest verbandelten Menschen, die über psychische Belastung klagten, war mit 58 Prozent etwas niedriger als bei den Alleinstehenden. Vor allem aber sagten 52 Prozent der Singles, dass die Leiden seit Beginn der Pandemie häufiger auftreten, dagegen nur 45 Prozent der Menschen in einer Partnerschaft.

+++ 06:22 BA: Chancen trotz Pandemie gut für einen Start ins Berufsleben +++
Die Zahl der Bewerber als auch das Angebot an Lehrstellen ist bis April 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Das geht aus neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegen. BA-Chef Detlef Scheele begründet diese Entwicklung gegenüber der Mediengruppe vor allem mit Schwierigkeiten in der anhaltenden Corona-Krise: "Dass es aktuell weniger Ausbildungsbewerber gibt, liegt nicht an geringeren Zahlen bei den Schulabgängern oder mangelndem Interesse der jungen Leute, sondern vor allem an der Pandemie." Scheele ermuntert Bewerber, sich trotz der Corona-Krise nicht entmutigen zu lassen. Es gebe zurzeit fast überall mehr Ausbildungsstellen als Interessenten, die Chancen seien gut, einen Start ins Berufsleben zu finden.

+++ 05:24 RKI meldet 6714 Neuinfektionen - Mehr Todesfälle als in Vorwoche +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6714 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 8500 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 64,5 an (Vortag: 66,8; Vorwoche: 83,1). Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 82 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 71 Tote gewesen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 04:55 CDC empfiehlt Untersuchung sehr seltener Herzmuskelentzündungen +++
Das Komitee für Impfpraktiken der US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt die weitere Untersuchung von sehr seltenen Herzmuskelentzündungen, die in einigen wenigen Fällen nach einer Impfung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit mRNA-Vakzinen beobachtet worden seien. Die Fälle träten innerhalb von vier Tagen nach Erhalt der Dosis auf, verschwänden jedoch oft ohne Komplikationen und könnten durch eine Vielzahl von Viren verursacht werden, teilt die CDC-Gruppe in einer Stellungnahme vom 17. Mai mit. Man habe bei Untersuchungen nicht mehr Fälle gefunden als in der Gesamtbevölkerung üblich, wolle die Gesundheitsdienste jedoch auf "mögliche unerwünschte Ereignisse" aufmerksam machen.

+++ 04:09 Moderna will EU-Zulassung für Kinder und Jugendliche beantragen +++
Das US-Pharmaunternehmen Moderna will Anfang Juni die Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der EU für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren beantragen. Ideal wäre es, diese Altersgruppe vor Ende August zu impfen, sagt Moderna-Chef Stéphane Bancel der französischen Zeitung "Journal du dimanche". Andernfalls könne eine vierte Corona-Welle drohen. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft derzeit bereits die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Zwölf- bis 15-Jährige. In den USA ist der Impfstoff schon für diese Altersgruppe zugelassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 03:23 Pandemie kostet fast 300 Milliarden Euro +++
Die Corona-Krise hat die deutsche Volkswirtschaft fast 300 Milliarden Euro an Wohlstand gekostet. Das ergeben Berechnungen des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für die "Welt". "Es wird Jahre dauern, bis die Verluste und die strukturellen Verwerfungen ausgeglichen sind", sagt IW-Chef Michael Hüther der Zeitung. Die Ökonomen hätten für ihre Berechnungen das tatsächliche und prognostizierte Wachstum mit dem sogenannten Potenzialwachstum verglichen. Ohne Corona wäre die Wirtschaft deutlich gewachsen. Knapp ein Drittel des Wertschöpfungsverlustes sei auf den erneuten Lockdown infolge der zweiten Welle zurückzuführen, der erst jetzt wegen der Impffortschritte und der sinkenden Inzidenzen gelockert werde. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 02:37 Zeitplan zur Zukunft der Impfzentren gefordert +++
Der Deutsche Städtetag fordert einen klaren Fahrplan für die Zukunft der Impfzentren. "Die Impfzentren werden weiter gebraucht, damit möglichst viele Menschen rasch geimpft werden können", sagt Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Aber wir vermissen eine klare Strategie für die nächsten Monate." So sei derzeit offen, wann Arztpraxen und Betriebsärzte die Impfungen vollständig leisten können. Die Kassenärzte klagten bereits, dass sie überlastet seien, zudem komme bald die Ferienzeit. Unbefriedigend sei zudem, dass ein Teil der Impfzentren derzeit nur noch Zweitimpfungen machen könne, weil Impfstoff fehle. Sollten die Impfzentren schrittweise heruntergefahren werden, müsse beachtet werden, dass einmal geschlossene Impfzentren nicht "auf Knopfdruck einfach wieder hochfahren" könnten.

+++ 01:50 Gauck fordert Toleranz für Querdenker und Impfgegner +++
Altbundespräsident Joachim Gauck fordert eine größere Toleranz für sogenannte Querdenker und Impfgegner. "Ja, das Ausmaß an Spinnerten, die Querfront von Linksaußen bis Rechtsaußen und das Esoterische, das alles schreckt ab", sagt er dem "Tagesspiegel" im Hinblick auf Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. "Aber nicht alle, die dort mitlaufen, sind eine Gefahr für die Demokratie. Wir können doch nicht alle ausgrenzen, die mit der Corona-Politik unzufrieden sind." Wer Hass und Hetze verbreite, dem müsse mit rechtsstaatlichen Mitteln entgegengetreten werden. "Aber ich möchte auch nicht, dass wir mit dem illiberalen Mittel des Verbotes einschreiten, solange jemand nicht wirklich die Demokratie gefährdet", so Gauck.

+++ 01:07 AOK-Bundesverband fordert bessere Datenerhebung bei Pandemie-Bekämpfung +++
Der AOK-Bundesverband fordert die Bundesregierung dringend auf, beim Impfen Lücken bei der Datenerhebung zu schließen, um zum Beispiel längerfristige Wirkungen und Nebenwirkungen der Corona-Schutzimpfungen zu erkennen. "Wir bewegen uns beinahe im Blindflug durch die Pandemie", kritisiert AOK-Verbandschef Martin Litsch gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir wissen aktuell nicht, welche unserer Versicherten mit welchem Impfstoff versorgt wurden und wer positiv getestet wurde", beklagt er. Dadurch würden viele Möglichkeiten verschenkt, wertvolle Erkenntnisse aus den vorhandenen Daten zu gewinnen. Litsch fordert konkret, dass in den Impfzentren, Arztpraxen und Testzentren die Krankenversicherungsnummern der Geimpften und Getesteten erfasst und an die Kassen übermittelt werden.

+++ 00:21 Spahn: Weitreichende Sommer-Lockerungen bei Inzidenz unter 20 +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gibt als Zielmarke eine Inzidenz von unter 20 aus, damit es im Sommer weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln geben kann. Für einen unbeschwerten Sommer müsse die Inzidenz weiter gesenkt werden, sagt der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Im vergangenen Sommer lag sie unter 20. Das sollten wir wieder anstreben. Vorsicht und Umsicht gelten weiterhin." Am Samstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen - laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 66,8 (Vortag: 67,3; Vorwoche: 87,3).

+++ 23:32 Geldstrafe für Brasiliens Präsident wegen Verstoßes gegen Corona-Auflagen +++
Nach einem Bad in der Menge ohne Maske wird dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro eine Geldstrafe wegen Verstoßes gegen die Corona-Auflagen aufgebrummt. "Das Gesetz gilt für alle gleich", erklärt der linksgerichtete Gouverneur des Bundesstaates Maranhão, Flavio Dino, auf Twitter. Versammlungen von mehr als hundert Menschen seien in dem Bundesstaat verboten und Masken seien Pflicht. Dem Präsidenten droht nun eine Geldstrafe zwischen umgerechnet 300 und 230.000 Euro.

+++ 22:50 US-Impfstoffe werden künftig in Südkorea produziert +++
Die US-Konzerne Moderna und Novavax wollen ihren Impfstoff künftig auch in Südkorea herstellen. Beide Unternehmen einigen sich mit der Regierung in Seoul auf ein entsprechendes Abkommen. Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in steht unter Druck, Impfstoff schneller im Land verfügbar zu haben. Am Freitag hatten Moon und US-Präsident Joe Biden eine umfassende Partnerschaft beider Länder für Covid-19-Impfstoffe abgeschlossen.

+++ 22:28 Indien verbietet Begriff "indische Variante" +++
Angesichts der weltweiten Angst vor der zuerst in Indien entdeckten Coronavirus-Mutante geht Neu Delhi gegen die Verbreitung des Begriffs "indische Variante" vor. Die indische Regierung fordert Online-Plattformen auf, alle Inhalte mit dem Begriff "indische Variante" zu löschen. Die Mutante B.1.617 hat sich in Indien rasant ausgebreitet und wütet auch in Nachbarländern. Inzwischen wurde sie auch in Deutschland und 43 anderen Ländern nachgewiesen. Die Anordnung für das Löschen kam vom indischen Informations- und Technologie-Ministerium am Freitag. Zur Begründung hieß es, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO die Variante B.1.617 nicht mit einem bestimmten Land in Verbindung bringe.

+++ 22:00 Deutschland-Karte zeigt den Impfeffekt +++
Noch immer gibt es in vielen Bundesländern Landkreise, in denen über 80-Jährige die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Altersgruppen aufweisen. Spitzenreiter ist der niedersächsische Kreis Emden mit einer Inzidenz von 435 für die besonders gefährdeten Hochbetagten. Ein Blick auf die Deutschlandkarte zeigt allerdings, dass in den meisten Städten und Kreisen bereits Kinder bis 14 und die Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen die Hauptlast der Infektionen im Sieben-Tages-Schnitt trägt.

+++ 21:25 Auch Thüringen nähert sich der 100er Marke +++
Als einziges Bundesland liegt nur noch Thüringen über der 100er-Notbremsen-Marke. Aber auch der Freistaat nähert sich mit einer Inzidenz von 105 bereits der wichtigen Kennzahl an. Insgesamt melden heute vier von 16 Bundesländern steigende Werte bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Mit dem größten Sprung (+ 9,2 Prozent) wartet das Saarland auf. Dort gibt es auch die meisten neuen Fällen je 100.000 Einwohner.

+++ 20:57 Drei Bundesländer mit zweistelligem Wachstum bei neuen Fällen +++
Die Zahl der aktiven Infektionen geht weiter deutlich zurück: Bundesweit ist sie inzwischen unter die Marke von 200 aktiven Fällen je 100.000 Einwohner gefallen. Unter den Bundesländern weist heute das Saarland die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner auf und liegt damit vor Baden-Württemberg und Thüringen. Das sind zugleich auch die drei Bundesländer, die zweistellige Wachstumsraten melden.

+++ 20:27 Deutschland meldet rund 7000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.644.533 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 6910 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 813 Fällen im Vergleich zur Vorwoche, was einem Minus von 10,5 Prozent entspricht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 135 auf 87.323. Das sind sechs weniger als am vergangenen Samstag. Als aktuell infiziert gelten rund 165.600 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,97 angegeben (Vortag: 0,86). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87 (Vortag: 0,85). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland schwächt sich weiter deutlich ab. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 3359 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 118 Patienten. 2117 Menschen müssen invasiv beatmet werden, also 79 weniger als am Tag zuvor. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4123 Betten in den deutschen Kliniken frei.

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Quelle: ntv.de, mau/mba/chf/dpa/AFP/rts

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