Panorama

EU soll Impfstoff prüfen Moderna beantragt Zulassung für Jugendliche

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Das Vakzin von Moderna ist in Europa bislang nur für Erwachsene zugelassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die europäische Arzneimittelbehörde prüft derzeit den Impfstoff von Biontech/Pfizer für einen Einsatz bei 12- bis 16-Jährigen. Eine Zulassung steht noch aus. Derweil kündigt auch Moderna an, eine Zulassung für diese Altersgruppe in Europa zu beantragen.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie strebt der US-Pharmahersteller Moderna eine europäische Impfstoffzulassung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren an. Ein Antrag bei der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) in Amsterdam sei Anfang kommenden Monats geplant. Das sagte der aus Frankreich stammende Moderna-Vorstandschef Stéphane Bancel der Zeitung "Le Journal du Dimanche".

Die EMA hatte bereits mitgeteilt, sie wolle noch im laufenden Monat über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren entscheiden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Präparat des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen. Das Präparat von Moderna ist einer von vier Corona-Impfstoffen mit einer Zulassung in der Europäischen Union.

"Bis zum Sommer werden alle Erwachsenen, die sich impfen lassen wollen, eine erste Dosis erhalten haben", sagte Bancel dem Blatt auf die Frage, ob in Frankreich eine vierte Epidemie-Welle drohe. "Danach muss man sich sehr rasch an die 12 bis 17 Jahre alten Jugendlichen wenden", sagte er. Die Ideallösung sei, diese Altersgruppe "vor Ende August zu schützen". Falls nicht massiv geimpft werde, könne das Risiko einer vierten Welle nicht ausgeschlossen werden. Frankreich ist stark von der Pandemie betroffen, es starben bereits weit über 100.000 Menschen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte erklärt, Schülern schnellstmöglich eine Impfung zu ermöglichen und dafür Impfdosen der Hersteller Biontech und Pfizer bereits zu reservieren. "Ein Weg zu regulärem Unterricht nach den Sommerferien ist das Impfen der Jugendlichen", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Das erklärte Ziel ist, dass die Länder den minderjährigen Schülerinnen und Schülern bis Ende August ein Impfangebot machen. Weil für sie wegen der Zulassung nur ein bestimmter Impfstoff infrage kommt, müssen dafür genügend Biontech-Dosen reserviert werden."

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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