Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:10 Kalifornien verhängt Ausgangsbeschränkung +++ 

Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Ab 22 Uhr bis 5 Uhr sollen die Bewohner Zuhause bleiben. Dies gab der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom bekannt. Die Anordnung soll am Samstag in Kraft treten und vorerst einen Monat gelten. Betroffen sind die meisten Bezirke des Westküstenstaates mit stark ansteigenden Corona-Zahlen. In Kalifornien leben knapp 40 Millionen Menschen.

+++ 23:22 EU-Staaten wollen gemeinsame Standards für Antigen-Schnelltests +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die EU-Staaten gemeinsame Standards für die Antigen-Schnelltests. Man brauche die gegenseitige Anerkennung der Tests und ihrer Ergebnisse, sagte EU-Ratschef Charles Michel nach Video-Beratungen mit den EU-Staats- und Regierungschefs. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte, die Schnelltests müssten mindestens bei vier von fünf Infizierten anschlagen. Es gebe viele verschiedene Tests unterschiedlicher Qualität auf dem Markt, deshalb brauche es einen gemeinsamen EU-Rahmen für die Anerkennung der Tests, die zusätzlich zu den aufwendigeren PCR-Tests genutzt werden sollten. Die EU-Kommission will eine Bewertung der Tests vornehmen.

+++ 22:49 Bars und Restaurants in Barcelona dürfen wieder öffnen +++
In Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona dürfen alle Bars und Restaurants sowie alle Kinos und Theater wegen einer Besserung der Corona-Lage ab Montag nach mehr als fünf Wochen wieder öffnen. Für alle Gastronomiebetriebe werde es in der gesamten Region im Nordosten Spaniens aber ab 21.30 Uhr eine Sperrstunde geben, teilte die Regionalregierung mit. Neben weiteren Einschränkungen soll im Innenbereich die Auslastung auf maximal 30 Prozent beschränkt werden. Restaurants und Bars sind in Katalonien seit dem 16. Oktober per Dekret dicht.

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+++ 22:01 Merkel: Impfstoff kommt wohl schon im Dezember +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet schon im Dezember oder "sehr schnell nach der Jahreswende" mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa. "Und dann wird das Impfen natürlich beginnen", sagte die CDU-Politikerin am Abend nach dem EU-Videogipfel. "Man muss ja sagen, dass die Nachrichten der letzten Tage bezüglich der Entwicklung eines Impfstoffes sehr zuversichtlich stimmen."

+++ 21:30 Laschet will Landtag vor Corona-Schalte mit Merkel informieren +++
Ministerpräsident Armin Laschet will den Landtag wenige Stunden vor dem nächsten Corona-Gipfel der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel über die Linie Nordrhein-Westfalens informieren. Eine entsprechende Bitte hat die Staatskanzlei nach dpa-Informationen an den Landtagspräsidenten geschickt. Grüne und SPD hatten Laschet zuvor schriftlich um eine Unterrichtung vor der Schaltkonferenz mit Merkel gebeten und notfalls die Einberufung einer Sondersitzung des Landtags angekündigt. Dazu wird es nun nicht kommen. Das Plenum tagt am Mittwoch ohnehin, Laschet will am Morgen einen zehnminütigen "Ausblick" auf die Schalte am Mittag geben. Die Unterrichtung soll direkt zu Beginn der Sitzung um 10 Uhr stattfinden.

+++ 20:57 Neuer Rekordwert - Deutschland meldet 23.151 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Infektionen in Deutschland ist auf 867.515 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 23.151 neue Fälle hinzu. So viele Fälle haben die Länder bislang noch an keinem einzigen Tag seit Beginn der Pandemie in Deutschland gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 268 auf 13.506. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts gelten derzeit rund 293.429 Personen als aktuell infiziert und rund 560.580 Menschen als inzwischen genesen.

Die meisten Infektionen meldet Nordrhein-Westfalen mit 5428 Fällen, gefolgt von Bayern (4539), Baden-Württemberg (3128) und Hessen (2130). Die wenigsten neuen Fälle verzeichnen der kleine Stadtstaat Bremen mit 124 Fällen sowie Mecklenburg-Vorpommern (144), Schleswig-Holstein (264) und Sachsen-Anhalt (322).

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,88 angegeben (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 88 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert ist gestiegen und liegt aktuell bei 0,99 (Vortag: 0,95).

+++ 20:29 Frankreich verzeichnet weniger Neuinfektionen +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich geht zurück. Das Gesundheitsministerium meldet 21.150 weitere Fälle binnen eines Tages nach 28.383 am Mittwoch. Im Krankenhaus liegen den Angaben zufolge derzeit 32.345 infizierte Patienten, knapp 500 weniger als einen Tag zuvor. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen ist innerhalb von 24 Stunden um 122 auf 4653 gesunken. Insgesamt wurden in Frankreich bislang fast 2,1 Millionen Fälle bestätigt. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Infektion ist um 429 auf 47.127 gestiegen.

+++ 19:53 Biontech-Gründer: Bis Herbst 2021 könnten bis zu 70 Prozent der Deutschen geimpft werden +++
Der Mitgründer des Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, hält es für möglich, dass der Impfstoff noch in diesem Jahr in den USA oder in Europa "oder in beiden Regionen" zugelassen wird. Der von Biontech und dem US-Pharmariesen Pfizer entwickelte Impfstoff ist einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen die Pandemie. Nach Angaben von Sahin könnten im Falle einer Zulassung bis zu 70 Prozent der Bevölkerung vor Herbst kommenden Jahres geimpft werden. "Ich denke, wenn wir wirklich einen guten Job machen, und mit 'Wir' meine ich alle Beteiligten - Regierungen, verschiedene Pharmaunternehmen und auch die Impfstoff-Logistiker - dann könnten wir es schaffen, dass 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung vor Herbst 2021 geimpft werden", sagte er. "Und wenn wir das schaffen, dann können wir einen normalen Winter haben, ohne wieder in den Shutdown zu gehen."

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+++ 19:23 Tschechien verlängert Notstand bis 12. Dezember +++
Das tschechische Parlament hat einer Verlängerung des Notstands aufgrund der Pandemie nur bis zum 12. Dezember zugestimmt. 54 der 103 anwesenden Abgeordneten waren dafür. Die Minderheitsregierung aus populistischer ANO und Sozialdemokraten hatte sich für eine Dauer bis kurz vor Weihnachten ausgesprochen. Sie konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Der Notstand gilt bereits seit dem 5. Oktober. Er ermöglicht es der Regierung, die Bürgerrechte einzuschränken und Krisenmaßnahmen ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen. Nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC verzeichnete Tschechien binnen 14 Tagen 24,5 Corona-Todesfälle je 100.000 Einwohner. Das war der höchste Wert unter allen EU-Mitgliedstaaten. Die Kurve der Neuansteckungen flachte sich indes zuletzt ab.

+++ 19:04 Irland plant Notschlachtung aller Nerze aus Furcht vor Mutation +++
Nach der Notschlachtung von Millionen Nerzen in Dänemark wegen einer mutierten Version des Coronavirus will nun auch Irland sämtliche Nerze keulen lassen. Es werde befürchtet, dass die Tiere die gleiche Mutation in sich tragen, sagte ein Regierungssprecher. Bisher wurde nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums zwar noch kein Nerz positiv getestet. Allerdings stelle die Nerzzucht "ein fortwährendes Risiko" dar, da durch sie weitere Mutationen entstehen könnten, erklärte ein Sprecher. In Irland gibt es drei Nerzfarmen mit etwa 120.000 Tieren.

+++ 18:43 US-Behörde rät von Reisen an Thanksgiving ab +++
Die US-Seuchenkontrollbehörde CDC rät von Reisen während des verlängerten Thanksgiving-Wochenendes ab. Sie betont, dass es sich zwar um keine verpflichtende Anordnung handle, wohl aber um eine "starke Empfehlung". Grund sei die Besorgnis, dass sich das Coronavirus an Reiseknotenpunkten wie Busbahnhöfen und Flughäfen ausbreiten könnte. Thanksgiving ist für viele Amerikaner der wichtigste Feiertag und Anlass für Familienbesuche- und Feiern. Dieses Jahr fällt der Tag auf den 26. November.

+++ 18:27 Maskenverweigerer versprüht Reizstoff in Schnellrestaurant - vier Verletzte +++
Bei einer Reizstoff-Attacke in einem Schnellrestaurant in Berlin-Friedrichsfelde sind zwei Gäste und zwei Angestellte leicht verletzt worden. Ein Mann in Sturmhaube soll das Reizmittel am späten Mittwochabend dort versprüht haben, wie die Polizei mitteilt. Demnach betrat der Mann die Lokalität ohne Mund-Nasen-Schutz und gab an, ein Attest zu besitzen, das ihn von der Maskenpflicht befreit. Dieses konnte er jedoch nicht vorweisen, weshalb der Filialleiter ihn des Hauses verwies. Wütend soll der Mann das Schnellrestaurant verlassen haben, aber kehrte etwa eine Viertelstunde später mit Sturmhaube über Mund und Nase zurück. Er sprühte das Reizmittel in den Gastraum und floh danach aus dem Restaurant.

+++ 18:12 Bundestagsabgeordnete ignorieren Quarantäne-Vorschriften +++
Mehrere Abgeordnete des Bundestags missachten offenbar die seit Monaten geltenden Corona-Regeln. In einem Rundschreiben beklagte Vizepräsidentin Claudia Roth von den Grünen, dass sich einige Parlamentarier "trotz positiv getesteter Kontaktpersonen in ihrem unmittelbaren Umfeld nicht in häusliche Quarantäne begeben haben". Dies gefährde "Leben und Gesundheit" der Mitarbeiter in den betroffenen Abgeordnetenbüros, heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Enge Kontaktpersonen von positiv Getesteten sind grundsätzlich dazu verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben - mindestens bis zu einem negativen Corona-Test.

+++ 17:34 Italien registriert mehr als 36.000 neue Fälle +++
Das italienische Gesundheitsministerium meldet 36.176 Neuinfektionen und 653 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Am Vortag waren es knapp 1900 Neuansteckungen weniger, aber 100 Todesfälle mehr. Insgesamt verzeichnet das früh von Corona getroffene Land seit dem ersten Ausbruch im Februar rund 1,3 Millionen Infektionen und 47.870 Todesfälle.

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+++ 17:07 Pflegeheim-Leitung wird nach tödlichem Corona-Ausbruch abgesetzt +++
Nach einem Corona-Ausbruch mit mindestens 15 Toten in einem Berliner Pflegeheim muss die Heimleitung nach Angaben von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci gehen. Die Heimaufsicht habe den weiteren Einsatz der Leitung im Bezirk Lichtenberg untersagt, sagte die SPD-Politikerin in einer Fragestunde im Abgeordnetenhaus. Bis Freitagnachmittag würden vom Träger neue Personalvorschläge für die Position erwartet. "Die Feststellung des Gesundheitsamtes und der Heimaufsicht zeigen, dass Hygienevorgaben nicht beachtet worden sind", sagte die Senatorin zur Begründung. Die Sprecherin des Betreibers Kursana wiederholte, dass Auflagen der zuständigen Behörden jederzeit umgesetzt würden. "Wir haben sehr hohe Sicherheitsstandards und gute Hygienekonzepte", teilte sie erneut mit. Doch auch die könnten in Zeiten einer solch weitreichenden Pandemie nicht verhindern, dass die Infektionsketten auch Seniorenbetreuungs-Einrichtungen erreichten.

+++ 16:54 Britische Behörde: Meisten Infektionen passieren im Supermarkt +++
Die meisten Menschen infizieren sich im Supermarkt mit dem Virus. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE). Dafür wurden die Infektionsketten von knapp 130.000 Fällen im Zeitraum vom 9. bis 15. November analysiert. Gut ein Viertel (26,7 Prozent) der Infizierten hatte sich demnach etwa am selben Ort aufgehalten wie mindestens eine weitere Person auf der Liste. PHE hat daraus ein Ranking von Orten erstellt, an denen es häufig zu solchen Kontakten gekommen sein könnte: Knapp jede fünfte Infektion (18,3 Prozent) ist demnach wahrscheinlich bei der Arbeit oder beim Einkauf im Supermarkt passiert, gefolgt von Weiterführenden Schulen (12,7 Prozent), Grundschulen (10,1 Prozent) oder beim Besuch im Krankenhaus (3,6 Prozent).

+++ 16:33 Brexit-Verhandlungen wegen positiven Corona-Falls unterbrochen +++
Die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union über die bilateralen Beziehungen nach dem Brexit sind wegen eines positiven Corona-Falls ausgesetzt. EU-Verhandlungschef Michel Barnier teilte mit, ein Mitglied seiner Delegation sei positiv auf das Virus getestet worden. Daher würden die Gespräche mit der britischen Delegation unter David Frost "für eine kurze Zeit" unterbrochen. Sein Team werde unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften die Arbeit fortsetzen, sagte Barnier. Ein Sprecher der britischen Regierung sagte, man sei mit der EU-Kommission im Gespräch über die Konsequenzen für die Verhandlungen.

+++ 16:01 Estland meldet neuen Höchststand bei Neuinfektionen +++
In Estland hat die Zahl der Neuinfektionen am Donnerstag mit 414 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Mehr als die Hälfte davon wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde in der Hauptstadt Tallinn und der umliegenden Region registriert. Der bisherige Rekordwert lag bei 374 Fällen. Behördensprecherin Eike Kingsepp sagte einem Rundfunkbericht zufolge in Tallinn, die steigenden Zahlen seien teils durch mehr Tests bedingt. Das Infektionsniveau habe aber im gesamten Land zugenommen.

+++ 15:29 Kanzlerin: Bürger sollten Kontakte weiter reduzieren +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert die Bürger zu einer weiteren Kontaktreduzierung auf, um die Neuinfektionen zu reduzieren. Man solle auf alle nicht notwendigen Kontakte derzeit verzichten, sagte die CDU-Politikerin in einem Bürgerdialog. Sie hoffe, dass der Einsatz von Schnelltests mehr Sicherheit in Pflegeheimen bringe.

+++ 15:15 Zahl der Intensivpatienten in Deutschland steigt weiter leicht an +++
Die Zahl der Intensivpatienten in deutschen Krankenhäusern steigt weiter leicht. Nach Angaben des sogenannten Divi-Register werden derzeit 3592 Intensivpatienten wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Vor zwei Tagen hatte die Zahl noch bei 3518 gelegen. Die Zahl der freien Intensivbetten sank von 6518 am Dienstag auf 6285 am Donnerstag. Die Werte verändern sich zeitversetzt zur Zahl der Neuinfektionen, weil schwere Krankheitsverläufe meist erst zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auftreten.

+++ 14:56 Warnung vor Blutspende-Lücke in der Pandemie +++
Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann von der CDU hat gemeinsam mit Ärzten dazu aufgerufen, sich trotz Pandemie nicht vom Blutspenden abschrecken zu lassen. Covid-19 werde nicht durch Blut übertragen, sagte der Ärztliche Geschäftsführer des Blutspendedienstes West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Thomas Zeiler, in Düsseldorf. Die Blutspende sei für den Spender so sicher wie die Transfusion für den Empfänger. Deshalb sei es auch nicht sinnvoll, bei der Blutspende auf Covid-19 zu testen. Täglich benötige der DRK-Blutspendedienst allein in NRW etwa 3000 Blutspenden, sagte Zeiler. Infolge der Krise fielen allerdings über 15 Prozent der üblicherweise mehr als 9000 Blutspendetermine des DRK in NRW weg, stellte Zeiler fest. Etliche Räume in Schulen und Firmen stünden aus Infektionsschutzgründen nicht mehr zur Verfügung. "Viele Firmen machen hermetisch dicht und sagen: Da kommt keiner rein", berichtete der Arzt. Die Räume würden aber dringend gebraucht: "Die Blutspende braucht ein Dach."

+++ 14:28 Trickbetrug - falscher Arzt fordert 24.000 Euro für Spritzen gegen Corona +++
Ein Betrüger hat sich am Telefon einem 84-Jährigen in Hamburg gegenüber als Arzt ausgegeben und für dessen angeblich corona-infizierten Sohn 24.000 Euro für dringend nötige Spritzen gefordert. Weil der Mann so viel Geld nicht im Haus hatte, habe er dem angeblichen Mediziner des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) 12.000 Euro von der Bank in Aussicht gestellt, teilte die Hamburger Polizei mit. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin habe allerdings die Polizei alarmiert. Die Beamten nahmen nach einer fingierten Geldübergabe in Hamburg-Harburg einen 40-Jährigen fest. Nach den Komplizen werde weiter ermittelt.

+++ 14:01 Kopenhagen: Nerz-Corona ist "ausgemerzt" +++
Nach der Notschlachtung von Millionen Nerzen in Dänemark gibt die Regierung Entwarnung: Die mutierte Version des Coronavirus sei offenbar "ausgemerzt", seit 15. September sei kein neuer Infektionsfall mehr aufgetreten, erklärte das Gesundheitsministerium. Die dänische Regierung hatte Anfang November die Keulung der bis zu 17 Millionen Nerze im Land angeordnet, nachdem auf einigen Zuchtfarmen im Norden Jütlands eine mutierte und auf den Menschen übertragbare Form von Sars-CoV-2 entdeckt worden war. Es bestand demnach die Gefahr, dass die Mutation "Cluster 5" künftige Impfungen unwirksam machen könnte.

+++ 13:22 WHO: Alle 17 Sekunden stirbt ein Corona-infizierter Europäer +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt eine wachsende Zahl an Corona-Todesfällen in Europa. In den vergangenen beiden Wochen habe die Zahl der Sterbefälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen um 18 Prozent zugenommen, sagte der Direktor der WHO-Region Europa, Hans Kluge, auf einer Online-Pressekonferenz. Vergangene Woche seien mehr als 29.000 Todesfälle registriert worden, was bedeute, dass alle 17 Sekunden eine Person in der europäischen Region mit Covid-19 stirbt. Kluge hatte aber auch Positives zu berichten: Dank umsichtigen Verhaltens vieler Bürger habe sich die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen in der vergangenen Woche von mehr als zwei Millionen in der Vorwoche auf schätzungsweise 1,8 Millionen verringert.

+++ 13:01 Städte- und Gemeindebund lehnt generelles Feuerwerk-Verbot zu Silvester ab +++
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund spricht sich gegen ein generelles Verbot von Böllern und Feuerwerk in der Corona-Pandemie aus. "Die Leute haben doch Frust ohne Ende. Alles wird verboten, nirgends kann man hin", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. "Natürlich wird das kein Silvester geben mit riesen Partys und riesen Feuerwerken." Für die einzelnen Haushalte sehe er aber keinen Anlass für ein großes Verbot. Einige Städte hatten schon vor Monaten Verbotszonen etwa in Innenstädten angekündigt. Wegen der Corona-Pandemie fordern einige Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter nun ein generelles Böllerverbot an Silvester.

+++ 12:45 Drastischer Corona-Lockdown in Dänemark nach Nerz-Krise aufgehoben +++
Die dänische Regierung hebt die meisten der Corona-Beschränkungen für die von der Nerzzucht geprägte Region Nordjütland vorzeitig auf. Neue Daten zeigen dem Gesundheitsministerium zufolge eine fallende Tendenz bei den Infektionen durch bei Nerzen auftretende Coronavirus-Varianten. Ab Freitag wird auch der öffentliche Nahverkehr wieder aufgenommen, Restaurants und Lokale sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen dürfen dann ebenfalls wieder öffnen. Seit Montag durften die rund 280.000 Einwohner der sieben betroffenen Kommunen bereits wieder über die kommunalen Grenzen fahren. Die Regierung in Kopenhagen hatte die Maßnahmen aus Sorgen vor Coronavirus-Varianten eingeführt, die innerhalb der Nerzbestände im Land aufgetreten waren. Mittlerweile sind alle Pelztiere auf den infizierten Nerzfarmen getötet worden.

+++ 11:59 RKI: Ein Drittel der stationär behandelten Patienten in erster Welle ohne Vorerkrankung +++

+++ 11:36 Britin im Corona-Koma bringt Zwillinge zur Welt +++
Kleines Wunder in der Corona-Krise: Eine an Covid-19 erkrankte Britin hat während eines vierwöchigen Komas Zwillinge zur Welt gebracht. Als sie 16 Tage nach dem Kaiserschnitt wieder zu Bewusstsein kam, erzählten Ärzte ihr von dem Nachwuchs. "Ich konnte es nicht glauben", sagte die Mutter, Perpetual Uke, die als Rheuma-Expertin in einem Krankenhaus in Birmingham arbeitet. Sie habe ihren Schwangerschaftsbauch nicht mehr gesehen und daher zunächst geglaubt, dass ihre Kinder gestorben seien, berichtete die Frau dem Nachrichtensender Sky News. Die Kinder kamen bereits am 10. April in der 26. Schwangerschaftswoche zur Welt, der ungewöhnliche Fall wurde aber erst jetzt in Großbritannien bekannt. Das Mädchen wog bei der Geburt nur 770 Gramm, der Junge mit 850 Gramm ein wenig mehr. Nach 116 Tagen konnten die Zwillinge aus dem Krankenhaus entlassen werden.

+++ 10:55 Impfstoff von Astrazeneca in Studie gut verträglich für Ältere +++
Die Universität Oxford erwartet noch im Dezember die Ergebnisse aus der entscheidenden Studie ihres zusammen mit Astrazeneca entwickelten Corona-Impfstoffs. "Es wird definitiv vor Weihnachten sein", sagte der Leiter der Impfstoffgruppe der Universität, Andrew Pollard, dem Sender BBC. Über die bisherigen Erkenntnisse sei man hocherfreut. Der Impfstoff werde von Menschen über 55 Jahren sehr gut vertragen. Nach Daten, die in der medizinischen Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlicht wurden, erzielte der Impfstoff vielversprechende Ergebnisse unter älteren Erwachsenen über 70 Jahren. Diese sind bei einer Infektion besonders gefährdet. Das Vakzin erzeugte demnach eine starke Immunantwort.

+++ 10:22 RKI-Expertin: "Wir sehen, dass die strengeren Maßnahmen greifen +++
Die RKI-Expertin Ute Rexroth sagte über die aktuellen Ansteckungszahlen, diese seien ein Hinweis, "dass wir langsam sehen, dass die strengeren Maßnahmen greifen". Sie deuteten darauf hin, "dass wir auf dem richtigen Weg sind". RKI-Präsident Lothar Wieler sagte: "In diesem Monat ist unser Damm besonders hoch und er beginnt zu wirken."

+++ 10:04 RKI-Chef Wieler: Ansteckungszahlen weiterhin "viel zu hoch" +++
RKI-Präsident Lothar Wieler sagte zu Beginn der heutigen Pressekonferenz: "Das Infektionsgeschehen scheint sich zu stabilisieren." Die Infektionszahlen würden momentan nicht weiter steigen. "Das ist eine gute Nachricht", sagte Wieler. "Wir wissen nicht, ob das schon eine Trendwende ist." Die Fallzahlen seien insgesamt weiter "viel zu hoch". Wieler sagte weiter: "Die Lage bezüglich Covid-19 in Deutschland ist weiterhin ernst, sehr ernst."

+++ 09:47 Zweite Corona-Welle trifft in Österreich Pflegeheime schwer +++
Die zweite Corona-Welle in Österreich trifft ganz besonders Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. In mehreren Bundesländern kamen zwischen 1. Oktober und 12. November mehr als 80 Prozent der an Covid-19 Verstorbenen aus solchen Heimen, wie aus einer parlamentarischen Anfrage an das Gesundheitsministerium in Wien hervorgeht. Insgesamt waren nach diesen Angaben seit Beginn der Pandemie bis zum 12. November 38 Prozent der Corona-Todesopfer Heimbewohner, insgesamt gut 600 Menschen. Die Hälfte von ihnen starb aber seit Anfang Oktober. Von den insgesamt etwa 1800 Toten waren 1150 über 75 Jahre alt.

+++ 09:26 Deutsches Klopapier-Hamstern hält sich im Herbst in Grenzen+++
Verbraucher in Deutschland halten sich seit Beginn des Teil-Lockdowns mit dem Kauf von Hygieneartikeln und bestimmten Lebensmitteln zurück, nachdem sie sich zuvor damit eingedeckt haben. Darauf deutet eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes hin. Demnach lagen die Verkaufszahlen für in der Corona-Krise bislang stark nachgefragte Produkte wie Seife, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier in den ersten beiden Novemberwochen jeweils deutlich unter den Werten der beiden Vorwochen. So sank beispielsweise der Absatz von Klopapier in der Woche vom 9. bis 14. November unter den Vorkrisen-Durchschnitt der Monate August 2019 bis Januar 2020 (minus 13 Prozent). Zwei Wochen zuvor war er noch knapp doppelt so hoch (plus 84 Prozent).

+++ 09:13 Griechisches Kirchenoberhaupt in Krankenhaus eingewiesen +++
Der griechisch-orthodoxe Erzbischof Hieronymos II. ist mit einer Corona-Infektion in das Athener Krankenhaus "Evangelismos" gebracht worden. Der 82-jährige Geistliche habe Symptome und leichtes Fieber und werde deshalb vorsorglich auf der Intensivstation behandelt, berichtete der griechische Fernsehsender Skai. Das griechische Kirchenoberhaupt rief die Menschen dazu auf, die Corona-Maßnahmen einzuhalten. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie stand die Haltung der Kirche in Griechenland immer wieder in der Kritik. So kursierten in sozialen Medien Videos von Gottesdiensten ohne Masken und von Gläubigen, die in Kirchen weiterhin wie üblich die Ikonen küssten.

+++ 08:04 Kretschmann stimmt auf Einschränkungen für Weihnachts-Gottesdienste ein +++
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann stimmt die Menschen auch hinsichtlich kirchlicher Gottesdienste auf ein Weihnachtsfest mit Corona-Beschränkungen ein. "Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass die Gottesdienste voll geöffnet sind", sagte der Grünen-Politiker in der SWR-Sendung "Zur Sache Baden-Württemberg", die heute Abend ausgestrahlt wird. Er betonte allerdings, er glaube, Gottesdienste könnten mit entsprechenden Einschränkungen stattfinden. Kretschmann dämpfte laut SWR auch Erwartungen an einen Winterurlaub während der Weihnachtsferien: "Sicher werden wir dringend empfehlen, keine großen Reisen zu machen, schon gar nicht ins Ausland." Mit Blick auf die Infektionszahlen sagte der Ministerpräsident: "Die Kurve hat sich abgeflacht, aber sie geht auch nicht richtig runter. Deswegen kann es schon sein, dass wir jetzt vielleicht noch mal sogar verschärfen müssen. Lockerung ist jedenfalls nicht in Sicht."

+++ 07:09 Japan ruft nach Anstieg an Corona-Fällen "höchste Alarmstufe" aus +++
Japans Regierungschef Yoshihide Suga hat die "höchste Alarmstufe" ausgerufen, nachdem in seinem Land eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden ist. Er rufe die Bevölkerung auf, die Corona-Richtlinien vollständig umzusetzen, sagte Suga in Tokio. Unter anderem verwies er auf die Empfehlung zum Maskentragen. Am Mittwoch hatten die Behörden in Japan einen Höchstwert von 2191 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Allein knapp 500 der Fälle waren in der Hauptstadt Tokio aufgetreten. Japan gehört bisher zu den weniger schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat knapp 121.000 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen, 1900 Infizierte starben.

+++ 06:42 Keine Kunden, kein Schlafplatz: Verband ruft zu Spenden für Sexarbeiter auf +++
Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen bittet um Spenden und staatliche Hilfen für Sexarbeiter. "Der erneute Lockdown trifft gerade die am härtesten, die auch zuvor schon täglich um ihre Existenz gebangt haben", erklärte der Verband. Zwar könnten Sexarbeitende, die eine Steuernummer haben und in Deutschland gemeldet sind, als Soloselbstständige Corona-Hilfen beantragen. Das sei aber bei vielen Kolleginnen und Kollegen nicht der Fall. "Viele der nicht in Deutschland ansässigen Sexarbeiterinnen haben in Bordellen übernachtet - seit deren Schließung sitzen sie von einem Tag auf den anderen auf der Straße", heißt es in einem Online-Spendenaufruf. "Sie können aktuell auch nicht in ihre Heimatländer zurück, es bestehen Einreisestopps und in den meisten Fällen fehlt ohnehin das Geld für eine ungeplante Reise."

+++ 05:36 Mehr als 22.000 Neuinfektionen in Deutschland +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet mit 22.609 Neuinfektionen rund 5000 mehr als am Vortag. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt demnach auf 855.916. Den Daten zufolge starben 251 weitere Menschen an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich somit auf 13.370.

+++ 04:53 Mehr als eine Viertelmillion Corona-Tote in den USA +++
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als eine Viertelmillion Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging nun aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. In keinem anderen Land der Welt ist eine so hohe Zahl an Todesfällen bekannt. Seit Ende September starben allein 50.000 Menschen.

+++ 03:37 Nach Corona-Demo erlebt Berlin ruhige Nacht +++
Nach den Protesten von Gegnern der Corona-Politik in Berlin ist es in der Nacht zu keinen weiteren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. "Es ist alles ruhig", sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen in Berlin. Bei den Protesten am Mittwoch hatte die Polizei Wasserwerfer eingesetzt - allerdings nicht mit scharfen Strahl, sondern im Sprühmodus. Grund war laut der Behörde, dass die Demonstranten im Regierungsviertel die Regeln zur Eindämmung der Pandemie missachteten.

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+++ 03:13 Berlin-Mitte hat deutschlandweit meiste Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner +++
Laut Länderdaten weist Berlin-Mitte aktuell den deutschlandweit höchsten 7-Tage-Inzidenz-Wert auf mit 390,9 Fälle pro 100.000 Einwohner. Laut RKI-Daten liegt der Bezirk schon seit 49 Tagen in Folge über der Obergrenze - gefolgt von Neukölln (47 Tage), Friedrichshain-Kreuzberg (46 Tage) und Schöneberg (45 Tage) einsamer Spitzenreiter ist aber: Hamm mit 58 Tagen.

+++ 01:46 89 Corona-Fälle bisher im Bundestag registriert +++
Im Bundestag sind seit Beginn der Corona-Pandemie 89 Infektionsfälle mit dem Coronavirus festgestellt worden. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf die Bundestagsverwaltung berichteten, waren 15 Abgeordnete unter den Infizierten. 22 Infizierte gab es demnach unter den Mitarbeitern der Abgeordneten, 18 unter den Mitarbeitern der Fraktionen und 25 unter den Verwaltungsangestellten. Neun Fälle wurden laut dem Bericht bei Mitarbeitern von Fremdfirmen registriert. Dem Bericht zufolge hat die Infektionsgeschwindigkeit im Bundestag zuletzt erheblich zugenommen: Während zwischen Ende Januar und Ende September lediglich 37 Ansteckungen nachgewiesen worden waren, waren es bis Ende Oktober bereits 55. Seither kamen laut dem Bericht 34 weitere Fälle hinzu.

+++ 00:23 Polizei-Gewerkschafter und Politiker für Böllerverbot wegen Corona +++
"Das Silvesterfeuerwerk muss in diesem Jahr coronabedingt ausfallen. Zu Silvesterböllern gesellen sich rasch Alkohol, Personengruppen und Partystimmung", sagt der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt der "Bild" . Diese Meinung teilen auch der Nordrhein-westfälische CDU-Innenminister Herbert Reul und der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer. Letzterer sagte, dass dieses Jahr "Silvester-Böllerei und Feuerwerk verboten werden" müssten. Wegen der aufgeheizten Stimmung im Land sei es zu gefährlich, wenn Leute auch noch mit Sprengstoff durch die Straßen laufen würden.

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+++ 22:53 US-Richter stoppt mit Corona begründete Abschiebungen von Minderjährigen +++
Ein US-Bundesrichter hat der Regierung von Präsident Donald Trump untersagt, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder Migranten unter Verweis auf die Corona-Pandemie abzuschieben. Richter Emmet Sullivan urteilte am Mittwoch in der Hauptstadt Washington, diese im Frühjahr eingeführte Praxis sei rechtswidrig. Die Trump-Regierung hatte im Frühjahr begonnen, an der US-Grenze aufgegriffene Migranten umgehend abzuweisen. Begründet wurde dies mit dem Kampf gegen das Coronavirus. Die Maßnahme wurde auch auf unbegleitete Minderjährige angewandt, die einen besonderen Schutzanspruch haben. Nach Angaben der Bürgerrechtsorganisation ACLU wurden bereits 13.000 Minderjährige nach Mexiko oder in ihre Heimatländer abgeschoben, ohne dass sie einen Asylantrag stellen konnten.

+++ 22:35 Gesundheitsbeamter: Pandemie in USA an "gefährlichem Punkt" +++
Ein führendes Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, Admiral Brett Giroir, sieht die USA in der Corona-Pandemie an einem "gefährlichen Punkt". "Im Moment verzeichnen wir den stärksten Anstieg der Fallzahlen, unsere Krankenhausaufnahmen nehmen Woche für Woche um 25 Prozent zu, unsere Todesfälle nehmen Woche für Woche um 25 Prozent zu - und das bewegt sich nicht in die richtige Richtung", sagte Giroir, der ein leitender Beamter im Gesundheitsministerium ist, dem Sender MSNBC. "Im Augenblick befinden wir uns in einer total gefährlichen Situation, der wir mit äußerster Ernsthaftigkeit begegnen müssen", sagte Giroir weiter.

+++ 22:08 Deutlich weniger Neuinfektionen in Frankreich +++
In Frankreich fällt die Zahl der Neuinfektionen auf 28.383 nach 45.522 am Vortag. Die Zahl der Todesfälle bleibt mit 425 dagegen faktisch gleich nach 428. Auf den Intensivstationen des Landes werden nach den Angaben des Gesundheitsministeriums 4775 Menschen wegen Covid behandelt, 79 weniger als am Vortag.

+++ 21:51 NRW meldet mit mehr als 4000 Neuinfektionen erneut die meisten Fälle +++
Bei den aktuellen Neuinfektionen liegt weiter kein Bundesland im zweistelligen Bereich. Die meisten Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnete mit 4156 Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern mit 3692, Baden-Württemberg mit 3062, Hessen mit 1567, Sachsen mit 1513 und Berlin mit 1457. Am wenigsten Fälle melden das Saarland mit 146 neuen Fällen, Mecklenburg-Vorpommern mit 173 und Schleswig-Holstein mit 208.

+++ 21:25 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 19.818 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 844.364 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 19.818 neue Fälle hinzu. Das sind 242 Fälle weniger als am Mittwoch vergangener Woche (20.060 Neuinfektionen). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 295 auf 13.238 . Als aktuell infiziert gelten rund 287.700 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,88 angegeben (Vortag: 1,00). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 88 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,95 (Vortag: 0,97). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3561 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2024 davon werden beatmet. Rund 6225 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ara/chr/dpa/rts/AFP