Panorama

Liveticker zu Orkantief "Sabine" +++ 00:18 Airbus aus Istanbul muss in Nürnberg landen statt in Düsseldorf +++

Alle aktuellen Ereignisse zum Orkan "Sabine" finden Sie hier im ntv-Liveticker.

Ein Airbus der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines ist statt in Düsseldorf in Nürnberg gelandet. Wieviele Passagiere von der Änderung des Zielflughafens betroffen waren, wurde zunächst nicht bekannt. Grund für die offenbar nicht mögliche Landung könnten starke Windböen gewesen sein. Laut Deutschem Wetterdienst erreichten sie zur geplanten Ankunftszeit am Düsseldorfer Flughafen Geschwindigkeiten von mehr als 90 Stundenkilometern, was Windstärke 10 entspricht.

+++ 23:45 Hamburg, Bremen und Nordseeküste drohen Sturmfluten +++

Sturmfluten werden auch in Deutschland erwartet. Davor warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) an der deutschen Nordseeküste und in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg. Am Montag würden das Nachmittag-Hochwasser an der Nordseeküste und in Emden sowie das Abend-Hochwasser in Bremen und Hamburg 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser liegen, teilte das BSH mit. Die Sturmflutgefahr bestehe bis etwa 17.30 Uhr am Montag. Sollte es so kommen, könnte auch der Fischmarkt am Hamburger Hafen überflutet werden.

+++ 23:20 Sturmflut lässt schottisches Hotel kollabieren +++

Auch in Schottland sorgt Sturm "Sabine", der dort allerdings "Ciara" genannt wird, für Chaos. Im schottischen Ort Hawick haben die steigenden Wassermassen und die starken Winde einen Teil des Hotels "Bridge House Guest House" einstürzen lassen. Auf einem Video ist zu sehen, wie die Hausecke einfach wegbricht. Das Hotel war wegen den ansteigenden Wasserpegel bereits evakuiert worden.

 

+++ 23:01 U-Ausschuss zu Lügde wegen "Sabine" abgesagt +++

Die für Montag angesetzte Sitzung des Untersuchungsausschusses zum Missbrauchskomplex Lügde wurde abgesagt. Das teilte der Vorsitzende des Ausschusses, Andreas Kossiski, bei Twitter mit. Kossiski schrieb: "Die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes bezüglich des Sturms 'Sabine' haben mich veranlasst, aus Gründen des Schutzes der Gesundheit aller Mitglieder des PUA IV der geladenen Zeuginnen und Zeugen, der Presse und der Öffentlichkeit die für morgen anberaumte Sitzung abzusagen." Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA) soll unter anderem Versäumnisse von Polizei und Jugendämtern im Fall des massenhaften Missbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde aufklären.

+++ 22:29 Bahn stellt Fernverkehr bis mindestens Montag 10 Uhr ein +++

Sturmtief "Sabine" legt den Bahnverkehr still. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, wird der bundesweite Fernverkehr mindestens bis Montag 10 Uhr eingestellt. "Erst nach Schadaufnahme im Rahmen von Erkundungsfahrten und erforderlichen Reparaturarbeiten werden ab voraussichtlich 10 Uhr die Strecken für den Fernverkehr sukzessive wieder freigegeben", schreibt die Bahn auf ihrer Internetseite. "Es ist leider schon jetzt absehbar, dass die Störungen am Montag den ganzen Tag über andauern werden." Reisenden wird empfohlen, für Sonntag, 09.02.2020 bis Dienstag, 11.02.2020 geplante Fahrten im Fernverkehr auf einen anderen Tag zu verschieben.

 

+++ 22:08 Kran droht umzukippen - Feuerwehr evakuiert Gebäude +++

Weil ein 33 Meter hoher Kran umzukippen droht, hat die Feuerwehr in Pinneberg mehrere Gebäude evakuiert. Die meisten der 120 betroffenen Menschen seien bei Verwandten und Bekannten untergekommen, teilt der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg mit. Alle anderen Optionen wie etwa der Abbau des Krans seien wegen des Wetters nicht infrage gekommen, erklärt der Gemeindewehrführer Claus Köster. Das Gebiet sei abgesperrt worden.

Der Kran soll laut Mitteilung der Feuerwehr nur bei Windgeschwindigkeiten von bis etwa 120 Stundenkilometern stabil sein. Es wurden aber höhere Windgeschwindigkeiten in der Nacht erwartet. Sollte der Kran umkippen, könne er keinen Personenschaden anrichten, begründet Köster die Evakuierung.

+++ 21:50 A45 wegen umgestürzter Bäume Richtung Frankfurt voll gesperrt +++
Wegen umgestürzter Bäume ist in Nordrhein-Westfalen ein Stück der Autobahn 45 voll gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Kreuz Hagen und der Anschlussstelle Hagen-Süd, in Fahrtrichtung Frankfurt am Main. Dies teilte der Landesbetrieb Straßenbau am Abend mit. Laut Autobahnpolizei Dortmund drohten weitere Bäume umzustürzen. Die Sperrung werde voraussichtlich bis Montagmittag, 13 Uhr, andauern, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 21:29 London Heathrow: British-Airways-Maschine muss durchstarten +++
In Großbritannien heißt das aktuelle Sturmtief (wie bereits erwähnt) "Ciara". Und genau diesem Orkan ist es nun zu verdanken, dass die Piloten einer Maschine von British Airways ein nicht ganz alltägliches Manöver durchführen mussten. Wie ein Twitter-Video zeigt, musste der Landevorgang am Londoner Flughafen Heathrow aufgrund der starken Böen abgebrochen werden. Nachdem das Flugzeug recht wackelig mit dem Fahrwerk aufgesetzt war, startete es nach wenigen Sekunden durch und hob wieder ab.

 

+++ 21:09 Surfer gerät in Not - Rettung nach über zwei Stunden +++
Weil er in den stürmischen Fluten sein Surfbrett verloren hat, musste ein Mann vor der Küste Südenglands gerettet werden. Die Küstenwache spürte den Surfer etwa sechs Meilen (knapp zehn Kilometer) von Hastings in East Sussex entfernt auf, berichtet die BBC. Er hatte zuvor mehr als zwei Stunden im Wasser getrieben. Auf einem Video ist zu sehen, wie ein Mann in einem Neoprenanzug verzweifelt durch die Wellen paddelt. Er hatte offensichtlich die Warnungen vor dem Orkantief ignoriert und die Wucht des Wassers unterschätzt.

 

+++ 20:52 Herabstürzender Ast verletzt in Paderborn 16-Jährigen am Kopf +++
In Paderborn ist ein 16-Jähriger durch einen herabstürzenden Ast verletzt worden. Wie die Polizei berichtete, sei er mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Er sei schwer verletzt, sagte ein Polizeisprecher. Nähere Einzelheiten wurden bislang nicht bekannt. Der WDR berichtet, das Unglück habe sich in einem Waldstück ereignet.

+++ 20:29 Dank Bahn-Ausfällen: Taxifahrer kassieren enorme Summen +++
Während die Deutsche Bahn immer mehr Züge in den Bahnhöfen belässt und Reisende festsitzen, machen Taxifahrer an manchen Orten lukrative Geschäfte. Wie ntv-Reporter Bastian Vollmer twittert, erhält allein sein Fahrer für die Strecke Kassel nach Hamburg 700 Euro. Auch andere Nutzer in den sozialen Netzwerken berichten von ähnlich hohen Summen.

 

+++ 20:16 Hamburger U-Bahn fährt in umgestürzten Baum  +++
In Hamburg ist eine U-Bahn in einen auf ein Gleis gestürzten Baum gefahren. Unter den etwa 65 Passagieren in der Nähe der Station Hammer Kirche gebe es "aktuell keine Verletzten", twitterte die Feuerwehr am Abend. Der Triebwagen habe sich in dem Baum verkeilt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Bis 19 Uhr musste die Feuerwehr in der Hansestadt wegen des Sturmtiefs "Sabine" etwa 130 Mal ausrücken.

Nach Angaben der Hochbahn wurde für die Linien U2 und U4 zwischen den Stationen Horner Rennbahn und Berliner Tor ein Ersatzverkehr eingerichtet. Die Züge der Linie U1 sollen am Abend auf den Außenästen mit 40 Stundenkilometern langsamer als sonst fahren.

+++ 20:02 Hinweis für Eltern und Schulen in Baden-Württemberg +++
Das Land Baden-Württemberg hat einen wichtigen Hinweis für Eltern und Schulen herausgegeben:

"Die Vorabinformationen des Deutschen Wetterdienstes weisen auf potenzielle Unwetterlagen, insbesondere auch auf Orkanböen, in Baden-Württemberg für Sonntag und Montag hin. Für den Schulbetrieb am Montag, 10. Februar 2020, geben wir deshalb folgende Hinweise: Eltern bzw. Erziehungsberechtigte können entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist. Falls der Weg zur Schule aufgrund extremer Wetterlagen vor Ort nicht zumutbar ist, können Eltern ihr Kind vom Unterricht befreien lassen. Die Schule ist in diesem Fall zu informieren."

+++ 19:45 Gestrandeter IC-Zug mit 300 Reisenden ein Stück weiter gekommen +++
Ein im Emsland in einen umgestürzten Baum gefahrener Intercity-Zug aus Amsterdam mit 300 Reisenden hat seine Fahrt fortgesetzt - aber ist nur ein Stück weiter gekommen. Nach einer zweistündigen Zwangspause auf offener Strecke sei der IC nach Rheine (NRW) weitergefahren und habe wegen des zunehmenden Sturms seine Fahrt dort beendet, teilte die Deutsche Bahn mit. Ziel war eigentlich Berlin. Vor Ort kümmere sich die Bahn darum, ob die Reisenden einquartiert werden oder ihr Ziel noch mit einem Regionalzug erreichen können, hieß es zunächst. Kurz danach teilte die Bahn via Twitter mit, dass am Abend außer dem Fernverkehr auch der Regionalverkehr in NRW komplett eingestellt werde (siehe unten).

+++ 19:18 Stadtwerke Potsdam treffen Vorsorge vor zu viel Strom aus Windkraft +++
Aus Sorge vor zu viel Strom aus Windkraft ist am Heizkraftwerk-Süd in Potsdam ein Kraftwerksblock runtergefahren worden. Aufgrund der Wetterlage ist mit großen Mengen Überschussstrom aus Windkraft zu rechnen, teilten die Stadtwerke Potsdam mit. Man habe sich auf den Sturm vorbereitet. Alle Leitstände seien für den Ernstfall bereit, hieß es.

+++ 18:54 Bahn will Übernachtungszüge bereitstellen +++
Gestrandete Bahnreisende, deren Züge wegen des Sturmtiefs nicht weiterfahren können, sollen im Rahmen ihrer Fahrgastrechte Hotelgutscheine und Taxigutscheine erhalten. In größeren Bahnhöfen sollen zudem sogenannte Übernachtungszüge bereitgestellt werden, sagte DB Konzernsprecher Achim Stauß im Berliner Hauptbahnhof. Das habe sich "bereits bei früheren Sturmsituationen bewährt".

Bundesweit seien mehrere tausend Bahnmitarbeiter zusätzlich im Einsatz, "viele melden sich in solchen Situationen freiwillig". Züge in Regionen, die vom Sturm besonders betroffen sind, sollen "in den Bahnhöfen gehalten werden", weil die Fahrgäste dort besser betreut werden können. Sie sollen nicht weiter auf die Strecke fahren. Der Fernverkehr aus IC- und ICE-Zügen soll im Laufe des Abends bundesweit eingestellt werden.

+++ 18:33 "Sabine" sorgt für Stromausfall in Schleswig-Holstein +++
Die ersten Ausläufer des Orkantiefs sorgten in Schleswig-Holstein in einigen Haushalten zeitweise für Stromausfall. Bei Tangstedt im Kreis Stormarn blies der Sturm einen Ast in eine Maststation, wie die Schleswig-Holstein Netz AG auf Twitter mitteilte. Nach rund einer Stunde seien die Kunden wieder mit Strom versorgt gewesen. Auch das Umspannwerk Stolpe im Kreis Plön wurde demnach beschädigt.

 

+++ 18:15 Das sind die bisher höchsten Windspitzen +++
Der Orkan "Sabine" erreicht mancherorts in Deutschland schon beachtliche Windgeschwindigkeiten. Die RTL/ntv-Wetterredaktion hat die bisher höchsten Windspitzen festgehalten:

Orkanböen, Stärke 12
- Kiel Leuchtturm: 141 km/h
- Bad Harzburg: 137 km/h
- List/Sylt, Helgoland: 124 km/h

Orkanartig, Stärke 11:
- Borkum: 115 km/h
- Hamburg: 107 km/h

Berge:
- Brocken: 163 km/h

+++ 17:53 Deutsche Bahn stellt auch Regionalverkehr in NRW ein +++
Nach dem Fernverkehr stellt die Deutsche Bahn auch den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen wegen des Orkans "Sabine" komplett ein. Das teilte das Unternehmen auf Twitter mit. Auch der private Bahnbetreiber Keolis kündigte an, den Bahnverkehr einzustellen. Es sei noch unklar, wann er wieder aufgenommen werden könne. Die Bahn teilte mit, ab etwa 17.30 Uhr werde der Verkehr zum Erliegen kommen. Die Züge würden nur noch zu geeigneten Bahnhöfen fahren und dort abgestellt.

+++ 17:24 Bahn will Fernverkehr wegen Sturms bundesweit einstellen +++
Nun trifft es ganz Deutschland: Die Deutsche Bahn will den Fernverkehr wegen des Orkans "Sabine" nach und nach bundesweit einstellen. Man habe sich entschieden, "beginnend in NRW nach und nach alle Züge des Fernverkehrs bundesweit an größeren Bahnhöfen enden zu lassen", schrieb die Bahn am Nachmittag in ihrem für den Sturm eingerichteten Presseblog.

Kunden können sich bei Fragen an die kostenlose Sonderhotline des Unternehmens wenden: 08000-996633

+++ 17:04 Fernverkehr in NRW wegen Orkan "Sabine" eingestellt +++
Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen eingestellt.

+++ 16:50 10.000 Häuser in Irland ohne Strom +++
Das Orkantief "Sabine", im Rest Westeuropas "Ciara" genannt, hat den Kontinent fest im Griff.

  • In Großbritannien und Belgien kam es zu Dutzenden Ausfällen und Verzögerungen im Bahn- und Flugverkehr.
  • In Schottland wurden drei Menschen beim teilweisen Einsturz des Dachs einer Kneipe verletzt.
  • In Irland waren rund 10.000 Privathäuser, Bauernhöfe und Geschäftsgebäude ohne Strom.
  • Am Flughafen von Brüssel wurden wegen des Sturmtiefs rund 60 Starts und Landungen abgesagt.
  • In Frankreich gelten Unwetterwarnungen in 35 Départements. In den Vogesen wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern erwartet.
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Überflutung in Appleby-in-Westmorland in Großbritannien

(Foto: dpa)

 

+++ 16:24 Intercity fährt in umgestürzten Baum +++
Ein Intercity-Zug ist im Emsland während des aufziehenden Sturmtiefs "Sabine" in einen umgestürzten Baum gefahren und steckt auf offener Strecke fest. In dem IC von Amsterdam nach Berlin sitzen etwa 300 Reisende, teilt die Deutsche Bahn mit. Ein Notfallmanager sei unterwegs zu dem Unfallort bei Salzbergen zwischen dem Grenzbahnhof Bad Bentheim und Rheine. Bislang erwartet die Bahn, dass der Zug mit einer Verspätung von zwei Stunden seine Fahrt fortsetzen kann. Die Regionalzüge werden über das Gegengleis umgeleitet, verspäten sich und halten nicht in Schüttorf und Salzbergen.

 

+++ 16:21 Lufthansa rechnet mit Flugausfällen bis Dienstag +++
Wegen des Orkantiefs "Sabine" rechnet die Lufthansa am Montag mit starken Beeinträchtigungen im Luftverkehr. Aufgrund der schwierigen Wetterverhältnisse werde es von Sonntagnachmittag bis Dienstagvormittag zu zahlreichen Flugstreichungen und Verspätungen kommen, teilt die Airline mit. Das Unternehmen habe entschieden, in München am Montag alle Kontinentalflüge bis 13.00 Uhr und alle Interkontinentalflüge bis 14.00 Uhr auszusetzen. Interkontinentalflüge zum größten deutschen Airport in Frankfurt sollen voraussichtlich planmäßig weitergeführt werden. Mit der Streichung von Kontinentalverbindungen von und nach Frankfurt sei jedoch zu rechnen.

+++ 15:59 "Sabines" Rückenwind: Boeing überfliegt Atlantik in Rekordzeit +++
Das Sturmtief "Sabine" hat auch Auswirkungen auf Luftströmungen in großer Höhe, Jetstream genannt. Weil der derzeit besonders stark sind, hat eine Maschine der British Airways eine Atlantiküberquerung in Rekordzeit geschafft. Die Maschine vom Typ Boeing 747 flog die Strecke einem Bericht der britischen "Metro" zufolge mit Rückenwind in unter fünf Stunden. "Für uns ist Sicherheit immer wichtiger als Geschwindigkeit. Aber in dieser Situation haben unsere hoch qualifizierten Piloten das beste aus der Situation gemacht und unsere Kunden deutlich früher nach London gebracht", sagte ein Sprecher der Airline "Metro". Eine Airbus-Maschine, die heute ebenfalls die Strecke geflogen war, schaffte es in 4.57 Stunden - sie war damit eine Minute langsamer.

 

+++ 15:32 Sturmböe reißt Baugerüst um +++
In Berlin-Mitte wurde ein Baugerüst von einer Sturmböe umgerissen. Das berichtet der "Tagesspiegel". Verletzt wurde dabei niemand. Nach Angaben des Blattes konnte sich ein Passant durch eilige Schritte retten, um von dem Gerüst nicht getroffen zu werden.

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Das Gerüst kippte auf die Sophienstraße in Berlin.

(Foto: dpa)

 

+++ 15:20 Eurowings streicht fast alle Flüge +++
Die Airline Eurowings geht auf Nummer sicher und hat fast alle Flüge für die Dauer des Sturmtiefs "Sabine" abgesagt. Man streiche die Verbindungen von den Flughäfen Hamburg, Berlin, Hannover, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Stuttgart, teilt die Lufthansa-Tochter mit. Lediglich von München und Stuttgart aus gebe es noch vereinzelt Flüge. Fluggäste sollten nicht mehr zu den betroffenen Flughäfen anreisen. Sie könnten ihre Buchungen kostenfrei umbuchen. Eurowings strebt an, den Flugbetrieb am Montag wieder aufzunehmen.

+++ 15:12 Orkanböen bis 110 km/h: "Es geht jetzt richtig los" +++
Das Sturmtief "Sabine" hat die norddeutsche Küste erreicht. Verbreitet wurden am frühen Sonntagnachmittag bereits Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern und einzelne Orkanböen bis zu 110 Stundenkilometer erreicht, sagte Felix Herz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Hamburg. "Es geht jetzt richtig los." In den nächsten Stunde werde sich der Sturm bis auf das Festland schieben.

Im Laufe des Sonntags soll sich das Sturmtief, das auch Regen und Gewitter mit sich bringt, kontinuierlich über die Mitte und in der Nacht zum Montag dann weiter in den Süden Deutschlands ausbreiten. Der Deutsche Wetterdienst erwartet Orkanböen von bis zu 130 Stundenkilometern und warnt vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Dachziegel und schweren Schäden an Gebäuden.

+++ 14:50 Bahn streicht Regionalzüge in Niedersachsen +++
Nach dem Fernverkehr schränkt die Deutsche Bahn in Niedersachsen wegen des Sturmtiefs "Sabine" nun auch den Regionalverkehr ein. Die Fahrten der Regionalexpress-Züge zwischen Bremen und Norddeich wurden eingestellt, teilte das Unternehmen mit. Eingestellt wurden im Weserbergland die Linie zwischen Bodenfelde und Northeim sowie verschiedene S-Bahnlinien. Keine Einschränkungen meldeten unterdessen zunächst die Westfalenbahn, der Metronom, die Eurobahn und die Nordwestbahn, die andere der Regionalstrecken quer durch Niedersachsen betreiben.

+++ 14:44 Sabine statt Andrea: Konzert von Schlagerstar Berg abgeblasen +++
Wegen des Sturms und der damit verbundenen Gefahren ist ein Konzert von Schlagerstar Andrea Berg am Sonntagabend im westfälischen Halle abgesagt worden. Einen Nachholtermin gibt es nicht, Karten können laut Veranstalter zurückgegeben werden. Die "Bild"-Zeitung zitierte die Sängerin mit den Worten: "Keine Show der Welt ist es wert, ein Risiko für Leib und Leben der Besucher und Helfer einzugehen."

+++ 14:11 Flughafen Berlin-Tegel streicht zahlreiche Flüge +++
Wegen des angekündigten Sturms "Sabine" sind am Berliner Flughafen Tegel einige Abflüge gestrichen worden. Betroffen sind unter anderem Verbindungen am Sonntagnachmittag und Abend nach London, Brüssel, Düsseldorf und Köln/Bonn, wie der Flughafen im Internet mitteilte. Fluggäste werden gebeten, sich bei den Fluggesellschaften und auf der Webseite der Berliner Flughäfen zu informieren, sagte Sprecherin Sabine Deckwerth. "Unsere Verkehrsleitung in Tegel und Schönefeld steht in engem Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst". Abhängig von der Windstärke würden Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. "Ab 45 Knoten muss alles fest angebunden werden, beispielsweise Treppen zu den Flugzeugen und Container".

Am wichtigsten Flughafen der Niederlande, Amsterdam-Schiphol, wurden wegen des Orkantiefs rund 120 Starts und Landungen gestrichen. Betroffen seien Flüge der Unternehmen KLM, British Airways, Easyjet und Lufthansa, teilte ein Flughafensprecher mit.

+++ 13:59 Video auf Schiff zeigt vom Sturm gepeitschte Nordsee +++
Auf Twitter zeigt ein verifiziertes Video stürmische Szenen auf der Nordsee.

*Datenschutz

 

+++ 13:53 Unwetterwarnungen gelten bis Montagabend +++
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Unwetterwarnungen für Teile Deutschlands wegen des Sturmtiefs "Sabine" nun teilweise bis zum frühen Montagabend herausgegeben. Am Sonntag rechnete der DWD im Nordwesten mit ersten Ausläufern des befürchteten Orkantiefs. "Es bringt Deutschland eine schwere Sturmlage", hieß es in einer Mitteilung. In Richtung Süden werde der Sturm erst in der zweiten Nachthälfte am Montag erwartet und könne dann bis zum Nachmittag anhalten. Aktuelle Warnungen gelten für die Zeit bis Montag 18.00 Uhr. Für die mittleren Landesteile sei eine Verlängerung der Unwetterwarnungen nicht auszuschließen.

+++ 13:27 "Sabine" verursacht erste Schäden in Deutschland +++
Der Orkan "Sabine" hat im ostfriesischen Leer für erste Schäden und einen Einsatz der Rettungskräfte im Stadtzentrum gesorgt. Die Fußgängerzone sei großräumig gesperrt worden, weil sich diverse Dachelemente und Dachplatten von Gebäuden gelöst hätten und auf die Straße zu fallen drohten, teilte die Leitstelle der Polizei Ostfriesland mit. Die Polizei, die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk seien im Einsatz.

+++ 13:24 Queen Elizabeth sagt Kirchgang ab +++
In Großbritannien und Irland ist es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Schäden durch heftigen Wind und Regen gekommen. Queen Elizabeth II. sagte ihren Kirchgang im ostenglischen Sandringham aus Sicherheitsgründen ab, wie eine Sprecherin des Buckingham-Palasts der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sie betonte aber, es sei in erster Linie um die Sicherheit der Schaulustigen gegangen - diese sammeln sich stets vor der Kirche, um die Königin zu sehen.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde fegte "Ciara" über die beiden Länder. Der britische Wetterdienst warnte vor umherfliegenden Trümmerteilen und Gefahr durch hohe Wellen. Der Hafen von Dover stellte den Fährbetrieb ein. In Irland kam es zu Überschwemmungen, wie der irische Rundfunk RTÉ berichtete. Etwa 10.000 Haushalte hatten keinen Strom.

+++ 12:40 Auch München und Berlin von Flugausfällen betroffen +++
Am Flughafen in München sind bedingt durch "Sabine" bereits rund 80 Starts und Landungen ausgefallen. Die gestrichenen Abflüge seien meist mit Flugrichtung nach Norden geplant gewesen, sagte ein Sprecher des Flughafens. Mit Blick auf die weitere Entwicklung des Flughafenbetriebs sagte er: "Es wird definitiv Ausfälle und Verspätungen geben."

Der Sturm könnte noch massive Beeinträchtigungen haben. Da ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit Arbeiten auf dem Flugfeld eingestellt werden müssen, könnte der Betrieb dort durch den Sturm zeitweise zum Erliegen kommen. So müsste dann etwa das Betanken oder Beladen von Flugzeugen ausgesetzt werden. Wie viele Flüge am Sonntag und Montag ausfallen, hänge von Entscheidungen der Fluglinien ab.

Der Flughafen-Service der beiden Berliner Flughäfen verkündet auf Twitter, dass es auch in der Hauptstadt zu Streichungen kommt. Fluggäste werden aufgefordert, sich bei ihren Airlines über eventuelle Ausfälle zu erkundigen.

 

+++ 12:13 Höchste Unwetterwarnstufe für Schwarzwald herausgegeben +++
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Deutschlands die zweithöchste Unwetterwarnstufe wegen des Sturmtiefs "Sabine" herausgegeben. "Es wird jetzt langsam stärker", sagte Michael Hagen vom DWD in Offenbach. In Teilen des Schwarzwaldes gelte sogar die höchste der insgesamt vier Warnstufen.

Das Sturmtief werde die ganze Nacht von Norden nach Süden durch das Land ziehen. Auf den Straßen sei dann Vorsicht geboten. Es könnten Äste herabstürzen oder auch Ziegel. Begleitet wird der befürchtete Orkan laut DWD vielerorts von heftigen Schauern und Gewittern.

+++ 11:46 Frankreichs Norden in erhöhter Alarmbereitschaft +++
Der französische Wetterdienst hat wegen des angekündigten Sturmtiefs in mehr als 30 Départements im Norden des Landes zu erhöhter Alarmbereitschaft aufgerufen. Auch dort heißt der Sturm "Ciara" und nicht wie in Deutschland "Sabine" heißt, könne in der Küstenregion Windgeschwindigkeiten bis zu 140 Kilometer pro Stunde erreichen, teilte Météo-France mit. Im Landesinneren wurden demnach Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Kilometern pro Stunde erwartet.

An der nordwestlichen Küste wurde zudem vor Überschwemmungen gewarnt. In der Nacht zu Montag werden sich die Sturmböen von "Ciara" dem Wetterdienst zufolge auch in den Osten Frankreichs ausbreiten und die Grenzregionen Elsass und Lothringen treffen. Der Wetterdienst warnte davor, das Haus zu verlassen, wenn es nicht unbedingt nötig sei.

+++ 11:41 Noch stärkere Böen im Flachland erwartet +++
Im deutschen Flachland werden mittlerweile stellenweise Böen mit einer Geschwindigkeit von 120 bis 130 Kilometern pro Stunde erwartet. Auch das teilt ntv-Wetterexperte Björn Alexander mit. Der Höhepunkt des Sturms wird in Deutschland wohl erst heute Nacht, im Süden des Landes sogar erst am Montagvormittag, erreicht.

Aktuell werden am Brocken, dem höchsten Berg Norddeutschlands, Böen mit einer Geschwindigkeit von 137 Kilometern pro Stunde gemessen. Auf der Ostfriesischen Insel Borkum erreichen Böen 96 Kilometer pro Stunde. Das entspricht einem starken Sturm.

+++ 11:23 Zentrum des Sturmtiefs überquert Britische Inseln +++
ntv-Wetterexperte Björn Alexander berichtet, dass das Zentrum des Sturmtiefs gerade den Norden der Britischen Inseln überquert. Dort heißt das Sturmtief "Ciara". Auf Twitter teilen Menschen unter dem Hashtag "#stormciara" Bilder und Videos von Überschwemmungen.

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Das Zentrum des Sturmtiefs befindet sich aktuell über Großbritannien.

(Foto: RTL/ntv)

 

+++ 10:56 Zahlreiche Schulen in Hessen bleiben geschlossen +++
Nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in Hessen fallen wegen des Sturms "Sabine" am Montag die Schulen aus. Etwa 30, vor allem aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg (Nordhessen), haben dies nach Informationen von ntv.de schon bekannt gegeben. Eltern in ganz Hessen steht es laut dem hessischen Kultusministerium frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

"Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler geht immer vor", heißt es in einer Presseerklärung des Ministeriums. "Die Eltern sollten sich daher ständig über die aktuellen Straßen-und Witterungsverhältnisse informieren und dann abwägend entscheiden." Im Fall des Fernbleibens müsse die Schule informiert werden.

In Nordrhein-Westfalen lassen viele große Städte den Unterricht an städtischen Schulen am Montag ausfallen. In Baden-Württemberg können Eltern am Montag ihre Kinder vom Unterricht befreien lassen.

+++ 10:41 Flüge in Hamburg und Frankfurt gestrichen +++
Mehrere Fluggesellschaften haben Flüge von und nach Hamburg am Sonntag gestrichen, wie der Flughafen auf Twitter mitteilte. Weitere Streichungen und Verspätungen könnten hinzukommen.

Auch der Flughafen Frankfurt am Main erwartet aufgrund der Wetterlage Verspätungen und einzelne Ausfälle von Flügen. Passagier wurden gebeten, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen und sich möglichst früh vor Abflug am Check-in-Schalter einzufinden. Auch sollten sie sich vorab auf den Internetseiten der Fluggesellschaften erkundigen.

 

+++ 10:32 Zahlreiche Nordsee-Fähren fallen aus +++
Etliche Fährverbindungen zu den Nordseeinseln sind wegen des anrückenden Sturmtiefs eingestellt worden. Betroffen war die Verbindung nach Wangerooge, auf der auch am Montag mit Einschränkungen zu rechnen ist, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Zwischen Borkum und Eemshaven wurde eine Pendelfahrt gestrichen, die Nachmittagfähre von Emden nach Borkum sollte eine Stunde früher als üblich ablegen, teilte die AG Ems mit. Auch für Montag und Dienstag wurde mit möglichen Verzögerungen gerechnet.

Die Fähre zwischen Norddeich und Norderney sollte nach Angaben der Reederei Frisia am Sonntagmittag den Verkehr einstellen. Die Fähre zwischen Neuharlingersiel und Spiekeroog sollte am Sonntag wegen des aufziehenden Sturms früher ablegen, auch am Montag wurden die Abfahrten vorverlegt. Die abendliche Abfahrt von Baltrum zum Festland wurde abgesagt. Auch zwischen Langeoog und Bensersiel sollte der Fährverkehr am Sonntagmittag eingestellt werden. Änderungen wurden auch am Montag erwartet.

+++ 10:25 Flugausfälle in Köln/Bonn erwartet +++
Am Flughafen Köln/Bonn rechnet man wegen "Sabine" mit Flugausfällen. Ab dem Nachmittag könne es zu Unregelmäßigkeiten oder Ausfällen kommen, teilte der Flughafen auf Twitter mit. Passagiere sollten sich bei ihren Airlines darüber informieren, ob ihr Flug planmäßig abhebe. Das Sturmtief "Sabine" soll am Nachmittag auf Nordrhein-Westfalen treffen. In der Nacht werden Windgeschwindigkeiten von rund 120 Kilometern pro Stunde erwartet.

+++ 10:16 Weitere Fußballspiele abgesagt +++
Nach dem Ausfall des für heute vorgesehenen Rhein-Derbys in der Männer-Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln fällt auch die für 14.00 Uhr angesetzte Nachholpartie der Frauen-Bundesliga zwischen dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln den Wetterbedingungen zum Opfer. Wie der 1. FC mitteilte, steht ein neuer Spieltermin noch nicht fest. Darüber hinaus reagierte auch der Fußballverband Niederrhein auf die Sturmwarnungen. Der zuständige Ausschuss sagte alle Partien auf Verbands- und Kreisebene ab.

Weitere Informationen darüber, wie sich das Orkantief auf Sportereignisse auswirkt, finden Sie im Sport-Tag.

+++ 10:14 Starke Einschränkungen bei der Bahn ab Mittag +++
Wegen des anrückenden Orkantiefs hat die Deutsche Bahn den Ausfall zahlreicher Zugverbindungen angekündigt. So seien die Küstenregionen und stark sturmgefährdete Regionen wie Emden, Norddeich, Kiel und Westerland ab der Mittagszeit nicht mehr mit Fernverkehrszügen zu erreichen, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Diese Einschränkung betreffe beispielsweise IC-Züge zwischen Norddeich und Hannover/Koblenz, ICE-Verbindungen zwischen Hamburg und Kiel beziehungsweise Westerland sowie die Strecken des EC zwischen Hamburg und Kopenhagen/Aarhus. Der Sylt Shuttle verkehrt demnach von Niebüll das letzte Mal um 12.05 Uhr, von Westerland um 12.00 Uhr.

Die Deutsche Bahn hat sich nach eigenen Angaben intensiv auf das Sturmtief vorbereitet. So habe man unter anderem Mitarbeiter und Reparaturfahrzeuge an strategisch relevanten Stellen zusammengezogen. Zudem seien mobile Einsatztrupps mit Kettensägen in Bereitschaft, um im Ernstfall Gleise und Oberleitungen von umstürzenden Bäumen befreien zu können.

+++ 10:01 Feuerwehr Hamburg rät: Nicht im Freien aufhalten +++
Um sich auf den Sturm vorzubereiten, rät die Feuerwehr Hamburg dazu, alle beweglichen Dinge außerhalb des Hauses zu sichern, Fenster und Türen zu schließen und sich nicht im Freien aufzuhalten. Sollte man sich doch draußen aufhalten, soll man beispielsweise Wälder, Alleen und Baugerüste meiden.

Erste Ausläufer des Orkantiefs "Sabine" werden an der Nordsee laut Deutschem Wetterdienst (DWD) voraussichtlich am Vormittag zu spüren sein. Im Laufe des Tages breitet sich "Sabine" dann wohl mit schwerem Sturm und einzelnen Orkanböen auf den gesamten Norden und die Mitte des Landes aus.

+++ 09:35 "Sabine" heißt auch "Ciara" - und verursacht erste Schäden +++
Die Namen von Hoch- und Tiefdruckgebieten sind übrigens länderabhängig. Dafür kooperieren die lokalen Wetterdienste aus Großbritannien, Irland und den Niederlanden beispielsweise miteinander. Dort heißt Orkantief "Sabine" beispielsweise "Ciara".

In Deutschland kann man über das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin sogenannte Wetterpatenschaften übernehmen. Auch in Österreich werden diese Namen medial aufgegriffen.

Im schottischen Perth hat sich "Ciara" bereits am Samstagabend bemerkbar gemacht: Starker Wind brachte hier das Dach eines Pubs zum Einsturz. Drei Menschen wurden verletzt, wie Sky News mitteilte.

+++ 08:23 Sturm-Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erwartet +++
Wie heftig wird das Sturmtief "Sabine" in Deutschland? ntv-Meteorologe Björn Alexander erklärt: "Im Flach- und Binnenland erreicht der Sturm Geschwindigkeiten von 90 bis 110 Stundenkilometern, zum Teil bis 120 Stundenkilometern." An den Küsten könnten es 110 bis 140 Stundenkilometer werden, so der Wetterexperte.

Am heftigsten wird es höhere Lage treffen: "Auf den Bergen können es 130 bis 200 Stundenkilometer werden. Wobei die 200 Stundenkilometer für den Oberharz und den Brocken gelten", so Alexander. Die heftigsten Böen würden sich mit dem sogenannten "Kaltfrontdurchgang" entladen. Dieser beginne am Abend von Nordwest in Richtung Südost.

+++ 07:25 Weitere Sportereignisse bereits abgesagt +++
Nicht nur das Fußball-Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln ist wegen des Sturmtiefs abgesagt worden. Wegen "Sabine" wird auch der Weltcup der Skispringer in Willingen nicht stattfinden. Bereits am Freitag hatte starker Wind zum Abbruch des Trainings geführt, die Qualifikation musste verlegt werden. Zunächst wurde der Wettkampf von 16.00 Uhr auf 10.15 Uhr vorverlegt worden, schließlich aber doch abgesagt.

In den Niederlanden und in Belgien wird aufgrund der Orkanwarnung kein Erstliga-Fußball gespielt. "Es ist unverantwortlich, bei diesen Bedingungen zu spielen", teilte der niederländische Verband KNVB am Samstag mit. Die Sicherheit der Anhänger und Spieler könne nicht gewährleistet werden. Betroffen sind vier Partien, darunter auch das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten AZ Alkmaar und Feyenoord Rotterdam sowie die Partie von Spitzenreiter Ajax Amsterdam in Utrecht. In Belgien wurden drei Spiele auf Mittwoch und Donnerstag verschoben.

+++ 06:54 Bundesliga-Spiel wegen Sturmtief "Sabine" abgesagt +++
Die für heute angesetzte Bundesliga-Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln ist wegen des Sturmtiefs abgesagt worden. Das gaben die beiden Fußballvereine bekannt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwarte zwar vor und während der Partie noch kein Unwetter in Mönchengladbach. Das Sturmtief "Sabine" soll aber unmittelbar nach dem Schlusspfiff durch die Region ziehen.

"Da eine gesicherte Abreise der Fans dadurch nicht gewährleistet werden kann, hat sich Borussia Mönchengladbach in enger Abstimmung mit der Stadt Mönchengladbach, der Feuerwehr, der Polizei und der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Absage des Spiels entschlossen", hieß es in der Mitteilung weiter.

Der DWD geht davon aus, dass das Sturmtief in der Nacht zum Montag seinen Höhepunkt erreicht. Zuvor war bereits das Sonntagsspringen beim Skisprung-Weltcup in Willingen abgesagt worden.

Quelle: ntv.de, agr/kst/bdk/fzö/sgu/dpa/sid/AFP