Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:22 Britische Behörden registrieren mehr als 3000 neue Fälle +++

Großbritannien meldet 3105 neue Fälle. Am Montag lag die Zahl bei 2621. Die Zahl der Toten steigt laut den Regierungsdaten um 27 auf 41.664.

+++ 23:57 Schweden hebt Besuchsverbot in Altersheimen auf +++
In Schweden dürfen Bewohner von Altersheimen bald wieder von ihren Angehörigen besucht werden. Ein entsprechendes und seit fast sechs Monaten geltendes Besuchsverbot für die Heime werde zum 1. Oktober aufgehoben, gibt Sozialministerin Lena Hallengren auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekannt. Das Verbot sei für viele Ältere und ihre Angehörige die wohl weitreichendste Beschränkung der Krise, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus aber notwendig gewesen, so Hallengren. Der Leiter der nationalen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten, Johan Carlson, mahnt jedoch an, dass es jetzt zu keinem Besucheransturm auf die Heime kommen dürfe.

+++ 23:22 Hongkong lockert nach Massentest Regeln für Bars und Bäder +++
Hongkong lockert nach einem Massentest von 1,8 Millionen Menschen - fast ein Viertel der Bevölkerung - die Schutzvorschriften. Ab Freitag dürfen Bars, Schwimmbäder und Freizeitparks unter Auflagen wieder öffnen, teilt Gesundheitsministerin Sophia Chan mit. Allerdings bleiben die Strände weiter gesperrt und Versammlungen mit mehr als vier Personen verboten. Chan rief die Bevölkerung auf, wachsam zu blieben. Bei dem Massentest wurden 42 Infektionsfälle entdeckt.

+++ 22:23 Knapp 31.000 Personen sind in Frankreich bislang an Corona gestorben +++
Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ist in Frankreich binnen 24 Stunden um 7852 angestiegen. Am Montag hatten die Behörden noch 6158 neue Fälle gemeldet. Wie der "Guardian" unter Berufung auf das französische Gesundheitsministerium berichtet, stieg die Zahl derjenigen, die wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt werden müssen auf 2713. An der Lungenkrankheit sind bislang knapp 31.000 Personen gestorben.

*Datenschutz

+++ 22:05 Dänische Regierung zieht Zügel an +++
Dänemark verschärft angesichts steigender Fallzahlen die Vorschriften für Gaststätten in Kopenhagen. Restaurants, Bars und Cafes in der Hauptstadt müssten um 22 Uhr schließen, kündigt Gesundheitsminister Magnus Heunicke an. Die Reproduktionszahl (R) - ein Maß für die Ansteckungsrate - liege für das ganze Land inzwischen bei 1,5. In den vergangenen 24 Stunden seien 334 neue Infektionen verzeichnet worden. Der Bürgermeister der dänischen Hauptstadt Kopenhagen schlägt zudem ein abendliches Alkoholverkaufsverbot vor. In einigen Teilen Kopenhagens gebe es nachts unabhängig von der Coronavirus-Krise viel Lärm und "total inakzeptable Gewalt", erklärt der sozialdemokratische Bürgermeister Frank Jensen.

+++ 21:40 Unicef: Krise führt zu "globalem Bildungs-Notfall" +++
Die Schul-Schließungen in der Corona-Krise haben nach Einschätzung des Kinderhilfswerks Unicef zu einem globalen Bildungs-Notfall geführt. Aktuell seien noch rund 872 Millionen Kinder in 51 Ländern daran gehindert, in die Klassen zurückzukehren, sagt Unicef-Direktorin Henrietta Fore bei einer Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Nur etwa die Hälfte von ihnen habe die Chance auf Fernunterricht. "Die pure Zahl der Kinder, deren Ausbildung für Monate völlig unterbrochen wurde, ist nichts anderes als ein globaler Bildungs-Notfall", sagt Fore.

+++ 21:18 Virologe Kekulé plädiert für europäische Corona-Strategie +++
Der Virologe Alexander Kekulé fordert eine europäische Strategie gegen die Pandemie. "In Europa ist das Virus außer Kontrolle, das ist ganz offensichtlich. Ich glaube, dass weder Frankreich noch Spanien das kurzfristig wieder eingefangen bekommen", sagt Kekulé im Podcast von "MDR Aktuell". Er hätte sich "eine stärkere europäische Führung und auch Steuerung des ganzen Covid-19-Problems von Anfang an gewünscht. Es ist wirklich sehr, sehr schade, dass von der Europäischen Kommission aus Brüssel da praktisch nichts gekommen ist." Das gelte etwa für die Produktion von sogenannten Antigen-Schnelltests, die schnell und unkompliziert Ergebnisse liefern.

+++ 20:55 1827 Neuinfektionen in Deutschland - Sechs Bundesländer melden dreistellige Zuwächse +++
Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bleibt in Deutschland auf hohem Niveau. Im Vergleich zum Vortag meldeten die Bundesländer 1827 neue Fälle. Wie aus Berechnungen von ntv.de hervorgeht, entspricht das dem höchsten Tagesanstieg seit dem 25. April. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um neun weitere Fälle, bleibt mit insgesamt 9364 aber auf einem relativ niedrigen Level. Laut Schätzungen der Bundesländer und des Robert-Koch-Instituts beläuft sich die Zahl der Genesenen auf 234.247. Damit gelten rund 19.000 Personen als aktuell infiziert. Bei den Bundesländern sind Bayern und Nordrhein-Westfalen mit jeweils mehr als 400 Neuinfektionen am stärksten betroffen. Auch Baden-Württemberg, Berlin, Hessen und Niedersachsen melden dreistellige Zuwächse.

*Datenschutz

+++ 20:27 Ansteckungsrate in Deutschland sinkt leicht +++
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) aktuell bei 1,04 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 104 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht das Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert bei 1,00 (Vortag: 1,04). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

+++ 20:11 Spanien: Mehr als 600.000 Infektionen, 30.000 Tote +++
In Spanien sind die Marken von 600.000 Infektionen und 30.000 Todesopfern überschritten worden. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldet am Abend 9437 neue Ansteckungen. Die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie nachgewiesenen Fälle kletterte damit auf mehr als 603.000. Bei den neuen Fällen handele es sich um 3022 positive Testergebnisse der vergangenen 24 Stunden sowie um nachgemeldete Infektionen, hieß es. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 starben, stieg den Angaben zufolge in den vergangenen sieben Tagen um 303 auf 30.004. Spanien verzeichnet damit mehr bestätigte Infektionen als jedes andere Land Westeuropas. Die größten Sorgen bereitete weiterhin die Lage in Madrid. Auf die Region um die Hauptstadt entfallen mit 1207 positiven Testergebnissen binnen 24 Stunden knapp 40 Prozent aller neuen Fälle. Dahinter folgen mit großem Abstand die Regionen Navarra (302 Fälle), Baskenland (270) und Andalusien (228).

+++ 19:50 Eltern schicken infizierte Kinder trotz Quarantäne in Schule +++
An einer Grundschule in Landshut sind zwei Schüler der Klassen 3c und 4e sind positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Wie die "Passauer Neue Presse" berichtet, hatten die Eltern die Kinder in die Schule geschickt, obwohl diese eigentlich hätten in Quarantäne bleiben müssen. Die Familie war demnach Anfang September aus der Türkei zurückgekehrt. Die Mitschüler und die beiden Lehrerinnen der betroffenen Kinder müssen jetzt auf Anordnung des Gesundheitsamtes zunächst für eine Woche in häusliche Quarantäne. Alle Betroffenen sollen am Mittwoch auf das Coronavirus getestet werden.

+++ 19:27 Arzt soll in Bayern trotz Symptomen gearbeitet haben - Fünf Infizierte +++
Ein Corona-Ausbruch, bei dem inzwischen 275 Menschen unter Quarantäne stehen, könnte auf einen Arzt zurückgehen, der trotz Krankheitssymptomen weiterbehandelt haben soll. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes Deggendorf hervor. Nachdem ein vom Arzt veranlasster Test ihn als positiv ausgewiesen habe, habe er nach Kenntnis des Landratsamts aber nicht mehr praktiziert, hieß es. Ob möglicherweise ein Straftatbestand vorliege, müsse von der Staatsanwaltschaft geprüft werden. Laut Landratsamt wurden fünf Kontaktpersonen des Mediziners positiv getestet, diese hätten mit rund 275 weiteren Personen Kontakt gehabt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:03 Irische Regierung nach Erkrankung von Minister in Selbstisolation +++
Die gesamte irische Regierung hat sich nach dem Rat von Gesundheitsexperten in Corona-Quarantäne begeben. Nachdem Gesundheitsminister Stephen Donnelly Covid-19-Symptome gezeigt hatte, seien seine Kabinettskollegen vom Parlament aufgefordert worden, sich selbst zu isolieren, wie unter anderem die "Irish Times" berichtete. Bei einer Kabinettssitzung hatte der Minister zuvor viele seiner Kollegen persönlich getroffen. Außerdem hatte er gemeinsam mit dem irischen Premier Micheál Martin am selben Tag eine Pressekonferenz gegeben. Das Parlament soll nun den Berichten zufolge eine Woche lang pausieren. Donnelly selbst wollte sich schnellstmöglich auf das Coronavirus testen lassen.

+++ 18:42 WHO-Europa-Chef: Müssen eine Corona-Müdigkeit vermeiden +++
Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht den Kontinent deutlich besser im Kampf gegen das Coronavirus aufgestellt als zu Beginn der Pandemie. Der Ausbruch im Frühjahr habe sowohl Stärken als auch Schwächen der Region offengelegt, aus denen man bereits jetzt wichtige Erkenntnisse ziehe, sagt WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Auch wenn sich die Lage im Winter verschlechtern werde, könne man auf diesen Erfahrungen aufbauen. Zugleich warnt er vor einer Corona-Müdigkeit und einem zunehmenden Mangel an Vertrauen in die Wissenschaft. Entscheidend sei unter anderem, den Sorgen der Menschen zu begegnen und die Gesundheit gleichzeitig weit oben auf die politische Agenda zu setzen, sagt Kluge. "Wir müssen eine Covid-Müdigkeit vermeiden." Das gelte ganz besonders dabei, die Jüngeren der Gesellschaft im Corona-Kampf an Bord zu holen.

+++ 18:24 Altmaier nach jüngsten Konjunkturdaten optimistisch +++
Die jüngsten Konjunkturdaten geben Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zufolge Anlass zu Optimismus. Nach der schwersten Rezession in der Nachkriegszeit werde es 2021 wieder aufwärtsgehen, voraussichtlich mit einem Wachstum von vier bis viereinhalb Prozent, sagt der CDU-Politiker in München. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Pandemie weiter unter Kontrolle bleibe.

+++ 18:02 Virologe Streeck hält ÖPNV nicht für eine große Gefahrenquelle +++
Der Virologe Hendrik Streeck sieht den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht als größere Gefahrenquelle für die Übertragung des Coronavirus. Er sagte der Wochenzeitung Die Zeit, er glaube, dass die Aerosolübertragung nicht immer eine Rolle spiele. Lediglich wenn die Luft stehe, keine externe Luft da sei oder Zuluft da sei, könne dies eine Rolle spielen: "In einem Zug, in einem Flugzeug, da sind ja sogar Filter eingebaut. Also da nehme ich nicht an, dass die Übertragung eine Rolle spielt, und ich glaube - die Erfahrung lehrt uns auch über die letzten Monate - dass ÖPNV generell sehr sicher ist."

+++ 17:38 Experte: Gesundheitssystem in der Türkei droht Kollaps +++
Vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen in der Türkei warnt ein Experte vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Würden die Möglichkeiten zur Behandlung nicht verbessert, könne es zu "großem Chaos" kommen, sagt Vedat Bulut, ehemaliger Chef der Ärztekammer, der türkischen Zeitung "Cumhuriyet". Besonders in der türkischen Hauptstadt Ankara sei die Situation schwierig, in Krankenhäusern fehlten Betten. Türkeiweit hätten rund 900 Ärzte ihren Job gekündigt. Hintergründe nennt er nicht. Bulut wirft der türkischen Regierung eine fehlerhafte Politik und die Verbreitung intransparenter Informationen vor. Der Ernst der Lage werde darum von vielen Menschen nicht verstanden.

+++ 17:09 So viele Neuinfektionen in Niederlanden wie noch nie nachgewiesen +++
Die Niederlande verzeichnen mit 1379 Ansteckungen binnen 24 Stunden die bislang höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie, wie die Zeitung "Volkskrant" unter Berufung auf die nationalen Gesundheitsbehörden berichtet. Der bisherige Höchstwert lag Anfang April bei 1335 Fällen. Der jüngste Anstieg sorgte dafür, dass die Zahl der Neuinfektionen in der vergangenen Woche um 85 Prozent zur Vorwoche auf 9194 zunahm, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten.

+++ 16:48 Kassenärzte fürchten Engpass bei Grippeimpfdosen +++
Nach der Ständigen Impfkommission melden nun auch die Kassenärzte Zweifel an, dass Deutschland in diesem Jahr über genügend Grippe-Impfdosen verfügt. "Wenngleich für die kommende Impfsaison 2020/2021 mit voraussichtlich 25 Millionen Impfstoffdosen zwar mehr Impfstoff als in den vergangenen Jahren zur Verfügung steht, ist dennoch eine Knappheit zu erwarten", heißt es in einem Papier der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Daher sollten die Arztpraxen zunächst und verstärkt Risikogruppen auf die empfohlene Impfung ansprechen und impfen. Dagegen betont Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass es genügend Impfstoff für die kommende Grippesaison gebe. Deutschland habe sich 26 Millionen Dosen gesichert, normalerweise seien es 18 bis 19 Millionen, sagt er.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:33 EU-Land verkürzt Quarantäne von 14 auf 10 Tage +++
Lettland schickt Neuankömmlinge und Heimkehrer aus Risikogebieten künftig nur noch 10 statt 14 Tage in Quarantäne. Die Regierung in Riga nahm auf einer Kabinettssitzung einen entsprechenden Vorschlag des Gesundheitsministeriums an. Bislang mussten sich Menschen, die aus Ländern mit hohen Infektionsraten in das baltische EU-Land einreisen, für zwei Wochen isolieren. Ausgenommen von der Verkürzung sind Personen, die in Kontakt mit einem Corona-Infizierten waren - sie müssen weiter 14 Tage in Quarantäne. Das gilt grundsätzlich auch für Mitarbeiter von Gesundheits-, Sozial- und Bildungseinrichtungen, die in engem Kontakt mit anderen Menschen sind.

+++ 16:12 Kassenbeiträge sollen wegen Pandemie ansteigen +++
Die Krankenkassenbeiträge werden im kommenden Jahr voraussichtlich weiter steigen. Gesundheits- und Finanzministerium verständigten sich nun auf ein Maßnahmenpaket im Volumen von mehreren Milliarden Euro, das eine Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags der Kassen um 0,2 Punkte auf 1,3 Prozent vorsieht. Das geht aus einem zweiseitigen Papier beider Ministerien hervor. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssten dadurch rund drei Milliarden Euro mehr in die Krankenkassen zahlen. Durch die Coronavirus-Krise ergäbe sich demnach bei stabilen Beitragssätzen eine Finanzierungslücke der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2021 von rund 16 Milliarden Euro. Diese soll durch mehrere Maßnahmen ausgeglichen werden. Der jährliche Zuschuss des Bundes an den Gesundheitsfonds soll um fünf Milliarden auf dann 19,5 Milliarden Euro erhöht werden. Außerdem sollen Krankenkassen einmalig acht Milliarden Euro aus ihren Reserven an den Gesundheitsfonds abgeben. Das gilt für Kassen mit überdurchschnittlich hohen Reserven. Die restlichen drei Milliarden Euro werden durch die Beitragserhöhung abgedeckt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:39 Wohnviertel auf Mallorca wird wieder abgeriegelt +++
Auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca soll erneut ein Wohngebiet der Hauptstadt Palma abgeriegelt werden. Die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit im Gebiet Arquitecte Bennàssar im Nordosten der Stadt werde man bis zum Wochenende beschließen und in Kraft treten lassen, kündigt die Ministerpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, im Regionalparlament an. Ähnliche Maßnahmen werde man auch für einige, von Neuausbrüchen ebenfalls schwer betroffene Gebiete von Ibiza anordnen. Seit Freitagabend ist auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca das an Arquitecte Bennàssar angrenzende Son Gotleu abgeriegelt. Die etwa 23.000 Betroffenen dürfen das Arbeiterviertel seitdem nur noch verlassen, um zur Arbeit, zu einem Arzt oder einem Krankenhaus sowie zur Schule oder einer anderen Bildungseinrichtung zu gehen oder um sich um Pflegebedürftige zu kümmern.

+++ 15:25 Trump: Dringe nicht aus politischen Gründen auf Impfstoff +++
US-Präsident Donald Trump drängt nach eigenen Angaben die Regierung nicht aus politischem Kalkül, rasch für einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu sorgen. "Ich tue das nicht aus politischen Gründen", sagt er dem Sender Fox News. "Ich will schnell einen Impfstoff." Der Republikaner, der am 3. November wiedergewählt werden will, steht wegen seines Umgangs mit der Krise unter Druck. Die USA verzeichnen weltweit die mit Abstand meisten Infektionsfälle.

+++ 15:03 Groß angelegte Tests in Garmisch erbringen nur drei neue Fälle +++
Nach dem mutmaßlich durch eine sogenannte Superspreaderin verursachten großen Corona-Ausbruch in Garmisch Partenkirchen hat sich die Zahl der neuen Fälle nur geringfügig erhöht. Die am Wochenende vorgenommenen zusätzlichen 740 Tests hätten nur drei neue positive Tests ergeben, sagt Landrat Anton Speer. "Das ist sehr erfreulich." Die Ergebnisse von heute vorgenommenen Tests stehen aber noch aus. Eine 26 Jahre alte US-Bürgerin, die als zivile Mitarbeiterin der US-Armee in der Gastronomie arbeitet, soll trotz Corona-Anzeichen und einer Quarantäneempfehlung im Nachtleben unterwegs gewesen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt deshalb gegen sie.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:41 Nur knapp die Hälfte der Bevölkerung fühlt sich gut informiert +++
Nach einer Studie der Universität Konstanz fühlt sich nur knapp die Hälfte der Bürger von der Bundesregierung gut über die Pandemie aufgeklärt. Nach der vom Politikwissenschaftler Marius Busemeyer ausgewerteten Erhebung sind 48,2 Prozent der Bevölkerung der Auffassung, "ziemlich" oder "sehr wahrheitsgetreu" von der Bundesregierung informiert worden zu sein. In das Gesundheitssystem haben dagegen zwei Drittel (67,7 Prozent) ein "hohes" oder "sehr hohes" Vertrauen.

+++ 14:23 Bill Gates: Corona hat Fortschritte bei Armutsbekämpfung zunichtegemacht +++
Die Corona-Pandemie macht nach Einschätzung von Microsoft-Gründer Bill Gates zahlreiche in den vergangenen Jahren erzielte Fortschritte bei der Bekämpfung von Armut und Krankheiten zunichte. "Die Pandemie hat den Fortschritt angehalten und uns zurückgedrängt", sagt der 64-Jährige bei einer telefonischen Pressekonferenz anlässlich der Veröffentlichung des "Goalkeepers"-Berichts. Der seit 2017 jährlich veröffentlichte Report bilanziert den bislang erreichten weltweiten Fortschritt beim Kampf gegen Armut und Krankheiten und prognostiziert, wie es weitergehen könnte. Die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, sei seit Beginn der Pandemie beispielsweise um sieben Prozent gestiegen, heißt es in dem Bericht. Die weltweite Impf-Abdeckung von Menschen sei auf das Niveau der 90er Jahre zurückgefallen - und habe damit "die Welt in 25 Wochen um 25 Jahre zurückversetzt". Außerdem verstärkten die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bestehende Ungleichheiten, da Frauen und Minderheiten sowie Menschen, die in extrem armen Verhältnissen leben, deutlich stärker betroffen seien.

+++ 13:58 Sachsen-Anhalt öffnet Clubs und Diskotheken +++
Sachsen-Anhalt will zum November alle Bereiche mit Publikumsverkehr wieder öffnen. Vom 1. November sollen Clubs und Diskotheken wieder Gäste empfangen können, teilte die Landesregierung nach der Kabinettssitzung in Magdeburg mit. Das Besucherlimit solle bei 60 Prozent der in der Betriebserlaubnis festgelegten Personenzahl liegen, sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann. Prostitutionsstätten können ab sofort wieder öffnen. In Gaststätten kann künftig der Mindestabstand von 1,5 Metern unterschritten werden, wenn es geeignete Abtrennmöglichkeiten wie Plexiglaswände gebe. Mit Zugangsbeschränkungen oder Einlasskontrollen solle dafür gesorgt werden, dass sich im Innen- und Außenbereich nicht mehr als Zehner-Gruppen bildeten. Wichtig sei, dass Kontakte nachvollziehbar seien. Die Obergrenze für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, die bislang bei 500 Personen liegt, soll ab dem 1. November auf 1000 steigen. Profisport- und Kulturveranstaltungen könnten nach besonderer Genehmigung mit deutlich mehr Teilnehmern möglich sein. Private Feiern seien weiter mit bis zu 50 Personen möglich.

+++ 13:33 Europäische Airlines fordern einheitliche Reiseregeln +++
Fluggesellschaften aus Europa sehen einheitliche Reiseregeln in der Corona-Pandemie als wichtigstes Mittel, um die Nachfrage nach Flugtickets anzukurbeln. Der Branchenverband Airlines for Europe (A4E) forderte die Regierungen in der Europäischen Union auf, einer entsprechenden Empfehlung der EU-Kommission zu folgen. "Es braucht dringend ein einheitliches europäisches Testprogramm, damit wir eine Chance haben, das Vertrauen der Passagiere zurückzugewinnen", sagte A4E-Geschäftsführer Thomas Reynaert. Der Chef des britischen Billigfliegers Easyjet, Johan Lundgren, sieht die Reiselust der Europäer durch die Buchungszahlen bestätigt. "Sobald Reisebeschränkungen zurückgenommen werden, gehen die Buchungen durch die Decke", sagte er. Daher würden einheitliche Regeln den Fluggesellschaften mehr helfen als Geld von den Regierungen. Nach Ansicht von Sebastian Mikosz vom Weltluftfahrtverband IATA steckt die Branche noch immer im Überlebenskampf. Viele Staaten haben Airlines in der Krise mit Milliardenkrediten vor der Pleite bewahrt. Aus Sicht der IATA liegt die schwache Erholung der Ticketnachfrage nicht daran, dass die Menschen Angst hätten, sich im Flugzeug mit dem Virus anzustecken. "Aber wenn die Menschen nicht wissen, ob sie reisen können, kaufen sie keine Tickets", sagte Mikosz. Zudem wirke eine Quarantänepflicht nach der Rückkehr faktisch wie ein Reiseverbot.

+++ 13:06 Entwicklung in Deutschland langsam besorgniserregend +++
Wie hat sich die tägliche Neuinfektions-Zahl entwickelt? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen die ntv-Moderatoren Daniel Schüler und Nina Lammers die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein. Heute zu Gast: Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche.

+++ 12:41 Mutter von Clan-Chef Abou-Chaker stirbt an Corona +++
Die Mutter des Berliner Clan-Chefs Arafat Abou-Chaker ist laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung an Corona gestorben. Am Montag war der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder vor dem Landgericht Berlin schon nach wenigen Minuten unterbrochen worden, weil es der Mutter gesundheitlich nicht gut gehe, hieß es. In der Nacht zu Dienstag postete Arafat Abou-Chaker bei Instagram ein Bild, das auf den Verlust hindeuten könnte. Laut "Bild"-Zeitung sei der Tod mittlerweile bestätigt.

+++ 11:42 Corona-Zahlen in Israel erneut auf Rekordwert +++
Wenige Tage vor einem Lockdown ist in Israel die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erneut auf einen Rekordwert gestiegen. Sie lag nur noch knapp unter der Marke von 5000 Fällen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass am Vortag 4973 Infektionen registriert worden seien. Der bisherige Rekordwert aus der vergangenen Woche lag bei 4149. Die Pandemie war in Israel zunächst glimpflich verlaufen, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe.

Angesichts der Lage beschloss die israelische Regierung am Sonntag einen zweiten landesweiten Lockdwon. Er soll vor jüdischen Feiertagen am Freitagnachmittag in Kraft treten und zunächst drei Wochen andauern. Schulen und Kindergärten sollen dann geschlossen werden. Menschen dürfen sich außer in Ausnahmefällen nur bis zu 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiter erlaubt. Es gab großen Widerstand gegen neue Beschränkungen, denn die Krise hat der Wirtschaft des Landes bereits schwer zugesetzt. Die Arbeitslosigkeit lag im Sommer bei mehr als 20 Prozent.

+++ 11:04 Kirchen bereiten sich auf Weihnachtsgottesdienste im Freien vor +++
Hundert Tage vor Weihnachten im Pandemiejahr bereiten sich die Kirchengemeinden in Deutschland auf mögliche Alternativen für die Gottesdienste in Kirchen vor. Neben digitalen Formaten und den Übertragungen im Fernsehen und Radio wolle man raus ins Freie, sagt Heinrich Bedford-Strohm im Interview mit RTL/ntv. "Wir wollen in die Mitte der Orte: Auf die Marktplätze, auf Fußballplätze, vielleicht auch an den Waldrand", so der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche Deutschland. Man habe Erfahrungen mit Gottesdiensten in Stadien. Die Menschen scheuten sich nicht vor Wetter und Kälte. "Die ziehen dann eine lange Unterhose an", so Bedford-Strohm. Da niemand wisse, welche Regeln an Weihnachten gelten, seien auch neue digitale Formate in Vorbereitung: "Wir sind auch dabei, digitale Krippenspiele zu entwickeln und schließlich gibt es dann viele Materialien für Hausandachten", sagte Bedford-Strohm. Man arbeite an einer Homepage mit Anleitungen für Hausgottesdienste. Eltern könnten so im Zweifel als Aushilfspfarrer tätig werden.

+++ 10:52 Serbischer Kriegsverbrecher Krajisnik stirbt an Corona +++
Der frühere bosnische Serben-Führer Momcilo Krajisnik ist im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Dies berichtete das örtliche Portal "nezavisne.com" unter Berufung auf das Universitätsklinikum in Banja Luka, wo Krajisnik zuletzt behandelt wurde. Der verurteilte Kriegsverbrecher war während des Bosnien-Krieges (1992-1995) Parlamentspräsident des in Bosnien errichteten Separatstaates Serbische Republik (RS). Er war ein enger Vertrauter des damaligen RS-Präsidenten Radovan Karadzic, den das Haager Jugoslawien-Tribunal wegen Genozids und anderer Kriegsverbrechen 2019 zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilte. Krajisnik war im Jahr 2000 von französischen Soldaten der Bosnien-Friedenstruppe SFOR verhaftet worden. Das Haager Tribunal hatte ihn in erster Instanz zu 27 Jahren, im Berufungsverfahren zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Haft büßte er im Strafvollzug in Großbritannien ab. 2013 kam er frei. In der Serbischen Republik bereitete man ihm bei der Rückkehr einen triumphalen Empfang. Ende August wurde Krajisnik ins Universitätsklinikum Banja Luka gebracht. Ein Test stellte bei ihm eine Coronavirus-Infektion fest. Unmittelbar danach musste er bereits künstlich beatmet werden.

+++ 10:42 AfD scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht +++
Die Maskenpflicht im Bayerischen Landtag bleibt in Kraft: Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat einen Antrag der AfD-Fraktion auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die Maskenpflicht abgewiesen. Durch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung würden Abgeordnetenrechte "jedenfalls nicht offenkundig verletzt", teilte das Gericht am Dienstag mit. "Eine Beeinträchtigung des Kernbereichs der Mandatsausübung ist nicht erkennbar." Auch im Hauptverfahren droht der AfD-Fraktion eine Pleite. Das Gericht erklärte, es sprächen "gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass der Antrag in der Hauptsache keinen Erfolg haben wird".

+++ 10:28 Briten sollen bei Großpartys Polizei alarmieren +++
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus dringt die britische Innenministerin Priti Patel auf eine strikte Einhaltung der strengeren Kontaktregeln. Die Menschen müssten helfen, die Ausbreitung zu stoppen. Dazu gehöre auch, die Polizei zu alarmieren, wenn sich Menschen nicht an die Kontaktbeschränkungen halten. Statt 30 dürfen sich nur noch sechs Menschen treffen. "Wenn eine größere Party stattfindet, wäre es richtig, die Polizei zu rufen", sagt die Ministerin.

+++ 10:00 Deutsche Hotspots weiter in Bayern +++
Die Infektions-Karte für Deutschland weist weiterhin drei rote Flecke auf, die alle in Bayern liegen: Dem neuesten RKI-Datenstand zufolge überschreiten die kreisfreie Stadt Kaufbeuren (Sieben-Tage-Inzidenz von 72,9), die kreisfreie Stadt Würzburg (64,1) und der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (54,3) die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Die kreisfreien Städte Rosenheim und Nürnberg liegen mit Wert von 42,6 und 41,9 nahe der kritischen Marke.

*Datenschutz

Die Gesamtzahl der Kreise und kreisfreien Städte (inklusive Berliner Bezirke), die in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Fälle gemeldet haben, bleibt dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge auf sehr niedrigem Niveau. Wie Montag gibt es nur 15 Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 0. Das ist der Tiefstwert im Berechnungszeitraum seit 6. Mai – wobei dieser auch bereits im Zeitraum vom 19. und 25. August erreicht worden war. Der bisherige Spitzenwert war vor drei Monaten - am 15. Juni - erreicht worden, als deutschlandweit insgesamt 158 Kreise und kreisfreien Städte (inklusive Berliner Bezirke) ein aktuelles Fallaufkommen von null Neuinfektionen vorweisen konnten.

+++ 09:24 Gewerkschaftsbund beharrt auf Rechtsanspruch für Homeoffice +++
Trotz scharfer Kritik der Arbeitgeber drängt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) weiter auf einen generellen Anspruch Beschäftigter auf das Arbeiten im Homeoffice. Es könne nicht ausschließlich im Ermessen der Unternehmen liegen, ob Arbeitnehmer ihre Ansprüche auf mehr Zeitsouveränität erfüllen können, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er räumte zugleich ein, dass einige Berufe sich nicht fürs Homeoffice eigneten - etwa in der Pflege- oder der Baubranche. Das mobile Arbeiten habe in einer Geschwindigkeit zugenommen, die vor der Corona-Pandemie nicht vorstellbar gewesen sei. "Hier sehen wir Chancen: mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr Zeitsouveränität", sagte Hoffmann. Zugleich forderte er "verlässliche Rahmenbedingungen, die vor Entgrenzung der Arbeit und Überlastung der Beschäftigten schützen".

+++ 08:51 Nach drei Infektionen: ganze chinesische Stadt im Lockdown +++
Auf die Entdeckung von drei Coronavirus-Infektionen an der Grenze zu Myanmar haben die chinesischen Behörden mit umfangreichen Maßnahmen reagiert. Wie die Behörden mitteilten, ordneten sie nach dem Nachweis der Ansteckungen in Ruili einen Lockdown der Grenzstadt in der Provinz Yunnan sowie Massentests der Bevölkerung an. Seit Montagabend dürfe niemand mehr in die Kleinstadt einreisen oder sie verlassen. Die Bewohner wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Abgesehen von Lebensmittelläden und Apotheken mussten alle Geschäfte schließen. Jeder der mehr als 210.000 Einwohner von Ruili werde nun auf das Coronavirus getestet, hieß es in der Mitteilung der Behörden. Da das Coronavirus aus Myanmar eingeschleppt worden sei, werde außerdem verstärkt gegen illegale Einwanderer vorgegangen. Ruilis Vize-Bürgermeister Yang Bianqiang hatte bereits am Montag bei einer Pressekonferenz gesagt, alle, die nicht das Datum ihrer Ankunft in Ruili sowie einen festen Wohnsitz und Arbeitsplatz nachweisen könnten, würden aus der Stadt ausgewiesen.

+++ 08:08 Flüchtlinge durch Pandemie besonders gefährdet +++
Zivile Hilfsexperten mahnen im Weltrisikobericht 2020 einen besseren Schutz für Flüchtlinge und Migranten vor den Folgen der Corona-Pandemie an. Diese verschärfe "die ohnehin prekären Verhältnisse, in denen viele der derzeit fast 80 Millionen Geflüchteten und Vertriebenen weltweit leben", warnten die Autoren. "Folglich besteht ein erhöhtes Risiko, dass ein solches Ereignis zur humanitären Katastrophe wird", heißt es in dem Bericht, der vom Bündnis Entwicklung Hilft und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum veröffentlicht wurde. "Auch Wanderarbeiter und Wanderarbeiterinnen sind von den Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen. Im Fall eines extremen Naturereignisses sind sie daher besonders verwundbar", heißt es. Der Weltrisikobericht enthält als zentrales Element den Weltrisikoindex 2020, der für 181 Länder das Risiko angibt, dass dort ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. Die drei Länder mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind demnach die tropischen Inselstaaten Vanuatu, Tonga und Dominica. Insgesamt befinden sich die Hotspot-Regionen des Katastrophenrisikos in Ozeanien, Südostasien, Mittelamerika sowie in West- und Zentralafrika. Deutschland liegt mit einem sehr geringen Katastrophenrisiko auf Rang 162.

+++ 07:36 Versicherer: So wenige Wohnungseinbrüche wie nie +++
Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland könnte nach Beobachtung der Versicherungsbranche wegen der Corona-Pandemie auf ein Allzeittief sinken. "Die Entwicklung des ersten Halbjahrs deutet darauf hin, dass wir die niedrigsten Einbruchzahlen seit Beginn unserer Statistik 1981 sehen werden", teilte Jörg Asmussen, Geschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. "Hauptgrund dürfte Corona sein", erklärte er. Viele Menschen seien wegen Homeoffice oder Kurzarbeit zu Hause gewesen und hätten ihren Urlaub daheim verbracht. Zugleich schränkte Asmussen ein: "Allerdings steht die Hochsaison der Einbrecher mit der dunklen Jahreszeit noch bevor. Wer sich noch nicht mit guter Sicherheitstechnik schützt, sollte es jetzt tun." Nahezu jeder zweite Einbruchversuch scheitere, weil Täter nicht schnell genug in die Wohnung gelangten. Die Zahl der versuchten und vollendeten Wohnungseinbrüche war in den Jahren 2008 bis 2015 kontinuierlich nach oben gegangen und hatte ein besorgniserregendes Niveau erreicht. Der Höhepunkt lag schließlich bei insgesamt 167.136 in der Kriminalstatistik registrierten Fällen. Im Jahr 2016 gab es dann erstmals wieder einen Rückgang, der sich danach fortsetzte. Für 2019 erfasste die Kriminalstatistik bundesweit noch 87.145 Delikte dieser Art. Die Versicherer zählten für dasselbe Jahr 95.000 Wohnungseinbrüche und Schäden von rund 300 Millionen Euro.

+++ 07:06 1407 registrierte Neuinfektionen in Deutschland +++
Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 1407 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 261.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9362. Seit dem Vortag wurden zwölf Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 234.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

+++ 06:47 Karnevals-Gipfel in NRW berät darüber, wie gefeiert werden darf +++
Vier Festkomitees und der Bund Deutscher Karneval treffen sich am Freitag mit Vertretern der NRW-Landesregierung zu einem Karnevals-Gipfel. Bei dem Treffen in der Düsseldorfer Staatskanzlei soll über ein 30-seitiges Konzept gesprochen werden, das die Karnevalisten dem Gesundheitsministerium vorgelegt hatten. Es enthält Handlungsempfehlungen, wie zum Beispiel am 11.11. zur Sessionseröffnung Karneval gefeiert werden könnte. Wie ein Sprecher des Kölner Festkomitees sagte, beinhaltet das Konzept detaillierte Handlungsempfehlungen für bestimmte Veranstaltungen - so auch einen möglichen Sitzungskarneval. "Partys und Bälle wird es nicht geben." In Sitzungssälen bei festen Plätzen könne man aber mit Abständen - auch zu den Akteuren auf der Bühne - Brauchtum pflegen. Die detaillierten Vorgaben könnten nach der Überarbeitung durch das Ministerium als Blaupause für alle Karnevalsvereine dienen, die ein Konzept bei ihrem jeweiligen Gesundheitsamt einreichen. Rosenmontagszüge sollen am Freitag noch kein Thema sein. Neben den Kölner Karnevalisten sind Vertreter aus Düsseldorf, Bonn und Aachen sowie der Bund Deutscher Karneval als Dachverband zu dem Treffen geladen.

+++ 06:19 Zugfahren in der Corona-Krise: Scheuer sieht keinen Grund zu Panik +++
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht keinen Anlass, dass Fahrgäste das Zugfahren in der Corona-Krise generell meiden sollten. "Es gibt keinen Grund zur Panik, wenn sich jeder an die Verhaltensregeln hält", sagte der CSU-Politiker. "Das Fahrgastaufkommen ist weit, weit unter dem, was wir zu Spitzenzeiten hatten." Aktuelle Studien zeigten, dass die Züge kein Hotspot seien, genauso wenig wie Flugzeuge. "Mit den digitalen Helferlein wie Apps können die Verbraucher schon bei der Buchung die Auslastung sehen und überlegen, ob sie doch den nächsten Zug nehmen", sagte Scheuer. "Das ist auch ein Thema der Vernunft. Ich weiß, dass es in der S-Bahn schwieriger ist, weil man morgens zur Arbeit muss oder die S-Bahn braucht, um zu einen Termin zu kommen." Der Minister hatte sich bereits gegen eine Reservierungspflicht in Zügen ausgesprochen. Dies würde weniger Flexibilität bedeuten. Es drohe zudem die Gefahr, dass Fahrpreise steigen könnten und Defizite bei Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden müssten, weil die Kapazitäten sinken.

+++ 05:11 Bill Gates erwartet mehrere Impfstoffe schon sehr bald +++
Bill Gates rechnet Anfang des kommenden Jahres mit einem Durchbruch in der Impfstoffforschung. "Ich erwarte, dass mit etwas Glück im ersten Quartal drei oder sogar vier davon zugelassen werden", sagt der Microsoft-Gründer der Zeitung "Bild". Die Herausforderung sei dann, das Mittel in Massen zu produzieren. "Um den Impfstoff sieben Milliarden Menschen zur Verfügung zu stellen, brauchen wir fast 14 Milliarden Dosen. Das wurde zuvor noch nie gemacht", so Gates.

+++ 04:27 Hamburg und Schleswig-Holstein erlauben Sexarbeit wieder +++
Sexarbeit ist in Hamburg und Schleswig-Holstein ab Dienstag unter strengen Auflagen wieder zulässig - allerdings nur in angemeldeten Prostitutionsstätten. "Weiterhin verboten ist die Ausübung der Prostitution in jeglicher Art von Fahrzeugen und im Rahmen von Prostitutionsveranstaltungen", teilte die auch für Gesundheit zuständige Hamburger Sozialbehörde mit. Nach monatelangem Corona-Lockdown hatten sich beide Länder in der vergangenen Woche auf ein abgestimmtes Vorgehen bei der Wiederzulassung der Prostitution verständigt. Um das Infektionsrisiko gering zu halten, muss laut Sozialbehörde ein Hygienekonzept vorliegen. Weitere Auflagen sind das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, vorherige Terminvereinbarungen, Aufnahme von Kundenkontaktdaten, ausreichende Belüftung und ein Alkoholverbot. "Außerdem ist das Gewerbe nur im Verhältnis 1 zu 1 zu betreiben", hieß es aus dem Kieler Innenministerium.

+++ 03:19 Slowakei stuft Nachbarn Tschechien als Risikoland ein +++
Die Slowakei hat ihre ehemalige Schwesterrepublik Tschechien zum Corona-Risikoland erklärt. Wie Außenamts-Staatssekretär Martin Klus nach einer Sitzung des nationalen Corona-Krisenstabes auf Facebook mitteilte, müssen Einreisende aus dem Nachbarland künftig einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder eine mindestens fünftägige Heimquarantäne antreten. Die Vorschrift trete am Freitag in Kraft. Tschechien und die Slowakei waren bis zum 1. Januar 1993 ein gemeinsamer Staat. Bis heute gibt es zwischen beiden Ländern enge wirtschaftliche und familiäre Bindungen.

+++ 02:27 Eine der weltweit wichtigsten Kunstmessen in Paris fällt aus +++
Die Pariser Kunstmesse Fiac (Foire international d'art contemporain) fällt wegen der Corona-Krise aus. Wie der Veranstalter mitteilte, wurde die eigentlich vom 22. bis zum 25. Oktober im Ausstellungsgebäude Grand Palais unweit der Prachtstraße Champs-Élysées geplante Veranstaltung abgesagt. Die 47. Fiac-Messe sei nun vom 21. bis zum 24. Oktober kommenden Jahres in der französischen Hauptstadt geplant. Noch im vergangenen Jahr hatte die Messe mit rund 200 Galeristen ihre Türen geöffnet. Unter den Ausstellern befanden sich die wichtigsten Namen der Branche wie Gagosian, Thaddaeus Ropac, Hauser & Wirth und David Zwirner. Die Fiac gehört neben der Art Basel und der Frieze in London zu den wichtigsten Messen der Branche.

+++ 01:38 Mehr als 132.000 Corona-Tote in Brasilien +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 15.155 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,345 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 381 auf 132.006 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 00:46 Deutsche haben Reiserückführungskosten bislang nur teilweise beglichen +++
Die im Zuge des weltweiten Corona-Ausbruchs gestrandeten deutschen Reisenden haben der Bundesregierung bislang 2,7 Millionen Euro Reiserückführungskosten erstattet. Das berichtet die Zeitung "Bild" (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf Angaben des Auswärtigen Amts. Rund die Hälfte der entstandenen Gesamtkosten in Höhe von 94 Millionen Euro soll die Europäische Union tragen, die andere Hälfte von 47 Millionen Euro sollen die im Ausland Gestrandeten selbst begleichen. "Bei einem sehr großen Teil der Bescheide ist die eingeräumte Zahlungsfrist noch nicht verstrichen", teilt das Auswärtige Amt gegenüber dem Blatt mit. Rund 240.000 deutsche Staatsbürger wurden in einer Rückholaktion mit gecharterten Maschinen im März und April 2020 wieder nach Hause gebracht.

+++ 00:06 Sorge um Engpässe bei Blutspenden +++
Transfusionsmediziner warnen vor Engpässen bei Blutprodukten. Die Blutspenden seien bereits zu Beginn der Pandemie zurückgegangen, berichtete die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) zu ihrer 53. Jahrestagung in einer Online-Pressekonferenz. Viele Spender seien aus Angst vor Ansteckung ferngeblieben, sagte der DGTI-Vorsitzende Hermann Eichler. Zugleich seien manche Blutprodukte nur sehr begrenzt haltbar, teils nur einige Tage.

+++ 23:23 Nach "Sieg" über Corona: USA lockern strikte Reisewarnung für China +++
Trotz der ständigen Kritik des Weißen Hauses an der chinesischen Corona-Politik haben die USA ihre strikte Reisewarnung für die Volksrepublik gelockert. Die Bedingungen in China hätten sich verbessert, erklärte das Außenministerium in Washington. US-Bürger sollten zwar immer noch genau überlegen, ob sie nach China reisen wollten. Die bisherige strikte Reisewarnung gelte aber nicht mehr. Die Lockerung der US-Reisehinweise erfolgte eine Woche, nachdem China offiziell den "Sieg" über das Coronavirus verkündet hatte. In der chinesischen Millionenstadt Wuhan war das neuartige Coronavirus Ende des vergangenen Jahres erstmals aufgetreten. US-Präsident Donald Trump wirft der Führung in Peking regelmäßig vor, sie habe den Ausbruch vertuscht und sei deshalb für die verheerenden weltweiten Auswirkungen der Pandemie mitverantwortlich.

*Datenschutz

+++ 22:52 Thanksgiving-Parade in New York abgesagt +++
Die traditionelle Thanksgiving-Parade in New York wird in diesem Jahr nur online stattfinden. Das Spektakel solle diesmal "neu gedacht" werden, teilten die Organisatoren der Kaufhauskette Macy's mit. "Es wird nicht dieselbe Parade werden, die wir kennen", sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. Aber auch bei der Online-Version würden die Menschen "den Geist und die Freude dieses Tags spüren" können. Normalerweise werden zum Feiertag Thanksgiving im November jedes Jahr riesige Heliumballons mehr als drei Kilometer durch die Straßen der Millionenmetropole getragen. Rund 8000 Tänzer, Fahnenträger, Musiker und Verkleidete nehmen an der Parade teil. Mehr als drei Millionen Zuschauer stehen am Streckenrand, etwa 50 Millionen Menschen schauen das seit mehr als 90 Jahren stattfindende Spektakel im Fernsehen an. Der Bundesstaat und vor allem die Millionenmetropole New York waren im Frühjahr ein Zentrum der Coronavirus-Pandemie.

+++ 22:13 Jordanien schließt Schulen, Moscheen und Restaurants +++
Im Kampf gegen das Coronavirus werden in Jordanien Restaurants, Moscheen, Straßenmärkte und die meisten Schulen für zwei Wochen geschlossen bleiben. Diese "präventiven Maßnahmen" sollen ab Donnerstag gelten und dazu beitragen, eine totale Abriegelung zu vermeiden, wie ein Regierungssprecher in Amman sagte. In den vergangenen Tagen hatte Jordanien jeweils mehr als 200 neue Infektionen und mehrere Todesfälle gemeldet. In dem Königreich sind insgesamt mehr als 5300 Corona-Fälle registriert. Mindestens 26 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Bereits im März hatte Jordanien strikte Ausgangssperren verhängt, die aber nach und nach wieder gelockert wurden. Seit Mitte August hat sich die Zahl neuer Fälle fast verdoppelt. Die meisten Schülerinnen und Schüler sollen ab Donnerstag online unterrichtet werden. Cafés und Restaurants dürfen dann nur noch liefern oder Essen zur Mitnahme zubereiten.

+++ 21:34 Emirate geben Notfall-Impfstoff für Helfer frei +++
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben einen Corona-Impfstoff zur eingeschränkten Notfallverwendung freigegeben. Der Impfstoff werde vorerst "für diejenigen zur Verfügung stehen, die am meisten mit Covid-19-Patienten zu tun haben", sagte Gesundheitsminister Abdul Rahman Mohammed Al-Owais. Sie seien durch ihre Arbeit am stärksten gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren. "Die Notfallverwendung des Impfstoffs entspricht voll und ganz den Vorschriften und Gesetzen, die eine schnellere Überprüfung der Genehmigungsverfahren ermöglichen", fügte der Minister hinzu. Die VAE führen seit Mitte Juli klinische Versuche der Phase III für einen Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinopharm durch. Die dritte Phase ist die letzte, bevor die Herstellung des Impfstoffes genehmigt wird. Al-Owais sagte, die Endphase der in den VAE durchgeführten Versuche habe gezeigt, dass der Impfstoff "sicher und wirksam ist und zur Bildung von Antikörpern gegen das Virus geführt hat".

+++ 20:55 Zahl der Neuinfektionen steigt in Deutschland auf mehr als 1200 +++
In den vergangenen 24 Stunden sind 1272 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus in Deutschland gemeldet worden. Das geht aus ntv.de-Berechnungen auf Basis von Daten der Bundesländer hervor. Im Vergleich zum Vortag sind fünf Todesfälle hinzugekommen. Insgesamt starben nunmehr 9355 Menschen in Deutschland im Zusammenhang mit Covid-19. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Zahl der Genesenen auf 233.254. Die Zahl der Neuinfektionen liegt am Montag in der Regel deutlich über dem Niveau des Wochenendes, da einige Bundesländer dazu übergegangen sind, nur noch werktags neue Daten zu veröffentlichen. Die einlaufenden Nachmeldungen können dann zu Wochenbeginn zu einem kräftigen Anstieg im Vergleich zu den Vortagen führen.

+++ 20:46 USA melden erneut Hunderte Corona-Tote +++
Die Zahl der täglichen neuen Virus-Opfer in den USA bleibt hoch. Binnen 24 Stunden gab es nach Angaben der Seuchenschutzbehörde CDC 35.549 Neuinfektionen. Damit stieg deren Zahl auf insgesamt 6,503 Millionen. Es gab zudem 510 weitere Tote, die Gesamtzahl summiert sich damit auf 193.705.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, fzö/hek/dbe/dpa/AFP/rts