Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 01:45 Müller: Deutschland soll mehr Impfstoff an Entwicklungsländer abgeben +++

Angesichts des schleppenden Impftempos in Deutschland hat Entwicklungsminister Gerd Müller dazu aufgerufen, mehr Impfstoff an Entwicklungsländer abzugeben. "Die Abgabe von überschüssigen Impfdosen ist der schnellste Weg, die weltweite Impfkampagne voranzubringen", sagt der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Müller erinnert an die Zusage der Bundesregierung, ärmeren Ländern bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfstoffdosen zur Verfügung zu stellen. "Diese Menge sollten wir schrittweise weiter aufstocken, weil inzwischen in Deutschland ausreichend Impfstoff verfügbar ist", fordert er. "Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn bei uns Impfdosen verfallen, die in anderen Ländern dringend gebraucht werden." Einige Länder hätten sich bis zu acht Impfdosen pro Kopf gesichert, kritisiert der Minister. "Sie können ohne Probleme einen Teil davon abgeben, so dass alle Entwicklungsländer Zugang zu Impfstoffen haben." Müller warnte: "Die Welt darf nicht gespalten werden in Länder, die sich mit hohen Impfraten schnell wirtschaftlich erholen können und solche, die dem Virus schutzlos ausgeliefert bleiben." In Afrika seien bislang weniger als zwei Prozent der Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft, führt Müller aus. "Nur eine weltweite Impfkampagne", so der Minister, "ist der Weg aus der Krise".

+++ 01:14 Kretschmann zum Ferienstart: "Lassen Sie sich jetzt impfen!" +++
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann ruft zum Ferienstart noch einmal eindringlich auf, sich impfen zu lassen. Um eine neue Infektionswelle im Herbst zu verhindern, gebe es nur eine Lösung: "Lassen Sie sich jetzt impfen - und nicht irgendwann!", sagt der Regierungschef in einer vorab verbreiteten Fernsehansprache im SWR. Für ungeimpfte Menschen könne die Teilnahme am öffentlichen Leben dort eingeschränkt werden, wo es notwendig sei, warnt der Regierungschef. Sollten die Infektionszahlen im Herbst wieder deutlich steigen, würden Aktivitäten wie der Besuch im Gasthaus oder im Kino Nicht-Geimpften allenfalls noch mit Test erlaubt sein. "Außerdem müssen Sie damit rechnen, dass Sie die Tests aus eigener Tasche bezahlen müssen, wenn Sie unser Impfangebot nicht wahrnehmen." Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Gabi Rolland, entgegnete: "Nur Appelle werden nicht reichen, um die Impfmüdigkeit zu bekämpfen." Die Landesregierung könne und müsse mehr tun, um die Menschen zum Impfen zu bewegen. So brauche es dringend mehr Werbung. "Auch finanzielle und materielle Anreize können dabei helfen, die Impfquote weiter nach oben zu schrauben", erklärte Rolland.

+++ 00:35 Nur ein Viertel der Ungeimpften will sich noch impfen lassen +++
Nur etwa jeder vierte Ungeimpfte in Deutschland will sich einer Umfrage zufolge noch gegen das Coronavirus impfen lassen. Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa. Demnach wollen 54 Prozent derer, die ein Impfangebot bislang nicht angenommen haben, sich auch grundsätzlich nicht impfen lassen. Nur 27 Prozent der Ungeimpften können sich der Umfrage zufolge eine Impfung vorstellen, 19 Prozent sind noch unentschlossen. Als Hauptgrund nennen 67 Prozent der Impfverweigerer bei der Umfrage mangelndes Vertrauen in die Impfstoffe. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagt der Zeitung, er gehe fest davon aus, dass diese Menschen künftig mit Einschränkungen rechnen müssten. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet laut "Bild am Sonntag" Einschränkungen für Ungeimpfte bei steigenden Fallzahlen. Dem Bericht zufolge sind 61 Prozent der Meinung, dass Ungeimpfte bei hohen Fallzahlen keine Sportveranstaltungen mehr besuchen dürfen sollen. 58 Prozent wollen demnach Theater-, Kino- und Museumsbesuche für Ungeimpfte verbieten, 54 Prozent Restaurantbesuche. Seit 1. August müssen Ungeimpfte bei der Rückreise nach Deutschland mit Einschränkungen rechnen: Wer in die Bundesrepublik einreisen will und mindestens zwölf Jahre alt ist, muss ab Sonntag einen Corona-Test vorlegen. Diese Regelung gilt nicht für vollständig Geimpfte und Genesene.

+++ 23:57 Gericht bestätigt Verbot von drei "Querdenken"-Demos in Berlin +++
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigt die Verbote für weitere am Sonntag in Berlin geplante Demonstrationen aus dem Kreis der "Querdenken"-Bewegung. Das Gericht erklärt, die Beschwerden der Anmelder gegen entsprechende Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Berlin seien zurückgewiesen worden. Demnach handelt es sich um die Versammlung unter dem Motto "Für Frieden, Freiheit und Grundrechte", die Versammlung "Unser Weg zum friedlichen Wohlstand für alle" und die Versammlung "Das Jahr der Freiheit und des Friedens - Das Leben nach der Pandemie". Die Auffassung der Antragsteller, dass Demonstrieren ohne Mund-Nase-Schutz und Mindestabstand von der Versammlungsfreiheit gedeckt sei, teile das Gericht nicht, heißt es in Pressemitteilungen zu den Eilverfahren. Das Oberverwaltungsgericht verweist darauf, dass sich Demonstrationen aus dem Kreis der "Querdenken"-Bewegung deutschlandweit dadurch auszeichneten, "dass die Teilnehmer sie nutzten, um öffentlichkeitswirksam gegen zur Eindämmung der Infektionsgefahr geschaffene Rechtsnormen zu verstoßen, insbesondere indem sie das Abstandsgebot und die Maskenpflicht" missachten. Auch die Polizei hatte ihre Verbote damit begründet, dass die Veranstalter den mit den Versammlungen einhergehenden Gesundheitsgefahren nicht ausreichend Rechnung trügen. Es sei zudem zu erwarten, dass Regelverstößen der Teilnehmer nicht entgegengetreten werde.

+++ 23:04 Israelis ab 60 erhalten ab Sonntag ihre dritte Impfung +++
In Israel können sich ab Sonntag alle Menschen ab 60 zum dritten Mal gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn ihre zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Ab Sonntag erlaubt sind zudem Impfungen von Kindern im Alter zwischen fünf und elf Jahren mit besonders hohem Risiko, bei einer Infektion schwer zu erkranken oder zu sterben. Kindern ab zwölf Jahren stehen die Impfungen bereits seit Anfang Juni offen. Trotz einer intensiven Impfkampagne steigt auch in Israel die Zahl der Neuinfektionen wieder an. Deshalb hatte sich die Regierung zu dem Alleingang bei den Auffrischungsimpfungen mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer entschlossen. Trotz der steigenden Infektionszahlen dürfen geimpfte Touristen ab Sonntag wieder nach Israel einreisen.

+++ 22:26 Fallzahl in USA steigt weiter an +++
Die Zahl der an einem Tag erfassten Neuinfektionen in den USA steigt weiter an. Im Durchschnitt der vergangenen Woche infizierten sich der Gesundheitsbehörde CDC zufolge zuletzt landesweit pro Tag fast 70.000 Menschen. Eine Woche vorher waren es noch knapp 50.000 gewesen.

+++ 21:50 Organisationen fordern Impfstoffspenden für ärmere Länder +++
Vier der wichtigsten internationalen Organisationen fordern in einem gemeinsamen Appell mehr Impfstoff für ärmere Länder. In den Entwicklungsländern herrsche eine "akute und alarmierende Knappheit" an Vakzinen, erklären die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Welthandelsorganisation (WTO), der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank. Länder mit großen Impffortschritten sollten dringend Dosen für ärmere Länder freigeben.

+++ 21:35 Höchste Inzidenz in Hamburg - nur Thüringen liegt unter Wert von 5 +++
Thüringen liegt als einziges Bundesland mit seiner Inzidenz unter 5. Sie ist heute auf 4,9 gesunken. An der Spitze bei den in den letzten sieben Tagen registrierten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt Hamburg mit einem Wert knapp über 35.

+++ 20:42 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 2194 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.769.887 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2194 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 14 auf 91.652. Als aktuell infiziert gelten rund 5.460 Personen. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 344 Fälle über dem Niveau von Samstag vergangener Woche (24. Juli: 1850 Neuinfektionen). Das entspricht einem Anstieg um 18,6 Prozent.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,18 angegeben (Vortag: 1,18). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 359 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 181 davon werden beatmet.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 19:48 Scholz bekräftigt Forderung nach Kostenpflicht für Tests +++
Eine mögliche Kostenpflicht für Corona-Tests sollte nach Ansicht von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz frühzeitig angekündigt werden. "Ich bin dafür, dass wir da durchaus großzügig sind, also den Zeitraum rechtzeitig und lange vorher festlegen, aber dass man weiß, das kommt", so der Bundesfinanzminister bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern. Er sprach sich erneut dafür aus, dass der Staat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Tests für diejenigen, die sich impfen lassen können, nicht mehr zahlt.

+++ 19:13 Erfolgreiche Impfaktion vor Testspiel von VfB Stuttgart +++
Auf reges Interesse ist eine Impfaktion der Stadt Stuttgart und des örtlichen Robert-Bosch-Krankenhauses vor dem Testspiel des VfB Stuttgart gegen den FC Barcelona gestoßen. Auf einem Parkplatz nahe des VfB-Fancenters sowie an weiteren Standorten rings um das Stadion gab es die Möglichkeit, sich spontan impfen zu lassen. Bei Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer erhielten die Betroffenen auch automatisch einen Termin für die Zweitimpfung in rund drei Wochen.

+++ 18:40 Baerbock hält Nachteile für Ungeimpfte für legitim +++
Um die Impfquote zu erhöhen, hält Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock Nachteile für Ungeimpfte für legitim. "Wenn alle ein Impfangebot bekommen haben, ist jedenfalls nicht auszuschließen, dass Geimpfte mehr Dinge tun können als die, die sich trotz der Möglichkeit nicht impfen lassen", sagte die Chefin der Grünen dem "Tagesspiegel". "Es kann ja nicht sein, dass die Freiheitsrechte aller eingeschränkt werden, weil sich ein Teil nicht impfen lassen will." Wie sie zu einer möglichen Impfpflicht steht, ließ Baerbock dem Blatt zufolge trotz Nachfragen offen.

+++ 18:17 Hunderte Polizisten sollen Demo-Verbote in Berlin durchsetzen +++
Die Berliner Polizei ist nach eigenen Angaben mit mehr als 1700 Beamten im Einsatz, um Versammlungsverbote in der Hauptstadt durchzusetzen. Die Polizei hat für das Wochenende insgesamt zwölf geplante Demonstrationen untersagt, darunter eine für Sonntag angekündigte Kundgebung der Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart auf der Straße des 17. Juni.

+++ 17:49 Auch in der Schweiz protestieren Tausende gegen Pandemie-Politik +++
In der Schweiz haben am Samstag mehrere Tausend Menschen gegen die Einschränkungen in der Pandemie und gegen die Impfkampagne demonstriert. Laut Polizei versammelten sich in Luzern rund 5000 Demonstranten. Ein Beamter sei im Laufe der Kundgebung angegriffen und verletzt worden, hieß es. Zwei Personen seien vorübergehend festgenommen worden. Die Demonstranten kritisierten, dass die Politik die Freiheit unnötig und viel zu stark einschränke. "Freiheit ist systemrelevant", lautete eines der Transparente.

+++ 17:20 Trotz hoher Fallzahlen: In Bangladesch öffnen Modefabriken +++
Während die Infektionszahlen in Bangladesch dramatisch steigen, kehren Hunderttausende Mitarbeiter von Bekleidungsfabriken in die Metropolen des Landes zurück. An Bahnhöfen, Fährhäfen und Busstationen herrscht großes Gedränge. Zuvor hat die Regierung in Dhaka die Wiederöffnung der 4500 Textilfabriken ab Sonntag angekündigt, die den europäischen und nordamerikanischen Markt mit Kleidung beliefern. Angesichts neuer Höchststände bei den täglichen Neuinfektionen hatten die Behörden in Bangladesch in diesem Monat eine Schließung von Fabriken, Büros und Geschäften angeordnet, die bis zum 5. August andauern soll. Vorzeitig öffnen dürfen nun aber die Bekleidungsfabriken, die namhafte westliche Modemarken beliefern.

+++ 16:44 Britische Behörden fordern Schwangere zu Impfung auf +++
Die britischen Gesundheitsbehörden fordern angesichts des Vormarsches der Delta-Variante alle Schwangeren auf, sich impfen zu lassen. Einen entsprechenden offenen Brief an schwangere Frauen, Hausärzte und Geburtshelfer veröffentlichte die leitende Hebamme des Gesundheitsdienstes in England. Sie weist auf eine neue Studie hin, wonach sich bei ungeimpften Schwangeren das Risiko einer schweren Erkrankung erhöht hat, seit die Delta-Variante im Land grassiert. Laut der Studie der Universität von Oxford ist der Anteil der schwangeren Frauen, die mit einer mittelschweren bis schweren Infektion ins Krankenhaus eingeliefert wurden, seit dem Auftreten der Delta-Variante im Mai "erheblich" gestiegen. 99 Prozent von ihnen waren demnach nicht geimpft, jede zehnte musste intensivmedizinisch behandelt werden.

+++ 16:14 Inzidenz bei 60,4: Berchtesgadener Land verschärft die Regeln +++
Im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land bleibt die Inzidenz hoch. Von Montag an gelten deshalb wieder strengere Regeln. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt der Wert nun bei 60,4. Damit ist der oberbayerische Kreis auch bundesweiter Spitzenreiter. Auf der Homepage des Landratsamts kündigte die Behörde an, dass von Montag an wieder in vielen Bereichen eine Testpflicht gilt - so zum Beispiel in der Gastronomie oder bei kulturellen Veranstaltungen. Davon ausgenommen seien vollständig Geimpfte und Genesene. Zudem greifen strengere Kontaktbeschränkungen.

+++ 15:42 Tausende demonstrieren in Frankreich gegen Impfpflicht +++
Der Protest gegen die Ausweitung des Gesundheitspasses und die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen in Frankreich hält an. In der Hauptstadt Paris versammeln sich Tausende Menschen, um gegen die verschärften Regelungen zu demonstrieren. Insgesamt sind in mehr als 150 Städten Demonstrationen angemeldet. Das französische Parlament hat das Gesetz zur Verschärfung der Corona-Regeln am vergangenen Sonntag nach langem Ringen verabschiedet. Es tritt am 9. August in Kraft und sieht eine Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte sowie Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte vor. Anders als ursprünglich von der Regierung gewollt, droht Impfverweigerern in diesen Berufen allerdings nicht die Entlassung, sondern nur eine Aussetzung des Gehalts. Beschlossen wurde auch eine Ausweitung des Gesundheitspasses, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt.

Update: An den Demonstrationen in Frankreich nahmen mehr als 200.000 Menschen teil.

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+++ 15:21 Teile des Landes im Lockdown: Delta-Variante lässt Fallzahlen in China steigen +++
China erlebt wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante derzeit den stärksten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten. In insgesamt 14 Provinzen verzeichnen die Behörden einen Anstieg der Infektionsfälle. Derzeit zirkuliere vor allem die Delta-Variante, "wodurch die Herausforderungen der Prävention und Kontrolle noch größer werden", sagt Mi Feng, Sprecher der Nationalen Gesundheitskommission. Im Juli registrierten die Behörden 328 symptomatische Infektionen - fast genauso viele wie im gesamten Zeitraum von Februar bis Juni. Am heutigen Samstag melden die Behörden neue Fälle unter anderem in der Provinz Fujian und in der 31-Millionen-Einwohner-Stadt Chongqing. In der Provinz Jiangzu mit ihrer Hauptstadt Nanjing sind Hunderttausende Menschen von Lockdowns betroffen.

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+++ 15:00 Esken hofft auf mehr Impfungen für junge Menschen +++
Führende SPD-Politikerinnen und -Politiker dringen auf mehr Impfungen bei jungen Menschen. "Die Infektion selbst mag bei den meisten Kindern und Jugendlichen harmlos verlaufen. Doch auch bei ihnen gibt es die Gefahr von Long-Covid", sagt die Co-Parteivorsitzende Saskia Esken dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Esken spricht sich dafür aus, "Impfmobile" an Schulen zu schicken, um Jugendlichen ein Impfangebot zu machen.

+++ 14:36 Olympia-Stadt Tokio registriert Höchststand bei Neuinfektionen +++

Der besorgniserregende Anstieg der Infektionen in Tokio während der abgeschirmten Olympischen Spiele geht ungebremst weiter. Wie die Stadtverwaltung bekannt gibt, wurden binnen 24 Stunden 4058 Neuinfektionen registriert. Es ist das erste Mal, dass die Zahl der Fälle über die Marke von 4000 stieg, nachdem die Ansteckungen drei Tage lang jeweils über 3000 gelegen hatten.

+++ 14:08 Kulturrat begrüßt Einreiseerleichterungen für Künstler +++
Die neue ab Sonntag geltende Corona-Einreiseverordnung bringt nach Darstellung des Deutschen Kulturrats Verbesserungen für Künstlerinnen und Künstler mit sich. So werde die Einreise aus Hochrisikogebieten erleichtert. Dafür sei eine Ausnahme von der Quarantäne festgelegt worden für nicht vollständig geimpfte berufstätige Künstlerinnen und Künstler. Die Regelung sei längst überfällig gewesen, erklärt Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann. "Die Veränderung der Einreiseverordnung ist eine wichtige Maßnahme, um den internationalen Kulturaustausch wieder zu beleben." Leider sei eine vollständige Gleichstellung mit dem Sport noch nicht erreicht worden, bemängelt Zimmermann. Bei denen gäbe es noch eine Ausnahme mehr.

+++ 13:42 Eine Million in Corona-Selbstisolation: Britische Wirtschaft fordert Ende der "Pingedemie" +++
Angesichts Hunderttausender Beschäftigter in verpflichtender Corona-Quarantäne fordert die britische Wirtschaft eine rasche Änderung der Regeln zur Selbstisolation. Der Chef des Industrieverbands CBI, Tony Danker, sagte der Zeitung "Daily Telegraph", Premierminister Boris Johnson müsse die Vorschriften zur Selbstisolation für vollständig geimpfte Corona-Kontakte "morgen" beenden. "Massen-Isolation" müsse durch Massentests ersetzt werden, sagte Danker. Derzeit sind in Großbritannien weit mehr als eine Million Menschen in häuslicher Quarantäne, weil sie von der britischen Corona-App als Kontaktpersonen von Infizierten "gepingt" wurden. Wegen dieser "Pingedemie", wie britische Medien das Phänomen nennen, blieben zuletzt zahlreiche Supermarktregale leer, Kneipen geschlossen, Produktionsbänder standen still. Erst am 16. August ändern sich die Regeln, dann dürfen zumindest vollständig Geimpfte trotz "Pings" mit einem negativen Test das Haus verlassen.

+++ 13:18 Frankreich: 160.000 auf Demos gegen Verschärfung der Corona-Regeln erwartet +++
Das dritte Wochenende in Folge werden in Frankreich Großdemonstrationen gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln erwartet. Die Behörden rechnen für Samstag erneut mit etwa 160.000 Demonstrierenden im ganzen Land, wie französische Medien berichten. Erneut gehen sie auf die Straßen, um ihren Unmut über eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und eine Ausweitung des sogenannten Gesundheitspasses kund zu tun. Als Gesundheitspass wird in Frankreich der Nachweis über einen negativen Corona-Test, eine Genesung oder eine vollständige Impfung bezeichnet. Diesen neuen strengeren Hygienevorschriften, die Frankreichs Präsident Macron angestoßen hat, steht nur noch eine Hürde entgegen, wenn der von Premierminister Jean Castex ob der heftigen Kritik einberufene Verfassungsrat am Donnerstag dazu Stellung bezieht.

+++ 12:46 Digitalstudie in Pandemiezeiten: Mehrheit der Jugendlichen wünscht sich Präsenzunterricht +++
Gut jeder zweite Jugendliche in Deutschland wünscht sich wieder ausschließlich Präsenzunterricht, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf die Jugend-Digitalstudie der Postbank berichtet. Demnach sind nur 14 Prozent für überwiegenden Fernunterricht. 35 Prozent plädieren für einen Wechsel zwischen digitalem und analogem Unterricht. Befragt wurden der Zeitung zufolge 1000 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren.

+++ 12:16 Bremen überschreitet als erstes nächste Impfmarke +++
In Bremen sind mittlerweile 3 von 5 Einwohnern komplett geimpft. Damit hat das Bundesland als erstes die Impfmarke von 60 Prozent überschritten. Deutschlandweit gelten momentan 52 Prozent der Menschen als komplett geimpft. In vier Bundesländern (Bayern, Brandenburg, Hamburg und Sachsen) sind es noch weniger als die Hälfte der Einwohner, wobei sich Bayern mit 49,9 Prozent unmittelbar vor der Schwelle zur 50-Prozent-Marke bei den komplett Geimpften befindet.

+++ 11:36 Spahn: Jeder fünfte Jugendliche mindestens einmal geimpft +++
Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland zwischen 12 und 17 Jahren hat mittlerweile eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das twitterte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. In absoluten Zahlen sind es 900.000. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna.

+++ 11:11 Ende der Corona-Ausnahme: Millionen US-Bürgern droht Zwangsräumung +++
In den USA droht Millionen Menschen die Obdachlosigkeit, weil am Sonntag eine Maßnahme zum Schutz vor Zwangsräumungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ausläuft. US-Präsident Joe Biden drängte den Kongress kürzlich, das Moratorium zu verlängern, nachdem der Supreme Court kürzlich eine geplante Verlängerung bis September durch das Weiße Haus untersagt hatte. Ob das funktioniert, ist fraglich, da eine Verlängerung selbst unter Bidens demokratischen Parteigenossen umstritten ist. Laut Volkszählungsbüro waren in der ersten Juli-Woche von 51 Millionen befragten Mietern noch 7,4 Millionen im Zahlungsrückstand. Die Hälfte von ihnen sagte demnach, ihnen drohe in den kommenden zwei Monaten die Zwangsräumung.

+++ 10:46 52 Prozent der Menschen in Deutschland voll geimpft bei weiter sinkendem Impftempo +++
Mittlerweile sind 52 Prozent der Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Damit ist gegenüber gestern (51,5 Prozent) noch einmal ein halber Prozentpunkt hinzugekommen. Es zeigt sich, dass das Impftempo in Deutschland weiter recht beständig abnimmt und sich der Marke von 400.000 verimpften Dosen im Schnitt annähert. Nach dem langsam anlaufenden Beginn der Impfmöglichkeiten hatte dieser Schnitt das erste Mal am 8. April die 400.000er-Schwelle geknackt, war dann bis Mitte Juni tendenziell angestiegen. Danach ließ er wieder nach.

+++ 10:01 Corona-Hilfen: Scholz will Verlängerung mindestens bis Jahresende +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz plädiert für eine Verlängerung der Corona-Hilfen. "Hilfen wie die Kurzarbeiter-Regelung und auch die Wirtschaftshilfen sind bis 30. September befristet", äußert der SPD-Kanzlerkandidat gegenüber den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Ich will beides bis zum Jahresende verlängern." Scholz fügt hinzu: "Möglicherweise müssen wir auch im nächsten Jahr dem einen oder anderen Unternehmen helfen."

+++ 09:36 Inzidenz-Debatte: Scholz für stärkeren Blick auf Hospitalisierung +++
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz schaltet sich in die Inzidenz-Debatte ein und ist für eine stärkere Betrachtung der Hospitalisierung zur Einschätzung des Pandemiegeschehens. "Viele Fachleute verweisen richtigerweise darauf, dass wir neben den Inzidenzen auch die Situation in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen im Blick behalten müssen", so der Finanzminister im Gespräch mit den Zeitungen der "Funke"-Mediengruppe. "Die Infektionszahlen steigen wieder, damit müssen wir umgehen. Aber es ist schon ein großer Unterschied zum Winter und zum Frühjahr, weil so viele jetzt geimpft und damit geschützt sind." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt schon seit längerem auf die Berücksichtigung auch anderer Kennzahlen. Aus Sicht des Robert Koch-Instituts bleibt diese Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche aber der wichtigste Frühwarnwert.

+++ 09:25 Bericht: GroKo-Einigung bei Kostenpflichtigkeit von Schnelltests +++
Die "Bild" berichtet unterdessen mit Berufung auf Regierungskreise von einer grundsätzlichen Einigung der großen Koalition zur Kostenpflichtigkeit bei Schnelltests von Ungeimpften. Dem Vernehmen nach soll es Ende September oder Anfang Oktober so weit sein - wenn alle Bürger die Chance hatten, sich zweimal impfen zu lassen.

+++ 09:12 Ministerpräsident Günther fordert baldige Test-Kostenpflichtigkeit mit konkretem Datum +++
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther fordert, dass Corona-Tests so schnell wie möglich kostenpflichtig werden. "Die Bundesregierung sollte schon in der kommenden Woche ein konkretes Datum für die Umstellung auf die Kostenpflichtigkeit der Corona-Tests festlegen", so der CDU-Politiker gegenüber der "Welt". Dieses Datum könnte der 20. September sein, erklärt er. "Bis dahin hätte jeder bisher Ungeimpfte noch die Chance, sich vollständig impfen zu lassen."

+++ 08:19 Umfrage: Mittelständler knapp für Impfpflicht +++
Eine knappe Mehrheit von Mittelständlern in Deutschland ist einer Umfrage zufolge für eine allgemeine Impfpflicht - wenn dadurch ein erneuter Lockdown verhindert werden könnte. Das geht aus einer Blitzumfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) hervor. Gestellt wurde folgende Frage: "Würden Sie einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen, wenn dadurch ein erneuter Lockdown und Schulschließungen verhindert und die Einschränkungen der Freiheitsrechte wieder aufgehoben werden könnten?" Mit Ja antworteten knapp 54 Prozent der Firmen, mit nein 45 Prozent, keine Meinung hatte knapp ein Prozent. An der Umfrage beteiligten sich rund 2950 Firmen.

+++ 07:34 Entscheidung für oder gegen Maske: Vorbilder ausschlaggebend +++
Einer Studie zufolge entscheidet in der Pandemie weniger die eigene Persönlichkeit oder die gefühlte Angst als vielmehr das Verhalten anderer, ob eine Maske getragen oder ein Impftermin wahrgenommen wird. Forscher der Universitäten Koblenz-Landau und Mannheim haben herausgefunden, dass soziale Normen den stärksten Einfluss darauf haben, ob sich Menschen an Regeln halten oder nicht. "Ausschlaggebend ist, wie ich das Verhalten nahestehender Personen wahrnehme, weniger die eigene Persönlichkeit oder die subjektive Bedrohung", bilanzieren Selma Rudert (Koblenz-Landau) und ihr Kollege Stefan Janke (Mannheim) in der Studie.

+++ 06:52 RKI meldet 2400 Neuinfektionen, Inzidenz bei 16,9 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2400 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 16,9 - am Vortag betrug der Wert 16,5, am Samstag der Vorwoche 13,6. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1919 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden 21 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.769.165 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

+++ 05:59 21 neue Corona-Fälle bei den Olympischen Spielen +++
Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio sind 21 weitere Corona-Fälle registriert worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele bekannt. Der Höchstwert war am Freitag mit 27 Neuinfektionen erreicht worden. Athleten sind dieses Mal nicht betroffen. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 241. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 23 Sportler mit dem Coronavirus. Am Tag der Eröffnungsfeier hatte es im deutschen Team in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben. Einen weiteren prominenten Fall gab es mit dem positiv getesteten Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks aus den USA.

+++ 05:13 Sieben Delta-Fälle: Ausgangssperre in drittgrößter Stadt Australiens verhängt +++
Die Behörden haben in Australiens drittgrößter Stadt Brisbane nach einem Corona-Ausbruch eine strenge Ausgangssperre verhängt. Wie der stellvertretende Ministerpräsident des australischen Bundesstaates Queensland, Steven Miles, mitteilte, werden Millionen von Einwohnern der Stadt und einiger anderer Gebiete ab Samstagnachmittag für drei Tage zu Hause bleiben müssen. Zuvor waren insgesamt sieben Ansteckungen mit der Delta-Variante des Coronavirus verzeichnet worden.

+++ 04:06 Scholz: Menschen sollten untereinander für Impfung werben +++
Vizekanzler Olaf Scholz ruft die Bürger auf, untereinander für Impfung zu werben. "Wir alle sollten bei der Arbeit oder im Sportverein sagen: Ich habe mich impfen lassen, das war gut." Wer sich so verhalte, leiste einen Beitrag, auch diejenigen zu überzeugen, die skeptisch seien, sagt Scholz der Funke Mediengruppe. Zusätzlich sollten Inzidenzen nicht mehr als Hauptrichtwert in der Pandemie gelten. Die Situation in Krankenhäusern und auf Intensivstationen müsse auch betrachtet werden. Scholz: "Die Infektionszahlen steigen wieder, damit müssen wir umgehen. Aber es ist schon ein großer Unterschied zum Winter und zum Frühjahr, weil so viele jetzt geimpft und damit geschützt sind."

+++ 02:46 Saudi-Arabien öffnet Grenzen für geimpfte Touristen +++
Saudi-Arabien öffnet nach 17 Monaten seine Grenzen für gegen das Coronavirus geimpfte Touristen. Die wegen der Pandemie verhängte Einreisesperre für ausländische Reisende werde ab dem 1. August aufgehoben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Tourismusministerium. Demnach können Reisende mit Tourismusvisum, die mit den von Saudi-Arabien zugelassenen Impfstoffen (Pfizer/Biontech, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson) vollständig geimpft sind, einreisen und müssen sich nicht in Quarantäne begeben. Vor der Einreise muss ein negativer PCR-Test vorliegen.

+++ 01:57 Rio impft Bewohner von Armenviertel für Corona-Studie +++
In einem Modellprojekt sollen Tausende Bewohner eines Armenviertels in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro gegen das Coronavirus geimpft werden. Bei dem Feldversuch soll die Wirksamkeit des Impfstoffs von Astrazeneca unter besonderer Berücksichtigung der Lebensbedingungen in dem Armenviertel Maré und neuer Covid-19-Varianten studiert werden, hieß es zum Auftakt der Kampagne in einer Mitteilung der Stadtverwaltung Rios. Das Armenviertel Maré ist mit rund 130.000 Bewohnern einer der größten Favela-Komplexe Rio de Janeiros. Bis Sonntag sollen mehr als 30.000 Bewohner im Alter von 18 bis 33 Jahren geimpft werden.

+++ 00:51 Moskau schafft Handschuh-Pflicht ab +++
Nach mehr als einem Jahr hat Russlands Hauptstadt Moskau die als Corona-Schutzmaßnahme eingeführte Handschuh-Pflicht im öffentlichen Raum aufgehoben. Unter anderem Busse, Bahnen und Geschäfte dürfen künftig wieder ohne Handbedeckung betreten werden, wie Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin mitteilt. Die Handschuh-Pflicht war in Europas größter Metropole im Mai vergangenen Jahres eingeführt worden, vielerorts wurde sie allerdings nicht konsequent umgesetzt. Sobjanin sprach von einer "deutlich verbesserten" Lage. Weil allerdings viele Menschen mit einer Impfung zögerten, hat Russlands Hauptstadt außerdem eine Impfpflicht für Angestellte zahlreicher Berufsgruppen verhängt.

+++ 23:50 Ärzteverband: Unabhängigkeit der Impfkommission mit Reform absichern +++
Angesichts des politischen Drucks auf die Ständige Impfkommission (STIKO) hat der Verband der Amtsärzte angeregt, die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Einrichtung organisatorisch abzusichern. "Man müsste überlegen, wie die STIKO künftig aufgehängt ist, um ihre Neutralität und Unabhängigkeit zu sichern", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, der "Ärzte Zeitung" (Online). Derzeit ist die Stiko am Robert Koch-Institut angesiedelt, einer Bundesbehörde. Damit gerate die STIKO aber "in den Bereich Politik und Politikberatung", erklärte Teichert. Auch brauche die Kommission hauptamtliche Strukturen, die die professionelle Arbeit der ehrenamtlich tätigen Kommissionsmitglieder unterstütze.

+++ 23:10 Auch New Yorker Broadway will Impf-Nachweise verlangen +++
Die Theater am New Yorker Broadway wollen bei der Wiedereröffnung im September nach rund anderthalbjähriger Pause während der Corona-Pandemie nur Zuschauer mit Impf-Nachweis zulassen. Auch alle Mitarbeiter und Schauspieler an den insgesamt 41 Theatern müssten geimpft sein, teilt der Branchenverband Broadway League mit. Ausnahmen gebe es nur für Kinder unter zwölf Jahren, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist, und für Menschen, bei denen medizinische Gründe oder religiöse Überzeugungen eine Impfung verhinderten - diese müssten einen negativen Test vorzeigen. Zudem müssten Zuschauer im Theater Masken tragen und dürften diese nur zum Essen und Trinken abnehmen.

+++ 22:27 WHO sieht keine höhere Sterblichkeit durch die Delta-Variante +++
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können die hart erkämpften Erfolge der Bekämpfung der Pandemie verloren gehen, da sich die hoch ansteckende Delta-Variante weiter ausbreitet. Die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove gab aber bekannt, dass es bislang keine Hinweise auf eine höhere Sterblichkeit durch die Delta-Variante gibt.

+++ 22:10 Englischen Corona-Experten belästigt: Acht Wochen Haft auf Bewährung +++
Weil er gemeinsam mit einem Kumpel den medizinischen Chefberater der britischen Regierung, Chris Whitty, belästigt hat, ist ein 24-Jähriger zu acht Wochen Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt, wie ein Gericht in London entschied. Der Mann, der wegen des Vorfalls seinen Job als Immobilienmakler verloren hatte, hatte sich zuvor der Körperverletzung schuldig bekannt. Er muss zudem rund 300 Pfund (350 Euro) Strafe und Gebühren zahlen. Whitty wurde bei dem Übergriff nicht verletzt. Der 24-Jährige hatte zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund vor gut einem Monat versucht, den Professor in einem Londoner Park zu einem Selfie zu zwingen. Die beiden Betrunkenen hielten Whitty, der oft mit Premierminister Boris Johnson bei Pressekonferenzen auftritt, fest und grölten triumphierend.

+++ 21:51 Fallzahlen in Italien steigen deutlich +++
In Italien sind die täglichen Corona-Infektionszahlen zuletzt weiter gestiegen. In beinahe allen Regionen und Autonomen Provinzen hätten die Behörden wachsende Fallzahlen in allen Altersgruppen verzeichnet, heißt es im wöchentlichen Corona-Lagebericht des italienischen Gesundheitsamtes. Zuletzt meldete das Land 6613 Neuinfektionen und fünf weitere Todesfälle. Die Delta-Mutation hat in Italien innerhalb eines Monats fast alle anderen Varianten des Coronavirus verdrängt. Stand 20. Juli sei Delta für knapp 95 Prozent aller Neuinfektionen verantwortlich, gibt das Nationale Gesundheitsinstitut (ISS) bekannt. Ein Monat zuvor habe der Anteil noch bei fast 23 Prozent gelegen.

+++ 21:28 US-Studie: Mehrheit von Infizierten nach Großevents waren geimpft +++
Einer US-Studie zufolge waren drei Viertel der Infizierten nach mehreren Großereignissen im Bundesstaat Massachusetts eigentlich komplett geimpft. Dies deute auf eine hohe Übertragbarkeit der Delta-Variante hin, teilt die Seuchenbehörde CDC mit. Nach den Veranstaltungen im Landkreis Barnstable waren 469 Fälle verzeichnet worden, von denen 74 Prozent eine abgeschlossene Impfung aufwiesen. Bei 133 genauer Untersuchten sei in 90 Prozent der Fälle Delta gefunden worden. Offenbar könnte die Mutation im Gegensatz zu anderen Varianten auch durch komplett Geimpfte übertragen werden. CDC-Chefin Rochelle Walensky nannte die Studie besorgniserregend und verwies auf neue Empfehlungen der Behörde, dass auch komplett Geimpfte in Gebieten mit hoher Inzidenz Masken tragen sollen.

+++ 21:06 Nur noch sieben Kreise mit Inzidenz von 0 +++
Nur noch sieben Kreise melden eine Sieben-Tage-Inzidenz von 0. Gestern waren das noch neun, vor einer Woche noch über ein Dutzend. Vor gut einem Jahr am 15. Juni traf das laut RKI-Daten sogar auf 158 Regionen zu. Die Mehrheit der Regionen kann dennoch weiter Inzidenzen unter 25 melden. Drei Kreise melden eine Inzidenz von über 50: Lüneburg, die Stadt Wolfsburg und das Berchtesgadener Land.

+++ 20:42 Frankreich meldet einen Fall von Herzmuskelentzündung bei Jugendlichen nach Impfung +++
Rund sechs Wochen nach Beginn der Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren in Frankreich ist in dem Land nur ein Fall von Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach einer Corona-Impfung gemeldet worden. Dies gibt die französische Arzneimittelbehörde ANSM bekannt. Bei fast 2,4 Millionen Geimpften in dieser Altersgruppe seien insgesamt 66 Fälle schwerer Nebenwirkungen registriert worden. Bisher wurde in Frankreich in dieser Altersgruppe ausschließlich der Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht, seit Mittwoch ist auch das Vakzin von Moderna für Kinder und Jugendliche zugelassen.

+++ 20:15 EU genehmigt Bahn-Hilfen in Milliarden-Höhe +++
Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben von der Bundesregierung beschlossene Corona-Hilfen für Bahnunternehmen genehmigt. Wie die Brüsseler Behörde mitteilt, geht es um Unterstützung im Gegenwert von mehr als 2,5 Milliarden Euro. Sie wird in Form einer Senkung der Entgelte gewährt, die Unternehmen im Güter- und im Personenfernverkehr für den Zugang zur Schieneninfrastruktur entrichten. "Die heute genehmigten Maßnahmen werden Unternehmen des Schienengüter- und des Schienenpersonenverkehrs in Deutschland dabei helfen, die durch die Corona-Pandemie verursachte schwierige Lage zu bewältigen", teilt die zuständige Vizepräsidentin Margrethe Vestager mit. Sie sollten zudem auch dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs mit anderen Verkehrsträgern zu wahren, um europäische Umwelt- und Klimaschutzziele zu erreichen.

+++ 19:51 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 2557 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.767.693 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2557 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 29 auf 91.638. Die Zahl der neu registrierten Todesfälle steigt im Wochenvergleich leicht: Letzten Freitag wurden 28 Tote neu gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 25.128 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,18 angegeben (Vortag: 1,13). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 350 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 181 davon werden beatmet. Rund 4326 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 589 Fälle über dem Niveau von Freitag vergangener Woche (23. Juli: 1968 Neuinfektionen). Das ents<pricht einem Anstieg um 29,9 Prozent.

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Die Entwicklungen des Vortags lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, mpe/cls/dpa/AFP/rts

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