Panorama

Luxushotel in London evakuiert14 Verletzte bei Explosion im Hyatt Regency

23.11.2014, 15:06 Uhr
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Die genaue Ursache für die Explosion, die ein Loch in die Wand des Hotelgebäudes riss, ist am Sonntag noch immer nicht klar. (Foto: AP)

Ein lauter Knall, bebende Fußböden und Dunkelheit: Die Gäste des Londoner Nobelhotels Hyatt Regency werden mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen. Einige müssen sogar im Nachthemd das Haus verlassen.

Es gab einen riesigen Schlag - danach herrschte Chaos im Londoner Hotel Churchill Hyatt Regency. Vermutlich eine leckgeschlagene Gasleitung hat in dem Luxushotel in der Nacht zu Samstag eine Explosion ausgelöst. "Die genaue Ursache wird noch untersucht, wir vermuten aber, dass es sich um ein Gasleck handelt", sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

14 Menschen wurden verletzt, die meisten von ihnen kamen mit weniger schweren Blessuren davon. Fünf Menschen kamen ins Krankenhaus, einige von ihnen wurden an schweren Beinverletzungen behandelt, wie die Sicherheitskräfte mitteilten. Die Hotelleitung legte auf die Feststellung wert, dass unter den Verletzten keine Gäste waren. Betroffen waren Hotelangestellte. Der Hotelsprecher sprach von einer "kleineren Explosion".

Plötzlich "war es stockdunkel"

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Experten hatten Schwierigkeiten in den Keller des Gebäudes vorzudringen. Es bestand Einsturzgefahr. (Foto: REUTERS)

Das Hotel Hyatt Regency zählt zu den besten Adressen der Stadt. Ein Zimmer kostet im Schnitt mehr als 300 Euro pro Nacht. 500 Hotelgäste mussten das Gebäude verlassen, die meisten wurden in umliegenden Herbergen untergebracht. Stewart Dyer, der mit seiner Frau und seinem neun Monate alten Baby in dem Hotel abgestiegen war, musste im Bademantel im Freien warten. "Meine Frau hatte nur ein Nachthemd an und keine Schuhe", sagte der 40-Jährige. "Wir hatten Glück, wir bekamen das letzte Zimmer im Nachbarhotel."

Nach Angaben der Londoner Feuerwehr war es im Keller des Hyatt Regency im Zentrum der britischen Metropole zu dem Gasleck gekommen, dort wo der Küchentrakt des Hotels untergebracht ist. "Der Boden bebte und es gab eine laute Explosion", sagte der anwesende Gats Raymund Reyes. "Als ich auf den Flur ging, war alles stockdunkel."

Gaslecks keine Seltenheit in Großbritannien

Gasleitungsexperten untersuchen noch den Unglücksort, um Genaueres herauszufinden. Auch Statiker waren vor Ort, um die Gefahr eines Einsturzes des Gebäudes zu untersuchen. Bereits am Freitag war es im Zentrum Londons zu einem Zwischenfall gekommen, als im noblen Stadtteil Knigthsbridge ein Balkongeländer einstürzte und zwei Menschen ums Leben kamen. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich bei den Opfern um Mitarbeiter einer Umzugsfirma aus Polen.

Vor elf Monaten war ebenfalls im Londoner Zentrum ein Teil der Decke des Apollo Theatres während einer Vorstellung eingestürzt, mehrere Menschen wurden verletzt.

Auch Gaslecks sind in Großbritannien keine Seltenheit. Im Februar machte eine Explosion im Seebad Clacton zwei Reihenhäuser dem Erdboden gleich. Im Oktober 2013 wurden drei Häuser im Londoner Stadtteil Hounslow von einer Gasexplosion weggefegt. Im Mai 2013 starben zwei Menschen in Newark bei Nottingham, nachdem eine Gasexplosion ein Reihenhaus erschüttert hatte.

Quelle: ntv.de, sni/dpa

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