Panorama

Jüngere Freundin schaut zu 16-Jährige verprügelt hilflosen Obdachlosen

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Am Essener Hauptbahnhof misshandelte eine 16-Jährige einen gehbehinderten Obdachlosen.

(Foto: imago images/Jochen Tack)

In Essen filmt eine Überwachungskamera am ersten Weihnachtstag eine 16-Jährige dabei, wie sie einem gehbehinderten Obdachlosen mehrfach gegen den Kopf und den Körper tritt. Der 48-Jährige muss anschließend ins Krankenhaus.

Eine 16-jährige Jugendliche soll am Morgen des 25. Dezember einen Obdachlosen im Westtunnel des Essener Hauptbahnhofs dermaßen misshandelt haben, dass er anschließend mit einem Rettungswagen in eine Klinik eingeliefert werden musste. Die Tat wurde durch die Videoüberwachung aufgezeichnet.

Gegen 6 Uhr wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei zur S-Bahn gerufen. Vor Ort fanden die Beamten einen 48-jährigen gehbehinderten Mann in einem Rollstuhl. Er blutete im Gesicht und klagte über Schmerzen am gesamten Körper. Daraufhin wurde der Rettungsdienst alarmiert und dem Mann Erste Hilfe geleistet. Zudem wurde er zur Ursache seiner Verletzungen befragt.

Der Obdachlose, der der am Hauptbahnhof ansässigen Obdachlosen- und Drogenszene angehört, erklärte, er sei durch zwei jugendliche Mädchen im Bereich des Westtunnels angegriffen worden. Sein Martyrium hätte sich über einen längeren Zeitraum hingezogen. Als kurz darauf der Rettungsdienst eintraf, wurde der Mann in eine Essener Klinik eingeliefert.

Mädchen polizeibekannt

Die Bundespolizei sichtete die Videoaufzeichnungen aus dem Westtunnel. So konnten die Beamten beobachten, dass der gehbehinderte Mann seinen Rollstuhl neben sich abstellte, um sich zum Schlafen hinzulegen. Nachdem er eingeschlafen war, kamen zwei Mädchen dazu. Beide sind der Bundespolizei aus zahlreichen Straftaten am Essener Hauptbahnhof bereits bekannt.

Die 16-Jährige trat dem Mann mit einer mehrminütigen Unterbrechung insgesamt 16 Mal gegen den Körper und den Kopf. Ihre 14-jährige Begleiterin stand währenddessen teilnahmslos daneben und schaute sich den Gewaltausbruch ihrer Freundin an. Kurz darauf zog die Ältere ein Messer und soll den 48-Jährigen damit bedroht und eine Stichbewegung in Richtung seines Bauchs angedeutet haben. Danach verließen die beiden den Westtunnel wieder. Das Opfer schleppt sich kurz danach in seinen Rollstuhl und begab sich zur S-Bahn, wo er von den Bahnmitarbeitern gefunden wurde.

Gegen die beiden Teenagerinnen wurde ein Strafverfahren wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: ntv.de, nan/dpa

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