Panorama

Coronavirus-Fall im Unternehmen 1600 Mitarbeiter sollen zu Hause bleiben

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Samstagabend informierte die Aktiengesellschaft ihre Angestellten.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Bayern sind vier weitere Personen mit dem Coronavirus infiziert - darunter ein Arbeitnehmer des Maschinenbauers DMG Mori. Nun ordnet das Unternehmen an, dass 1600 Mitarbeiter daheimbleiben sollen.

In Bayern müssen rund 1600 Mitarbeiter eines Unternehmens zu Hause bleiben. Der Maschinenbauer DMG Mori schließt vorläufig die Pforten seines Standortes in Pfronten im Allgäu. Grund dafür ist ein mit dem Coronavirus infizierter Mitarbeiter, laut "Allgäuer Zeitung" ein 36-Jähriger aus Füssen. Er habe sich "in der Nähe einer der Risikoregionen in Italien aufgehalten".

Insgesamt wurden vier neue Coronavirus-Fälle in Bayern registriert. Wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte, gab es zwei Fälle in Oberbayern sowie je einen Fall in Mittelfranken und eben jenen DMG-Mori-Mitarbeiter im Allgäu. Aktuell gibt es acht nachgewiesene Coronavirus-Infektionen im Freistaat. In Deutschland sind es laut Robert-Koch-Institut insgesamt 129 Fälle, davon sind 16 Betroffene aber inzwischen wieder geheilt. Das Landratsamt Ost-Allgäu richtete einen Krisenstab ein, wie es in der "Allgäuer Zeitung" heißt. Ziel sei es nun, die Personen zu identifizieren, die direkten Kontakt mit dem betroffenen Mann hatten.

Die Mitarbeiter von DMG Mori seien bereits am Samstagabend vom Vorstand der Aktiengesellschaft darüber informiert und angewiesen worden, zu Hause zu bleiben. "Der betroffene Mitarbeiter befindet sich auf dem Weg der Besserung", erklärte Unternehmenssprecher Stephan Knüttel. Laut Unternehmenswebsite befinden sich in Pfronten vier Tochterunternehmen. DMG Mori, die frühere Gildemeister AG, zählt zu den größten Herstellern von spanenden Werzeugmaschinen. Weltweit unterhält das im SDAX notierte deutsch-japanische Unternehmen 14 Produktionsstätten und hat rund 7000 Mitarbeiter.

Quelle: ntv.de, jru/dpa