Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 20:16 Ehemalige Wimbledon-Siegerin Martinez mit Corona infiziert +++

Die ehemalige Wimbledon-Siegerin Conchita Martinez aus Spanien hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die 48-Jährige twitterte, ist sie bei der Einreise zum Tennis-Turnier in Katar positiv auf das Virus getestet worden. Nach ihren Angaben war sie mit einem negativen PCR-Test am Mittwoch aus Spanien abgereist. Sie sei in Quarantäne, fühle sich gut, habe aber leichte Symptome, teilte sie mit. Ihre Aufgaben als Trainerin der ehemaligen Weltranglistenersten Garbiñe Muguruza nimmt sie nun per Videokonferenz war. In einigen Tagen soll Martinez eigenen Angaben zufolge erneut einen Coronatest machen.

+++ 19:52 Biden ruft US-Senat zu raschem Ja zu Hilfspaket auf +++
Nach der Billigung eines Corona-Hilfspakets im Umfang von 1,9 Billionen Dollar durch das Repräsentantenhaus hat US-Präsident Joe Biden den Senat aufgerufen, ebenfalls rasch zuzustimmen. "Wenn wir jetzt entschieden, schnell und mutig handeln, können wir bei diesem Virus endlich vorankommen", sagte Biden. Das Paket sieht Schecks über 1400 Dollar für Millionen Bürger vor. Außerdem sind unter anderem 160 Milliarden Dollar für Corona-Impfungen, Tests und Gesundheitspersonal vorgesehen, 130 Milliarden Dollar für eine sichere Wiederöffnung von Schulen sowie 350 Milliarden Dollar Hilfen für Städte und Bundesstaaten. Die Republikaner lehnen das zweitgrößte Konjunkturpaket in der US-Geschichte als zu teuer und zu wenig zielgerichtet ab. Sie warnen, dass die Hilfen eine schädliche Inflation verursachen könnten.

+++ 19:11 Protest gegen Lockdown in Dublin eskaliert in Gewalt +++
Hunderte Menschen haben in der irischen Hauptstadt Dublin teils gewaltsam gegen die Lockdown-Maßnahmen protestiert. Zu Zusammenstößen mit der Polizei kam es nach Angaben des irischen Rundfunksenders RTÉ, als Demonstranten versuchten, zu einem zentral gelegenen Park durchzudringen. Mehrere Menschen wurden demnach festgenommen. In einem Video, das im Internet kursiert, ist zu sehen, wie ein Mann Polizisten aus nächster Nähe mit einer Art Feuerwerksraketen beschießt. Der Feuerwerkskörper wird in etwa auf Kopfhöhe der Polizisten abgeschossen. Daraufhin scheint die Lage weiter zu eskalieren. Polizisten rennen dem Mann, der die Rakete abgefeuert hat, und weiteren Personen hinterher. Es werden weitere Feuerwerksraketen abgefeuert. Die irische Regierung hatte kürzlich angekündigt, die höchste Lockdown-Stufe in dem Land bis mindestens zum 5. April beizubehalten. Die Schulen sollen allerdings schrittweise von März an wieder geöffnet werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:42 Bischöfe gedenken der Corona-Toten +++
Zahlreiche Bischöfe in Deutschland haben in Gedenkgottesdiensten an die Opfer der Corona-Pandemie erinnert. "Hinter diesen kaum begreiflichen Zahlen der Toten stehen einzelne Schicksale", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, in Limburg. Der Mainzer Bischof, Peter Kohlgraf, sagte in seiner Predigt laut Redemanuskript, viele Menschen hätten in den letzten Monaten Trauer und Einsamkeit erfahren. Aber es habe auch viel Rücksichtnahme und Solidarität gegeben. Man solle in diesen Zeiten das Danken nicht vergessen, zum Beispiel für die wissenschaftlichen Gaben des Menschen und die schnelle Entwicklung eines Impfstoffes, sagte Kohlgraf. Der römisch-katholische Rat der Europäischen Bischofskonferenzen hatte dazu aufgerufen, an jedem Tag der Fastenzeit in einem europäischen Land der Opfer zu gedenken. Nachdem am 17. Februar in Albanien begonnen wurde, folgte nun Deutschland der Initiative.

+++ 18:32 Russland meldet über 11.500 Neuinfektionen +++
In Russland melden die Gesundheitsbehörden 11.534 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle auf über 4,23 Millionen. Russland verzeichnet weltweit die vierthöchste Infektionszahl nach den USA, Indien und Brasilien. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um 439 auf 85.743.

+++ 17:49 Kassenärzte: "Dauerlockdown keine Option" +++
Vor den Beratungen von Bund und Ländern fordern die Kassenärzte ungeachtet der Verbreitung von Mutationen Öffnungsstrategien. "Das Auftreten von Mutationen ändert nichts daran, dass ein Dauerlockdown keine Option ist", sagt der Vize-Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir brauchen jetzt dringend neue Konzepte, die nicht an immer neue, immer niedriger gesetzte Inzidenzwerte geknüpft werden dürfen." Ziel von Bund und Ländern ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ab einem Wert von dauerhaft unter 35 stellen sie Lockerungen in Aussicht. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

+++ 17:23 Bolsonaro warnt Gouverneure wegen verschärften Maßnahmen +++
In Brasilien wollen zwölf Bundesstaaten und der Hauptstadtdistrikt Brasília ihre Corona-Maßnahmen verschärfen. Das reicht von Einschränkungen bei nicht lebensnotwendigen Dienstleistungen über die Schließung von Schulen bis hin zu einer nächtlichen Ausgangssperre, wie das brasilianische Nachrichtenportal "G1" berichtete. So trat etwa im Bundesstaat Ceará eine verlängerte Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr an Wochenenden in Kraft. An den anderen Wochentagen beginnt sie bereits 19 Uhr. Präsident Jair Bolsonaro warnte Gouverneure, "die ihren Bundesstaat schließen", dass sie für die Nothilfe des Staates selbst aufkommen müssten.

+++ 16:30 Italien verschärft Regeln - Lockerung auf Sardinien +++
Italien will ab Montag die Corona-Beschränkungen in einigen Teilen des Landes verschärfen. Für die süditalienischen Regionen Basilikata und Molise gelten dann ein Lockdown, in der wirtschaftsstarken Lombardei sowie den Marchen und dem Piemont die mittel-strengen Regeln der Orangen Zone. Dazu unterzeichnete Gesundheitsminister Roberto Speranza eine Verordnung. Dagegen könnte auf der Insel Sardinien etwas Normalität zurückkehren. Sie soll in die Weiße Zone fallen. Ursprünglich ist vorgesehen, dass dort alle Beschränkungen aus dem Corona-Dekret entfallen und stattdessen spezifische Regeln vereinbart werden. Dafür muss eine Region drei Wochen lang einen Inzidenzwert von unter 50 Fällen je 100.000 Einwohner erreichen. Über die Modalitäten wird mit der Regierung Sardiniens noch verhandelt. Es wäre das erste Mal, dass eine Region in diese Kategorie fällt.

+++ 15:54 Ab sofort Corona-Hilfen von mehr als zwei Millionen Euro möglich +++
Vom Lockdown betroffene Firmen können nun auch große Hilfsbeträge von mehr als zwei Millionen Euro beantragen. Hintergrund sind neue Vereinbarungen mit der EU-Kommission, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Dabei geht es um die sogenannten November- und Dezemberhilfen. Für November und Dezember 2020 können Unternehmen, die direkt vom Lockdown betroffen waren - etwa Restaurants - Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahreszeitraum bekommen. Für Abschlagszahlungen ist der Bund zuständig, für die Abwicklung der eigentlichen Zuschüsse die Länder.

+++ 15:14 Kommunen fordern "Notbremse" zur Rücknahme von Lockerungen +++
Vor der nächsten Bund-Länder-Runde zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise am Mittwoch fordert der Städte- und Gemeindebund (DStGB) Vorkehrungen, um erfolgte Öffnungsschritte bei einer Verschlechterung der Lage wieder zurückzunehmen. Es sei "sinnvoll, eine Corona-Notbremse vorzusehen, sodass bei dramatischen Entwicklungen Öffnungen auch wieder rückgängig gemacht werden können", sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:35 Russische Forscher: Sputnik V auch gegen Varianten wirksam +++
Der russische Impfstoff Sputnik V ist russischen Forschern zufolge auch gegen Varianten des Coronavirus wirksam. Eine erneute Impfung mit dem Vakzin wirke "sehr gut" gegen neue Virus-Varianten, darunter auch die besonders ansteckende britische und südafrikanische, teilt das Gamaleja Zentrum mit, das Sputnik V entwickelt hat. Das zeigten Tests für eine Studie, deren Details demnächst veröffentlicht werden sollen.

+++ 13:59 Bund informiert an Grenzen per SMS über Corona-Regeln +++
Die Bundesregierung will Handynutzer bei der Einreise nach Deutschland per SMS auf die Infektionsschutzvorschriften hinweisen. Von Montag an sollen die Mobilfunknetzbetreiber diese Kurznachrichten an alle Handys verschicken, die sich in ein deutsches Netz einbuchen. Das teilt das Gesundheitsministerium mit.

+++ 13:10 Regierung will Einreiseverbot verlängern +++
Die Bundesregierung will das Beförderungsverbot für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten bis 17. März verlängern. Das berichtet die "Funke Mediengruppe", der ein entsprechender Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vorliegt. "Mit einem deutlich verringerten Eintrag von Virusvarianten sollen weitere Infektionen möglichst verhindert werden", heißt es demnach in dem Papier. Aktuell gilt das Beförderungsverbot, das derzeit auch Einreisen aus Tschechien und weite Teile des österreichischen Bundeslandes Tirol umfasst, bis 3. März. Im Prinzip dürfen von dort nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen. Unter anderem für Berufspendler, die in systemrelevanten Branchen arbeiten, gibt es Ausnahmen.

+++ 12:40 Hamburger Katzen überstehen Corona-Infektion +++
Nach einem negativen Coronatest haben zwei Katzen die Quarantäne im Hamburger Tierheim verlassen können. Das Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald habe bestätigt, dass die beiden Kater die Infektion überstanden haben, sagte die Leitende Tierärztin Urte Inkmann. Daraufhin habe das Bezirksamt Harburg die Quarantäne aufgehoben. Die Tiere hatten einer Hamburgerin gehört, die nach einer Coronavirus-Infektion gestorben war. Bislang seien in Deutschland insgesamt fünf Corona-Fälle bei Katzen und zwei bei Hunden gemeldet worden, hieß es. Es lägen aber keine Hinweise darauf vor, dass sich Menschen bei Hunden und Katzen mit Sars-CoV-2 infiziert hätten. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztiere wie Schweine und Hühner seien nicht infizierbar.

+++ 11:47 Bußgeld für Impfdrängler? Für Dreyer "ein starkes Signal" +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat sich für hohe Bußgelder ausgesprochen, sollte sich jemand bei Corona-Impfungen vordrängeln. Sie finde solches Verhalten "wirklich rücksichtslos den Gruppen gegenüber, die ein sehr hohes Risiko haben, sehr schwer zu erkranken, wenn sie nicht geimpft werden", sagte sie dem Tagesspiegel. "Ich finde den Vorschlag für ein Bußgeld für die Impfdrängler angemessen. Das wäre ein starkes Signal", sagte sie mit Blick auf Überlegungen der großen Koalition im Bund, bis zu 25.000 Euro Bußgeld für solche Fälle zu verhängen.

+++ 10:49 Eine Neuinfektion: Auckland geht in den Lockdown +++
Neuseelands größte Stadt Auckland geht für eine Woche in den Lockdown. Das hat Premierministerin Jacinda Ardern bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben, nachdem ein (!) neuer Corona-Fall nachgewiesen wurde. Die Maßnahme gelte ab Sonntag, sagte sie. Wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen ist Neuseeland bislang gut durch die Pandemie gekommen. In dem Inselstaat im Südpazifik mit knapp fünf Millionen Einwohnern gab es nur 2002 Fälle und 26 Tote.

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09:55 Wochenend-Lockdown in Hotspots Nizza und Dunkerque +++
Seit diesem Wochenende gilt in besonders heftig von der Corona-Epidemie betroffenen Regionen in Frankreich ein Teil-Lockdown. Dieser betrifft die südfranzösische Metropole Nizza samt Küstenregion und die nordfranzösische Stadt Dunkerque (Dünkirchen). Der Lockdown gilt nur am Wochenende - die Menschen dürfen dann nur noch mit triftigem Grund vor die Tür. Läden, ausgenommen Supermärkte oder Apotheken, haben geschlossen. Zu den triftigen Gründen zählen Sport oder spazieren gehen im Umkreis von fünf Kilometern zur eigenen Wohnung oder einkaufen. Wer seine Wohnung verlässt, muss ein entsprechendes Formular mit sich führen.

+++ 09:16 Tschechien schränkt Bewegungsfreiheit drastisch ein +++
In Tschechien wird die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung ab Montag wegen eines starken Anstiegs der Neuinfektionen stark eingeschränkt. Die Regierung in Prag teilte mit, ab kommender Woche dürfe der eigene Wohnbezirk nur noch verlassen werden, um zur Arbeit, zum Arzt oder zu einem pflegebedürftigen Angehörigen zu fahren. Dafür werde ein Nachweis benötigt. In Wohngebieten gelte in der Öffentlichkeit Maskenpflicht, ebenso an Arbeitsplätzen. Sämtliche Schulen und nicht lebenswichtigen Geschäfte würden geschlossen. Sport und Spaziergänge seien nur im eigenen Wohnort erlaubt. Laut Innenminister Jan Hamacek gelten die Maßnahmen zunächst für drei Wochen. "Das einzige Ziel ist, die Kurve der Neuinfektionen und der Intensivpatienten umzukehren, bevor es zu spät ist", sagte der Innenminister vor Journalisten. Die Regierung verhängte einen neuen einmonatigen Notstand, der am Sonntag in Kraft tritt. Bereits seit vergangenem Jahr gilt eine nächtliche Ausgangssperre, Restaurants sind geschlossen.

+++ 08:36 Experte erwartet Sieben-Tage-Inzidenz von 200 +++
Die dritte Welle der Corona-Pandemie wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr ähnlich stark ausfallen wie die zweite. "Ich gehe schon davon aus, dass wir wieder so Zustände wie vor Weihnachten bekommen werden", sagt der Experte für Corona-Prognosen. Er rechnet damit, dass in der ersten Aprilhälfte wieder Sieben-Tage-Inzidenzen um 200 erreicht werden könnten. Zwei Entwicklungen seien für den erneuten Anstieg der Corona-Zahlen verantwortlich. Zum einen sei die britische Mutante, die wohl um die 35 Prozent ansteckender sei, in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. "Sie wird auch hier die Oberhand gewinnen und weiter ansteigen bis in den 90-plus-Bereich", sagte Lehr nach Analyse der jüngsten Zahlen des "Covid-Simulators" an der Universität des Saarlandes. Zum anderen sehe er seit Mitte Februar wieder mehr Kontakte, die zu höheren Zahlen geführt hätten.

+++ 07:53 Hamburg: Schärfere Maskenpflicht tritt in Kraft +++
Aus Sorge vor einer weiteren Eskalation in der Corona-Pandemie gilt in Hamburg ab sofort eine schärfere Maskenpflicht in besonders beliebten großen Parks und Grünanlagen ein. Die Vorschrift zum Maskentragen gilt darüber hinaus auch an allen Stellen im öffentlichen Raum, in denen es "eng" werden kann und Abstände nicht garantiert sind. Betroffen sind etwa die Grünanlagen entlang der Alster, der Hamburger Stadtpark und das Elbufer. Dabei handelt es sich um beliebte Ziele für Spaziergänge und Ausflüge. Die Pflicht gilt jedoch nur an Wochenende tagsüber zwischen 10 und 18 Uhr. Die Polizei werde die Einhaltung dieser Regeln kontrollieren, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Bereits jetzt gilt in Hamburg eine Maskenpflicht in bestimmten zentralen Stadtgebieten.

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+++ 07:18 Impfkommission will Astrazeneca-Empfehlung ändern +++
Die Ständige Impfkommission (Stiko) will ihre Empfehlung zum Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca rasch ändern. Es werde "sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen", sagte Stiko-Chef Thomas Mertens am Freitagabend. Bisher empfiehlt die Stiko den Einsatz des Astrazeneca-Vakzins nur bei Menschen unter 65 Jahren. Dies hatte in Deutschland zu Akzeptanzproblemen für das Mittel geführt. "Das Ganze ist irgendwie schlecht gelaufen", sagte Mertens dazu. Jedoch hätten zu dem Zeitpunkt der Empfehlung keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs bei älteren Menschen vorgelegen.

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+++ 06:36 Biontech-Gründer: Impfstoffproduktion auf Jahre sichern +++
Biontech-Gründer Ugur Sahin spricht sich für einen langfristigen Erhalt der Impfstoff-Produktionskapazitäten aus. In den kommenden Jahren müssten zwei Dinge sichergestellt werden, hat er der "Bild"-Zeitung gesagt: "Zum einen die fortlaufende Produktion des Impfstoffes, damit für Auffrischungen und andere Länder ausreichend Dosen vorhanden sind. Und zum anderen müssen wir auch in der Lage sein, beim Auftauchen einer Super-Mutante schnell einen angepassten Impfstoff produzieren zu können."

+++ 05:43 RKI meldet 9762 Neuinfektionen +++
Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet binnen eines Tages 9762 Neuinfektionen gemeldet und 369 neue Todesfälle. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9164 Neuinfektionen und 490 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bundesweit bei 63,8 - und damit etwas höher als am Vortag (62,6).

+++ 04:17 Brasilia für 24 Stunden im Lockdown +++
Die brasilianische Hauptstadt Brasilia befindet sich in einem 24-stündigen Lockdown wegen steigender Fallzahlen. Die Intensivstationen der drittgrößten Stadt des Landes seien so voll wie auf dem Höhepunkt der Pandemie im vergangenen Jahr, teilt das Gesundheitsamt mit. Die Abriegelung wurde vom Gouverneur angeordnet und steht im Gegensatz zur Überzeugung des rechtsgerichteten Präsidenten Jair Bolsonaro. Dieser spielt die Schwere der Pandemie unter und will die Nothilfe bei Lockdowns streichen.

+++ 03:00 Biden warnt vor Gefahr erneut steigender Fallzahlen +++
US-Präsident Joe Biden warnt angesichts neuer Corona-Varianten vor der Gefahr erneut steigender Fallzahlen in der Pandemie gewarnt. "Das Schlimmste, was wir jetzt tun können, ist, in unserer Wachsamkeit nachzulassen", sagt Biden bei einem Besuch in Houston im Bundesstaat Texas. Er rief die Amerikaner dazu auf, sich impfen zu lassen. "Die Impfungen sind sicher", sagte er. "Ich schwöre Ihnen, sie sind sicher und wirksam." Biden appellierte außerdem an seine Landsleute, Masken zu tragen. Er betonte erneut, es sei keine politische Aussage, ob man einen Mund-Nasen-Schutz trage oder nicht.

+++ 01:56 Wahlleiter: Bundestagswahl darf kein Superspreader-Event werden +++
Bundeswahlleiter Georg Thiel fordert angesichts der Pandemie eine einheitliche Regelung für die Bundestagswahl am 26. September. "Ich bin der Ansicht, dass die Maskenpflicht im Wahllokal strikt befolgt werden muss. Die Bundestagswahl darf nicht zum Superspreader-Event werden", sagt Thiel den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zudem hoffe er, dass bis zur Wahl alle Wahlhelfer geimpft seien. Feste Zeitfenster, in denen die Bürger ihre Stimmen abgeben können, hält Thiel nicht für sinnvoll.

+++ 00:37 Berater von US-Behörde für Zulassung von Johnson & Johnson-Impfstoff +++
Ein Berater-Komitee der US-Arzneimittelbehörde FDA spricht sich für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Johnson & Johnson aus. Bei einer Video-Schalte stimmten die Fachleute des Gremiums einstimmig für die Zulassung. Eine endgültige Entscheidung über die Notfallzulassung obliegt nun der FDA, die aber meistens den Empfehlungen der Experten folgt. Es wäre - nach den Impfstoffen vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer und vom US-Pharma-Unternehmen Moderna - der dritte in den USA bedingt zugelassene Corona-Impfstoff - und der erste, der nur einmal gespritzt werden muss.

+++ 23:24 Tschechien schränkt Bewegungsfreiheit drastisch ein +++
Wegen dramatischer Infektionszahlen schränkt Tschechien die Bewegungsfreiheit der Menschen im ganzen Land drastisch ein. Sie dürfen ihren jeweiligen Bezirk von Montag an nur noch in Ausnahmefällen verlassen, teilt Innenminister Jan Hamacek mit. Die Bezirke entsprechen in ihrer Größe etwa den Landkreisen in Deutschland. Erlaubt bleiben Fahrten zur Arbeit, zum Arzt und zu Behörden, wenn entsprechende Nachweise erbracht werden. Spaziergänge und Sport in der Freizeit sind sogar nur in der eigenen Stadt oder Gemeinde möglich. Die Maßnahmen gelten zunächst für drei Wochen. Die Einhaltung soll nicht nur von der Polizei, sondern auch von 5000 Soldaten kontrolliert werden.

+++ 22:14 Kanzleramt-Chef: Tests können Öffnungsperspektiven ermöglichen +++
Corona-Schnelltests und Selbsttests spielen Kanzleramtschef Helge Braun zufolge bei der Bekämpfung der Pandemie und dem weiteren Vorgehen eine wichtige Rolle. Der Aufbau von Kapazitäten und die Durchführung von Tests sei in der nächsten Zeit das "zentrale Instrument", sagte er am Freitagabend beim digitalen Jahresempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Wiesbaden. "Wir werden in Zukunft alle wesentlich häufiger getestet werden." Wenn man auf diese Weise schaffe, die Infektionszahlen gut zu stabilisieren, "dann haben wir eine Menge Öffnungsperspektiven". Angesichts der als ansteckender geltenden Virusmutationen müsse man auf dem Weg aus dem Lockdown sehr vorsichtig vorgehen, damit die Zahlen nicht wieder nach oben schnellen, betonte Braun. Es gehe darum, in "kleinen, vorsichtigen Schritten" etwas zu ermöglichen. Das Schlimmste wäre: "Wir machen auf, stellen fest, es klappt nicht und dann sind die Zahlen wieder hoch und machen wieder relativ streng zu."

+++ 21:45 WHO vermisst Kooperation bei Impfstoff-Produktion +++
Um die Produktion von Impfstoffen gegen das Coronavirus deutlich anzukurbeln, müssen aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) endlich bestimmte Hürden fallen. Es gehe um Technologie-Transfer, freiwillige Lizenzen oder den befristeten Verzicht auf geistiges Eigentum, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. In einer Jahrhundertkrise wie dieser, sei der Moment für solche Schritte gekommen. "Wir stellen mangelnde Zusammenarbeit und sogar erheblichen Widerstand fest." Eine Ausweitung der Produktionskapazitäten wäre ein wichtiger Schritt, um Impfstoffe auch in den ärmeren Ländern schnell verteilen zu können. Davon würden alle Staaten profitieren, so Tedros.

+++ 21:10 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 9886 neue Fälle gemeldet +++
Der Trend bei den Neuinfektionen zeigt zum Wochenende leicht aufwärts. Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.429.015 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9886 neue Fälle hinzu. Das sind 743 mehr als am Freitag der Vorwoche (damals 9143). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 424 auf 69.729. Am Freitag der Vorwoche waren 567 Tote gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 123.581 Personen.

+++ 20:48 Pflegeheime verzeichnen sinkende Corona-Todesrate seit Impfbeginn +++
Die Corona-Schutzimpfungen führen inzwischen offenbar zu einer sinkenden Zahl von Covid-19-Toten in den deutschen Pflegeheimen. Eine Umfrage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter großen Pflegeheimbetreibern habe ergeben, dass die Zahl der Infizierten, Erkrankten und Verstorbenen seit Beginn der Immunisierungskampagne deutlich zurückgehe, berichtet das Blatt. So hätten etwa die 28 Johanniter-Seniorenheime in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz seit Beginn der Impfungen unter ihren 2400 Bewohnern so gut wie keine Corona-Toten mehr gezählt. Auch hätten die Krankenhauseinweisungen wegen schwerer Covid-19-Erkrankungen dort aufgehört.

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Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa/AFP