Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 21:51 12 Bundesländer melden 150.366 neue Fälle +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 23.530.981 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 150.366 neue Fälle hinzu. Allerdings haben Brandenburg, Niedersachsen, Saarland und Thüringen keine Zahlen gemeldet. Ein Vorwochenvergleich ist aufgrund der Meldelücken und Oster-Nachmeldungen aus anderen Bundesländern weiterhin nicht sinnvoll. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 144 auf 133.051. Als aktuell infiziert gelten rund 2.960.173 Personen.

Die Sieben-Tage-Inzidenzen sind bis etwa Ende nächster/Anfang übernächster Woche wenig aussagekräftig. Erst wenn die Nachmeldungen eingeflossen sind, ist ein Vergleich wieder sinnvoll.

+++ 21:24 Polen will keine weiteren Impfdosen mehr abnehmen +++
Angesichts eines Bergs ungenutzter Impfdosen will Polen keine weiteren Vakzine mehr abnehmen. Sein Land habe die EU und das Pharmaunternehmern Pfizer Ende vergangener Woche unter Berufung auf die Härtefallklausel darüber informiert, dass es weitere Lieferungen und Zahlungen verweigere, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski dem Nachrichtensender TVN24. Seinen Worten zufolge hat Polens Ansinnen bereits einen Rechtsstreit ausgelöst. Gleichzeitig sagte er, die EU-Kommission habe die Verträge mit den Impfstoff-Herstellern unterzeichnet, Polen aber sei nicht direkt an dem Vertrag beteiligt. Laut dem Minister sitzt sein Land noch auf 25 Millionen ungenutzter Impfdosen, während bereits 67 bis 70 Millionen weitere Dosen bestellt sind. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind 51 Prozent der 38 Millionen Polen vollständig geimpft, 59 Prozent habe nur eine Dosis erhalten. Zudem ist die Impfrate demnach in letzter Zeit deutlich gesunken. Da seine finanzielle Lage nicht zuletzt auch wegen der vielen Flüchtlinge aus der Ukraine angestrengt sei, habe Polen noch versucht, die Lieferungen auf mehrere Jahre zu strecken - doch vergeblich, sagte Niedzielski.

+++ 20:40 Personalengpässe in JVA Tegel: Inhaftierte blieben länger in Zellen eingeschlossen +++
Personalengpässe in der JVA Tegel haben sich in einem Teil der Einrichtung deutlich auf den Tagesablauf der Inhaftierten ausgewirkt. Heute sei die Personalsituation dort so angespannt gewesen, dass die Gefangenen nicht wie üblich "Maßnahmen der Beschäftigung und Qualifizierung" nachgehen konnten und länger in den Zellen eingeschlossen blieben, wie die Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung mitteilte. Um die Sicherheit zu gewährleisten, seien alle Gefangenen bis zum Mittag auf ihren Hafträumen geblieben, dann sei wieder aufgeschlossen worden. Ab Mittwoch solle der Tagesablauf wieder wie gewohnt gestaltet sein, betonte die Verwaltung. Sie begründete die Engpässe etwa mit dem Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz.

+++ 19:42 Spanien schafft Maskenpflicht ab Mittwoch weitgehend ab +++
In dem bei deutschen Urlaubern beliebten Land Spanien muss man ab dem morgigen Mittwoch fast nirgendwo mehr eine Corona-Schutzmaske tragen. Das entsprechende Dekret wurde heute vom Kabinett in Madrid gebilligt. Somit entfällt nach rund zwei Jahren die Maskenpflicht in nahezu allen geschlossenen öffentlichen Räumen. Nur in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Altenheimen wird die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorerst noch aufrechterhalten. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Spanien derzeit bei knapp 257 (Deutschland: 669). Rund 85 Prozent der Bevölkerung hat eine Grundimmunisierung erhalten. In Deutschland sind es ungefähr 76 Prozent.

+++ 19:00 Entführung Lauterbachs geplant: "Regelrechtes Waffenlager" bei mutmaßlichem Extremisten gefunden +++
Bei dem bayerischen Mitglied der mutmaßlichen Extremistengruppe, die die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geplant haben soll, ist nach Angaben der Ermittler ein "regelrechtes Waffenlager" gefunden worden. Darunter zahlreiche Pistolen und Messer, aber auch Langwaffen sowie die Uniform mit den SS-Runen und eine Reichsflagge. Das berichtete die zuständige Generalstaatsanwaltschaft Koblenz. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann aus dem niederbayerischen Kreis Landshut sich aktiv an den geplanten staatsfeindlichen Aktionen beteiligen und Waffen einsetzen oder beschaffen wollte.

+++ 18:32 KBV-Chef Gassen wirft Lauterbach Verunsicherung der Bevölkerung vor +++
Nach der "Killer-Varianten"-Warnung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach übt nun auch der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, Kritik. Er sprach von "düsteren Prophezeiungen", mit denen die Menschen verunsichert würden.

+++ 17:58 VfB-Profi Karazor nach positivem Test in Isolation +++
Beim abstiegsbedrohten VfB Stuttgart gibt es vor dem wichtigen Auswärtsspiel bei Hertha BSC einen weiteren Corona-Fall. Mittelfeldspieler Atakan Karazor sei in der vergangenen Woche positiv getestet worden und in häuslicher Isolation, teilte der schwäbische Fußball-Bundesligist heute mit. In der vergangenen Woche war ein positiver Test bei Kapitän Wataru Endo bekannt geworden. Karazor hatte am vergangenen Wochenende beim 0:0 in Mainz aufgrund einer Gelb-Sperre gefehlt.

+++ 17:21 Johnson droht Untersuchung in Parlamentsausschuss +++
Für den britischen Premierminister wird die Affäre über verbotene Lockdown-Partys im Regierungssitz Downing Street doch noch einmal heikel. Am Donnerstag sollen die Abgeordneten im Unterhaus darüber abstimmen, ob die Äußerungen von Boris Johnson in der Angelegenheit von einem Ausschuss auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht werden sollen. Einem entsprechenden Antrag der Opposition gab Parlamentspräsident Lindsay Hoyle heute statt, wie er im Unterhaus mitteilte. Eine absichtliche Täuschung des Parlaments gilt als klarer Rücktrittsgrund.

+++ 16:53 Spitzenkandidat von slowenischer Oppositionspartei hat Corona +++
Knapp eine Woche vor der Parlamentswahl im EU-Land Slowenien hat sich der Spitzenkandidat der oppositionellen Freiheitsbewegung, Robert Golob, mit dem Coronavirus infiziert. Dies ergab ein Selbsttest, wie der liberale Politiker am Vortag auf seiner Facebook-Seite mitteilte. Er habe lediglich Erkältungssymptome und verbleibe vorerst in häuslicher Isolation, fügte er hinzu. Bei der Wahl am kommenden Sonntag geht es darum, ob der seit 2020 regierende rechtsnationale Ministerpräsident Janez Jansa an der Macht bleibt. In letzten Meinungsumfragen lagen die SDS-Partei von Jansa und die Freiheitsbewegung Kopf an Kopf.

+++ 16:25 Lage in Niedersachsens Krankenhäusern weiter angespannt +++
In Niedersachsens Krankenhäusern werden coronabedingt weiterhin viele planbare Operationen verschoben. Das teilte die Krankenhausgesellschaft (NKG) heute auf Anfrage mit. Die Krankenhäuser befänden sich "nach wie vor in einer angespannten Situation", hieß es. Ursächlich seien dafür anders als in früheren Corona-Wellen vor allem massive Ausfälle des Personals aufgrund von Isolation und Quarantäne. Aber auch die Zahl der Corona-Patienten auf den Normalstationen sei immer noch hoch. "Die Kombination aus Personalausfällen und gleichzeitig hohem Mehraufwand ist für die Krankenhäuser problematisch", erklärte die NKG.

+++ 15:55 Finnlands Präsident mit Corona infiziert +++
Der finnische Präsident Sauli Niinistö hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Der 73-Jährige befindet sich in Isolation, wie sein Büro in Helsinki mitteilt. Niinistö gehe es gut und er könne auch weiter arbeiten. Ein für Donnerstag und Freitag geplanter Besuch im Nachbarland Norwegen ist jedoch verschoben.

+++ 15:27 Geplatzter Maskendeal: Muss Söders Ehefrau im Landtag aussagen? +++
Der Masken-Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags könnte schon bald die Frau von Ministerpräsident Markus Söder, Karin Baumüller-Söder, als Zeugin vorladen. Hintergrund ist ein von den "Nürnberger Nachrichten" bekannt gemachtes Angebot der Firma von Baumüller-Söder und ihrem Bruder Andreas Baumüller an die Staatsregierung, im April 2020 rund 16 Millionen Schutzmasken unterschiedlicher Standards zum Preis von mehr als 28 Millionen Euro beschaffen zu wollen. Auch wenn das Geschäft am Ende nicht realisiert wurde - so wirft der Fall dennoch Fragen auf. Denn nur einen Tag vor dem per Mail vorgelegten Angebot am 21. April hatte CSU-Chef Söder in seiner Regierungserklärung im Landtag eine Maskenpflicht im Handel und im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Bayerns SPD-Chef Florian von Brunn will im Maskenausschuss unter anderem klären lassen, ob Söders Ehefrau bei den Verhandlungen versucht hat, Einfluss auf das Geschäft zu nehmen. Ob es zu ihrer und weiteren Zeugenladungen kommt, ist Sache der Ausschussmitglieder.

+++ 14:59 Virologe Stöhr kontert Lauterbachs Killervarianten-Aussage +++
Gesundheitsminister Lauterbach warnt vor einer möglichen "Killervariante" des Coronavirus im Herbst - und stößt damit in Fachkreisen auf Kritik. Auch Virologe Klaus Stöhr hält Lauterbachs Theorie für falsch. Er sagt: "Die wahrscheinlichste Möglichkeit ist, dass das Virus sich weiter abschwächt".

+++ 14:25 23 Kreise haben keine freien Intensivbetten +++
Laut aktuellen Daten des DIVI-Intensivregisters verfügen 23 Kreise in Deutschland über keine freien Kapazitäten bei den Intensivbetten. Das sind etwas mehr als noch am Vortag (Ostermontag) gemeldet worden waren. In Rheinland-Pfalz sind etwa die Kreise Kusel, Mainz-Bingen und Alzey-Worms betroffen. In Baden-Württemberg melden Waldshut, Rastatt und Biberach, dass sie über keine freien Intensivbetten verfügen.

+++ 13:45 Kombi-Booster von Moderna in Studie erfolgreich +++
Der US-Pharmahersteller Moderna erzielt mit seinem weiter entwickelten Corona-Impfstoff in einer Studie vielversprechende Ergebnisse. Das bivalente Booster-Vakzin, das sowohl auf die Beta-Variante wie auch auf das ursprüngliche Coronavirus abzielt, habe eine bessere Immunantwort gegen eine Reihe von Virusvarianten einschließlich Omikron erzielt, teilt Moderna mit. Der Impfstoff habe höhere neutralisierende Antikörpertiter gegen die Omikron-Variante erzeugt als die Auffrischimpfung des derzeit verwendeten Impfstoffs. Moderna plane aber nicht direkt, die Zulassung des bivalenten Impfstoffes zu beantragen, heißt es. Die Daten würden an die US-Gesundheitsbehörde FDA übermittelt, um die Grundlage für einen zukünftigen bivalenten Impfstoffkandidaten zu legen, der die Omikron-Variante als Ziel enthält.

+++ 13:16 "Corona-Effekt" lässt Fahrraddiebstähle zurückgehen +++
Die Zahl der Fahrraddiebstähle sinkt den deutschen Versicherern zufolge im vergangenen Jahr wegen der Pandemie auf ein Rekordtief. "Insgesamt wurden 125.000 versicherte Fahrräder gestohlen, rund 15.000 weniger als im Jahr zuvor", sagt der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, Jörg Asmussen. "Auch für 2021 gehen wir von einem Corona-Effekt aus", sagte er. "Viele Menschen haben von zu Hause gearbeitet, so dass Fahrräder seltener unbeaufsichtigt im Freien abgestellt wurden. Wie schon im ersten Corona-Jahr 2020 habe es schlicht weniger Gelegenheiten zum Fahrraddiebstahl gegeben.

+++ 12:47 Über Ostern weniger Infektionen bei Kindern registriert +++
Durch das veränderte Test- und Meldegeschehen während der Osterferien entfällt der Großteil (mehr als 40 Prozent) der gemeldeten Neuinfektionen jetzt auf die Altersgruppe 35 bis 59 Jahre. Auch junge Erwachsene zwischen 15 und 34 Jahren sind deutlich überrepräsentiert.

+++ 12:09 Unternehmen sollen Corona-Daten löschen +++
Nach Ende der meisten Corona-Beschränkungen müssen Unternehmen und Behörden die damit verbundenen Datenbestände löschen. Durch das Auslaufen der Schutzmaßnahmen sei zugleich auch der Zweck der Datenverarbeitung weggefallen, erklärt die niedersächsische Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel. Daher müssten alte Daten gelöscht werden. "Wer sich noch nicht darum gekümmert hat, sollte das spätestens jetzt tun, um keine rechtswidrigen Datenfriedhöfe anzulegen." Mehr dazu lesen Sie gleich hier.

+++ 11:25 Johnson stellt sich Parlament in Partygate-Affäre +++
Der britische Premierminister Boris Johnson will sich in der Affäre um illegale Lockdown-Partys am Nachmittag den Unterhausabgeordneten stellen. Es ist sein erster Auftritt im Parlament seit er letzte Woche einen Strafbefehl wegen seiner Teilnahme an einer der Partys erhielt. Medienberichten zufolge könnten weitere folgen. Erwartet wird, dass sich der Tory-Politiker zwar für den Gesetzesbruch entschuldigen, aber weiter behaupten wird, er sei sich des Vergehens damals nicht bewusst gewesen. Oppositionspolitiker werfen Johnson vor, das Parlament belogen zu haben. Sie fordern seinen Rücktritt.

+++ 10:56 Sachsen auch bei Impfungen für Kinder Schlusslicht +++
Von den Bundesländern hat Sachsen die niedrigste Impfquote: 64,6 Prozent der Menschen dort sind komplett geimpft, wie aus dem Impfquoten-Monitoring vom Robert-Koch-Institut hervorgeht. Am höchsten ist die Quote in Bremen mit 89,3 Prozent, gefolgt von Hamburg mit 83,2 Prozent, dem Saarland mit 82,4 Prozent und Schleswig-Holstein mit 80,8 Prozent Grundimmunisierten.

Auch in den verschiedenen Altersgruppen gibt es unter den Bundesländern große Unterschiede. So sind in Schleswig-Holstein 28,7 Prozent der Kinder unter 12 Jahren komplett geimpft, in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen sind es jeweils deutlich unter 10 Prozent.

+++ 10:19 Impfzahlen brechen über Ostern ein +++
Von Karfreitag bis Ostermontag wurden laut dem Impfquotenmonitoring bundesweit nur etwas mehr als 8000 Impfungen durchgeführt. In mehreren Bundesländern wurde für gestern keine einzige verabreichte Impfdosis vermeldet. Die tägliche Impfleistung beläuft sich nun durchschnittlich auf 14.500 Impfungen pro Tag.

+++ 09:00 Intensivmediziner: Keiner weiß, wie sich Corona entwickelt +++
Der Leiter der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Stefan Kluge, hält die weitere Entwicklung des Coronavirus für ungewiss. "Keine Expertin und kein Experte kann derzeit sicher sagen, welche Variante wir im Herbst bekommen", sagt Kluge der Funke Mediengruppe. "Wir sollten aber darauf vorbereitet sein, dass noch einmal eine Variante kommen kann, die zu einer höheren Krankheitsschwere führt, als dies derzeit bei der Omikron-Variante der Fall ist." Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte mit Warnungen vor einer möglichen "Killervariante" Kritik auf sich gezogen. Kluge meinte dazu: "Eine Corona-Variante als "Killervariante" zu bezeichnen, ist unpassend." Es gebe andere Infektionen, bei denen die Sterblichkeit deutlich höher liege als dies bei Covid-19 bisher der Fall gewesen sei. Etwa eine schwere bakterielle Sepsis.

+++ 08:08 Fast zwei Drittel der Regionen übermitteln wohl keine Corona-Zahlen +++
Wie schon in den letzten Tagen haben auch am Ostermontag viele Gesundheitsämter in Deutschland anscheinend keine Angaben zu Corona-Neuinfektionen und Todesfällen übermittelt. Beim Robert-Koch-Institut liegen heute Morgen aus knapp 65 Prozent der Landkreise und kreisfreien Städte keine neuen Fälle vor.

+++ 07:24 Mehr als eine halbe Milliarde Infektionen registriert +++
Weltweit sind seit Beginn der Pandemie mehr als 502,85 Millionen Corona-Infektionen gemeldet worden. 6.594.819 Menschen sind mit oder an einer Corona-Infektion gestorben. Dies geht aus Reuters-Daten hervor. Seit dem Auftreten der ersten Corona-Fälle in China im Dezember 2019 wurden in mehr als 210 Ländern und Gebieten Infektionen registriert.

+++ 06:21 Lauterbach erntet weiter Kritik für Warnung vor "Killervariante" +++
Die Kritik an der Warnung des Gesundheitsministers Karl Lauterbach vor einer "Killervariante" des Coronavirus hält an. Der Virologe Hendrik Streeck sagte der "Bild"-Zeitung: Eine Variante so ansteckend wie Omikron und so gefährlich wie Delta ist nicht unmöglich, aber das ist noch lange keine "Killervariante"." Streeck meinte zudem: "Deutschland hat eine hohe Impfquote und etliche Genesenen und damit einen guten Basis-Schutz." Die liberale Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus sagte der Zeitung, sie halte es für "nicht zielführend, bereits jetzt die Möglichkeit einer schwerwiegenderen Virusvariante zu diskutieren". Wissenschaftlich belegt sei, dass das Coronavirus schnell mutiere. "Ob es sich dabei um eine gefährliche Variante handelt, kann heute niemand prognostizieren." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:01 RKI: Inzidenz sinkt weiter auf 669,9 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 22.483 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 140.307 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 162.790 positive Tests gemeldet wurden. Insgesamt liegt damit in Deutschland die Zahl der bestätigten Infektionen bei mehr als 23,4 Millionen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 669,9 von 808,8 am Vortag. Sieben weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 132.960. Wie das RKI mitteilt, kann es wegen der Osterfeiertage und Ferien in einigen Bundesländern zu geringeren Test-, Melde- und Übermittlungsaktivitäten kommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:30 Shanghai meldet sieben weitere Corona-Todesfälle +++
Gestern hatte die Stadt den Tod von drei Corona-Infizierten bekannt gegeben. Es war das erste Mal, dass die Stadt während des aktuellen Omikron-Ausbruchs Todesfälle gemeldet hatte. Die Stadt registrierte einen Rückgang der Neuinfektionen auf 17.332 von 19.831 am Vortag. Shanghai hatte am 1. April für das gesamte Stadtgebiet einen harten Lockdown verhängt, was zu Unmut in der Bevölkerung führt.

+++ 01:00 Intensivmediziner: Keiner weiß, wie sich Corona entwickelt +++
Intensivmediziner warnen vor Prognosen über die Entwicklung des Corona-Virus. "Keine Expertin und kein Experte kann derzeit sicher sagen, welche Variante wir im Herbst bekommen", sagt Stefan Kluge, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Funke Mediengruppe. Gleichzeitig könne nicht ausgeschlossen werden, "dass im Herbst wieder Varianten kommen, die schwerer krankmachen". Eine Corona-Variante als "Killer-Variante" zu bezeichnen sei "unpassend", sagt Kluge. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte zuvor vor einer möglichen "Killer-Varianten" des Coronavirus zum Herbst gewarnt.

+++ 21:43 US-Richterin hebt Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln auf +++
In den USA hat eine Bundesrichterin die landesweite Corona-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln für ungültig erklärt. Die nationale Gesundheitsbehörde CDC habe mit der entsprechenden Verfügung ihre Befugnisse überschritten, heißt es in der heute veröffentlichten Entscheidung der Richterin aus dem Bundesstaat Florida. Das Verfahren für solche Vorschriften sei nicht eingehalten worden. Das Gericht in Tampa hob die Regelung auf und verwies sie zurück an die Gesundheitsbehörde. Zunächst blieb unklar, welche unmittelbaren Folgen die Entscheidung hat. Präsident Joe Biden hatte die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2021 angestoßen.

+++ 20:59 Sieben Bundesländer melden 9547 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 23.380.615 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9547 neue Fälle hinzu. Es ist das erste Mal seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag (hier auch mit Feiertagseffekt), dass eine Fallzahl von unter 10.000 gemeldet wird. Allerdings meldeten Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Saarland, Niedersachsen und Thüringen keine Zahlen. Das heißt die Mehrheit der Bundesländer gaben keine neuen Fallzahlen ab. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 5 auf 132.907. Das Wochenmittel sinkt von 171 auf 159 bei den Todesfällen. Das dürfte aber ebenfalls am Feiertagseffekt liegen. Als aktuell infiziert gelten rund 3.342.799 Personen.

Die Sieben-Tage-Inzidenzen sind bis etwa Ende nächster/Anfang übernächster Woche wenig aussagekräftig. Erst wenn die Nachmeldungen eingeflossen sind, ist ein Vergleich wieder sinnvoll.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ysc/hul/lve/dpa/AFP/rts

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