Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:28 Intensivmediziner: Arbeitsbedingungen müssen endlich besser werden +++

In der Debatte um die Arbeitsbedingungen von medizinischem und Pflegepersonal und marode Kliniksysteme werden aus der Intensivmedizin klare Forderungen laut. "Das allerwichtigste ist, dass vor allem die Arbeitsbelastung auf Intensivstationen reduziert werden muss", sagt Intensivmediziner Daniel Zickler. Das klinge banal, sei aber zwingend nötig, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Patientenversorgung nachkommen könnten. Dafür brauche es mehr Personal, mahnt der Mediziner von der Berliner Charité. Es sei sehr bedenklich, dass viele Fachkräfte in der Ärzteschaft und bei den Pflegekräften angesichts der starken Belastungen zuletzt ausgestiegen seien. Diesen Notstand gebe es nicht erst seit Corona, die Pandemie habe aber die Situation noch dramatisch verschärft.

+++ 22:03 Malaysia lockert Einreiseregeln +++
Malaysia lockert ab dem 1. Mai die Einreiseregeln für zweifach Geimpfte: Touristen mit Impfnachweis müssen dann weder vor der Abreise noch nach der Ankunft in dem südostasiatischen Land einen Test machen. Das kündigt das Gesundheitsministerium in Kuala Lumpuran. Die Behörden hoffen, dadurch wieder mehr Urlauber ins Land zu locken. Erst vor vier Wochen hatte Malaysia nach mehr als zwei Jahren seine Grenzen wieder geöffnet - als eines der letzten Länder der Region. Jedoch sind bislang noch ein negativer PCR-Test vor der Abreise sowie ein negativer Antigen-Test innerhalb von 24 Stunden nach der Ankunft Voraussetzung für eine Einreise.

+++ 21:21 Branchenvertreter: Keine Personalnot durch Teil-Impfpflicht im Gesundheitsbereich+++
Die seit Mitte März greifende Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen hat laut Branchenvertretern keine Personalnot ausgelöst, es gibt aber offene rechtliche Fragen. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe erklärt, es würden kein großer Ausstieg aus dem Beruf und damit auch keine Unterversorgung befürchtet. Es gebe aber seit Jahrzehnten viel zu wenig Pflegende in allen Einrichtungen, sagt Präsidentin Christel Bienstein. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste erläutert, es gebe jetzt nicht Verluste Zehntausender Beschäftigter. Dazu habe auch die abgestufte Umsetzung der Impfpflicht beigetragen. Nötig seien gesetzliche Klarstellungen zu arbeits- und haftungsrechtlichen Fragen - etwa, ob Pflegeheimen Regressforderungen entstehen könnten, wenn sie nicht-immunisierte Beschäftigte mit Tests und Maske einsetzten.

+++ 19:44 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Bundesländer melden 136.321 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist laut Angaben der in den Bundesländern für die Fallerfassung zuständigen Behörden auf 24.519.156 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit im Vergleich zum Vortag bei 136.321. Die Zahl der Todesfälle steigt um 317 auf 134.884. Als aktuell infiziert gelten rund 2.420.00 Personen.

Im Wochenvergleich sinkt die Zahl der neu entdeckten Ansteckungen weiter. Letzten Mittwoch wurden 190.162 Neuinfektionen registriert, heute sind es 28,3 Prozent weniger. Auch die Zahl der im Laufe des Tages gemeldeten Todesfälle liegt unter dem Niveau von vor einer Woche. Am 20. April wurden 345 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert. Im Schnitt werden derzeit 213 Todesfälle pro Tag gemeldet.

+++ 17:56 EU-Kommission: Müssen uns auf nächste Phase der Pandemie vorbereiten +++
Die EU-Länder sollten der EU-Kommission zufolge trotz sinkender Corona-Zahlen wachsam bleiben. "Wir beginnen eine neue Phase der Pandemie, da wir allmählich begonnen haben, mit Covid-19 zu leben. Trotzdem sollten wir extrem wachsam bleiben", erklärt Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Es gebe nach wie vor das Risiko neuer Virusvarianten. Konkret sollen die EU-Länder einer Mitteilung zufolge die Kampagnen für Impfungen und Booster verstärken. Nur 64 Prozent der EU-Bevölkerung hätten einen Booster erhalten, und es gebe noch 90 Millionen komplett ungeimpfte Menschen in der EU, sagt Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

+++ 16:30 Einreise-Regeln bis Ende Mai verlängert +++
Für Urlaubsrückkehrer gelten vorerst weiterhin Regeln bei der Einreise nach Deutschland. Das Bundeskabinett beschließt, die entsprechende Verordnung bis 31. Mai zu verlängern - sie wäre sonst morgen ausgelaufen. Damit bleibt es dabei, dass alle ab zwölf Jahren bei Einreise über einen 3G-Nachweis als geimpft, genesen oder getestet verfügen müssen. Auch wenn die aktuelle Omikron-Variante weniger schwere Krankheitsverläufe zur Folge habe, sei bei einer weltweit weiterhin dynamischen epidemischen Situation die Ausbreitung neuer Varianten mit stärker krankmachenden Eigenschaften nicht unwahrscheinlich, erläutert das Gesundheitsministerium.

+++ 15:11 Infizierter Präsident Finnlands an Lungenentzündung erkrankt +++
Der mit Corona infizierte finnische Präsident Sauli Niinistö ist an einer Lungenentzündung erkrankt. Seine Covid-19-Erkrankung habe nachgelassen, "und die Lungenentzündung hat zugeschlagen", schreibt der 73-Jährige auf Facebook. Nachdem bei ihm vor einer Woche das Coronavirus nachgewiesen wurde, habe er einige Tage im Krankenhaus verbracht, berichtet Niinistö. Inzwischen sei sein Fieber jedoch zurückgegangen und er erhole sich zu Hause.

+++ 13:48 Infektion im Pflegeheim: Britische Regierung verstieß gegen Gesetz +++
Die britische Regierung hat bei ihrem Umgang mit Pflegeheimbewohnern in der Pandemie gegen das Gesetz verstoßen. Zu diesem Schluss kam der Londoner High Court. Zehntausende Menschen starben in England an Covid-19 in Pflegeheimen. Als Grund für die starke Ausbreitung des Virus in den Einrichtungen gilt, dass die Regierung massenhaft Patienten aus Krankenhäusern ohne vorherige Testung in Pflegeheime verlegen ließ. Mit der Maßnahme sollte die Zahl der verfügbaren Krankenhausbetten schnellstmöglich erhöht werden. In ihrem Urteil warfen die Richter der Regierung nun vor, die Risiken für ältere und stark gefährdete Bewohner durch eine asymptomatische Verbreitung des Virus nicht ausreichend in Betracht gezogen zu haben - obwohl es bereits im März 2020 ein wachsendes Bewusstsein dafür gegeben habe. Zwei Frauen, deren Väter in Pflegeheimen infolge von Corona-Infektionen gestorben waren, hatten gegen das Gesundheitsministerium und die Gesundheitsbehörde Public Health England geklagt.

+++ 13:20 Kabinett: Einmalzahlung von 200 Euro für Geringverdiener im Juli +++
Empfänger von Sozialleistungen sollen wegen der Belastungen durch die Corona-Pandemie im Juli eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro erhalten. Das geht aus einem Gesetzentwurf der Ampel-Koalition hervor, den das Bundeskabinett heute verabschiedet hat. Ursprünglich hatte die Koalition lediglich eine Corona-Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro vorgesehen. Der Betrag wurde Ende März im Zuge weiterer Entlastungen noch einmal um 100 Euro erhöht. Profitieren sollen all jene Erwachsenen, die Arbeitslosengeld II, Grundsicherung oder Sozialhilfe beziehen. Neu beschlossen hat das Kabinett auch eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro für Menschen, die Arbeitslosengeld I beziehen. Anspruch darauf haben sollen laut Entwurf all jene, "die im Monat Juli 2022 für mindestens einen Tag Anspruch auf Arbeitslosengeld haben". Wann genau mit einer Überweisung zu rechnen ist, ist noch unklar.

+++ 13:00 3G im Europaparlament: Gericht schmettert Klage von Abgeordneten ab +++
Im Zuge der Corona-Pandemie hat auch das EU-Parlament das Recht gehabt, eine 3G-Regelung einzuführen, bestätigt das erstinstanzliche Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg. Demnach wurde die Freiheit der Abgeordneten dadurch nicht unverhältnismäßig beschränkt. Das Gericht wies damit die Klagen mehrerer Abgeordneter aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Italien ab.

+++ 12:40 Negativer Test: Draghi kann Geschäfte wieder aufnehmen +++
Italiens Regierungschef Mario Draghi ist nach seinem positiven Corona-Ergebnis nicht mehr isoliert. Der 74-Jährige habe ein negatives Corona-Testergebnis erhalten, teilte die Regierung mit. Der parteilose Ministerpräsident der italienischen Mehrparteienregierung werde noch heute in seinem Amtssitz Palazzo Chigi erwartet. Dieser teilte am Montag vergangener Woche mit, dass Draghi positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Ihm gehe es gesundheitlich gut, hieß es in der Zwischenzeit auf Nachfrage. Wegen des Positiv-Tests konnte Draghi unter anderem nicht in die Republik Kongo und nach Angola reisen, wo stattdessen zwei seiner Minister wegen des Angriffs auf die Ukraine weitere Erdgas-Lieferungen aushandelten.

+++ 12:13 Niedersachsen hat die bundesweit höchste Inzidenz +++
Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen bleibt auf hohem Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag heute bei 1339,4 nach 1336,5 am Vortag. Dies ist nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) der höchste Wert im Vergleich der Bundesländer. Die Zahl gibt an, wie viele Neuinfektionen es pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche gab. Innerhalb eines Tages wurden landesweit 21.015 Neuinfektionen und 55 weitere Todesfälle registriert. Die Hospitalisierungsinzidenz in Niedersachsen sank heute dagegen von 10,7 auf 10,3.

+++ 11:36 Ärzte in Sachsen erhalten massenweise impfkritische Flyer +++
Die sächsischen Ärztinnen und Ärzte sehen sich nach eigenen Angaben von einem Aufruf aus der impfkritischen Szene überschwemmt. Auf einem Flyer würden sie aufgefordert, Krankheiten oder andere Auffälligkeiten bis zu 90 Tage nach einer Corona-Impfung als Impfnebenwirkung zu deklarieren, teilte die Sächsische Landesärztekammer mit. Die Kammer bekräftigte, dass die Mediziner ihrer Meldepflicht von auffälligen Impfreaktionen gewissenhaft nachkämen. Allerdings träten Impfreaktionen in der Regel innerhalb von 14 Tagen auf. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) habe den Abstand sicherheitshalber auf 42 Tage verlängert und werte zudem Meldungen aus, bei denen ein längerer Abstand zur Impfung bestehe. "Gesundheitliche Beschwerden bis 90 Tage nach einer Impfung zu melden, entbehrt jeglicher wissenschaftlichen Grundlage", heißt es in einer Mitteilung der Kammer. Ärztinnen und Ärzte sollten den aktuell kursierenden Aufruf daher ignorieren.

+++ 11:09 Streeck: "Häufigsten Infektionen finden im Privaten statt" +++
Dass die Maskenpflicht in Supermärkten, der Gastronomie und vielen andern Innenräumen gekippt wurde, hält der Virologe Hendrik Streeck für vertretbar. Die „häufigsten Infektionen finden im Privaten statt“, sagt Streeck. Dennoch betont der Experte im Gespräch mit ntv, dass die Pandemie nicht vorbei sei, und geht von steigenden Coronazahlen im Herbst und Winter aus.

+++ 10:35 Kita-Testpflicht in Berlin endet ab 9. Mai +++
Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie plant, die Corona-Testpflicht in Kitas ab 9. Mai zu beenden. Das geht aus einem Schreiben der Verwaltung an die Dachverbände der Kitaträger hervor, das dem RBB vorliegt. Darin heißt es, dass aufgrund der sinkenden Infektionszahlen die "allgemeine, regelmäßige Testpflicht in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege entfällt". Ausdrücklich wird aber darauf hingewiesen, dass auch nach dem 9. Mai auf freiwilliger Basis und anlassbezogen weiter getestet werden kann, etwa wenn es zu Corona-Ausbrüchen kommt.

+++ 10:08 Nach Schulstart: Neuinfektionen bei 5- bis 14-Jährigen steigen deutlich +++
Am Montag ist die Schule im Großteil der Bundesländer wieder losgegangen - und prompt ist der Anteil der 5- bis 14-Jährigen, die positiv auf Corona getestet wurden, im Vergleich zur Vorwoche stark gestiegen. Während der Ferienzeit war der Anteil der Schulkinder an den Neuinfektionen auf deutlich unter 10 Prozent gesunken. Auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle hatte der Anteil zwischenzeitlich fast 25 Prozent betragen. Schulkinder waren lange Zeit mit Abstand am stärksten vom Infektionsgeschehen betroffen. Inzwischen ist der Anteil der über 60-Jährigen aber größer und verharrt seit einigen Wochen bei etwa 17 bis 18 Prozent.

+++ 09:37 Amtsarzt: Verkürzte Isolationsfrist ergibt keinen Sinn +++
Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid sieht die geplante Verkürzung der Isolationsfrist in Berlin für Menschen mit einer Corona-Infektion kritisch. "Medizinisch ergibt sie überhaupt keinen Sinn", sagte Larscheid im RBB-Inforadio. Der Berliner Senat plant nach bisherigem Stand, dass Infizierte sich nur noch fünf Tage isolieren müssen, wenn sie dann 48 Stunden symptomfrei sind. Bisher sind sieben bis zehn Tage vorgeschrieben. Eine Vielzahl von Patienten sei mitnichten nach fünf Tagen wieder gesund, erklärte Larscheid. Bei der geplanten 48-Stunden-Regel wird nach seinen Worten eine große Gruppe übersehen: Diejenigen, die eine Infektion haben, aber symptomarm sind. Mit der Eigenverantwortung habe es in der gesamten Pandemie nur eingeschränkt funktioniert, sagte Larscheid weiter.

+++ 09:10 Studie: Junge Menschen fahren seit der Pandemie mehr Auto +++
Die jüngeren Generationen setzen seit Beginn der Corona-Pandemie vermehrt auf das Auto als Fortbewegungsmittel: Mehr als jede oder jeder Dritte zwischen 18 und 24 Jahren (35 Prozent) und jede oder jeder Fünfte der 25- bis 34-Jährigen (21 Prozent) gaben in einer repräsentativen Befragung des digitalen Versicherungsmanagers Clark an, seit Beginn der Pandemie häufiger das Auto zu nutzen. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass aus infektiologischer Sicht das eigene Auto im Vergleich zu öffentlichen Verkehrsmitteln als sicherer gilt. Zum Vergleich sind es laut Befragung: In den Generationen Ü45 und Ü55 nur 15 bzw. 12 Prozent, die seit Pandemiebeginn häufiger das Auto nutzen.

+++ 08:41 Konsumstimmung noch schlechter als im ersten Lockdown +++
Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat sich im April weiter deutlich verschlechtert. Das vom Marktforschungsunternehmen GfK ermittelte Konsumklima stürzte auf einen neuen historischen Tiefstand und unterschreitet sogar das bisherige Rekordtief aus dem Frühjahr 2020 während des ersten Corona-Lockdowns. "Der Ukraine-Krieg sowie die hohe Inflation haben der Verbraucherstimmung einen schweren Schlag versetzt", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl am Mittwoch. Der GfK-Index war bereits für April auf minus 15,7 Punkte abgestürzt; für Mai werden es jetzt minus 26,5 Punkte sein, wie die Marktforscher mitteilten.

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+++ 08:19 Wegen Infektion abgesagtes TV-Triell: Politologe fordert Nachholtermin +++
Für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat der Kieler Politikwissenschaftler Prof. Wilhelm Knelangen einen Nachholtermin für das wegen einer Corona-Infektion von CDU-Ministerpräsident Daniel Günther abgesagte TV-Triell gefordert. "Sobald es für Günther wieder geht, sollte er sich dem Triell stellen", sagte Knelangen. "Notfalls muss er sich vertreten lassen." Eine direkte Auseinandersetzung der Spitzenkandidaten sei wichtig: "Denn das Triell gibt den Wählerinnen und Wählern Gelegenheit, nicht nur die politischen Angebote des Spitzenpersonals zu hören, sondern auch zu sehen, wie die Menschen miteinander umgehen, die Ministerpräsident werden wollen."

+++ 07:48 Keine Tests mehr: Thailand lockert Einreiseregeln +++
Thailand lockert die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristen weiter. Besucher mit Impfnachweis müssten ab dem 1. Mai weder einen Corona-Test vor der Abreise noch nach der Ankunft machen, teilten die Behörden in dem südostasiatischen Urlaubsland mit. Wenn die Visa-Formalitäten am Flughafen erledigt sind, können sich Feriengäste ab Sonntag sofort im ganzen Land frei bewegen. Die Zeitung "Bangkok Post" sprach am Mittwoch von einem "Meilenstein" für den Neustart der wichtigen Tourismusbranche. Erforderlich bleiben lediglich die Registrierung im Internet für den so genannten "Thailand Pass" sowie eine Krankenversicherung über 10.000 US-Dollar (9400 Euro). Für Ungeimpfte gelten andere Regel. Es wird empfohlen, sich bei den Behörden genau über die nötigen Formalitäten zu informieren.

+++ 07:21 RKI meldet 141.661 Neuinfektionen und 343 Todesfälle +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder unter 900 gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt den Wert am Morgen mit 887,6 an. Am Vortag hatte er bei 909,1 gelegen, vor einer Woche bei 688,3. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden liegt demnach bei 141.661, nach 136.798 am Vortag und 198.583 vor einer Woche. Die Gesamtzahl der erfassten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 24.479.055. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI zudem 343 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 134.832.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 06:57 Schnelltest-Container in Münster in Brand geraten +++
Im südhessischen Münster hat in der Nacht ein Corona-Schnelltest-Container gebrannt. Laut Polizei wurde bei dem Feuer in der Teststation im Landkreis Darmstadt-Dieburg niemand verletzt. Nach ersten Erkenntnissen brannte die gesamte Verschalung des Containers, wobei ein Schaden von etwa 10.000 Euro entstand. Die Polizei prüfe sowohl einen technischen Defekt als auch eine Brandstiftung als mögliche Ursache und sucht nach Zeugen. Es ist nicht das erste Feuer in einem Corona-Schnelltest-Container in Südhessen. In Mörfelden-Walldorf hatten Anfang des Monats in zwei aufeinander folgenden Nächten zwei Test-Container gebrannt, kurze Zeit später brannte ein Test-Container in Groß-Zimmern. Ob die Brände in einem Zusammenhang stehen, ist noch unklar.

+++ 06:37 Hotspot-Beschränkungen in MV fallen +++
Zum vorerst letzten Mal gelten am Mittwoch in Mecklenburg-Vorpommern strengere Corona-Vorschriften als in den meisten anderen Regionen der Bundesrepublik. Mit Ablauf des Tages enden im Bundesland die letzten verbliebenen Hotspot-Regeln. Danach gibt es kein 2G plus (geimpft oder genesen, plus Test oder "Booster") in Clubs und Diskotheken und keine Maskenpflicht mehr in Kinos, Theatern und Museen. In den meisten anderen Bundesländern ist dies schon seit Anfang April so.

+++ 06:00 Shanghai meldet 48 weitere Tote +++
Shanghai verzeichnet Regierungsangaben zufolge binnen 24 Stunden 48 neue Corona-Todesfälle gegenüber 52 am Vortag. Die Zahl der bestätigten symptomatischen Infektionen fällt auf 1606, tags zuvor waren es 1661. Chinas größte Stadt meldet 11.956 neue asymptomatische Coronavirus-Fälle (Vortag: 15.319). Shanghai kämpft derzeit mit dem größten Virus-Ausbruch, den China seit Beginn der Pandemie verzeichnet hat. Die Abriegelung der chinesischen Finanzmetropole geht in die vierte Woche.

+++ 04:59 Biontech beantragt Zulassung von Kinder-Booster +++
Biontech und Pfizer beantragen in den USA die Zulassung einer Corona-Auffrischungsimpfung für Fünf- bis Elfjährige. Bei einer klinischen Studie habe eine dritte Dosis des Biontech-Pfizer-Vakzins etwa sechs Monate nach der zweiten Dosis bei Kindern zwischen fünf und einschließlich elf Jahren zu einer "starken Immunantwort" geführt, teilen die Unternehmen mit. Es habe keine Sicherheitsprobleme gegeben. In den kommenden Wochen sollen Anträge auch bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und bei anderen Aufsichtsbehörden eingereicht werden.

+++ 03:22 Lauterbach hält an Gratis-Tests fest +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach lehnt die Einstellung der kostenlosen Corona-Tests ab. "Auch wenn die Inzidenzen inzwischen langsam zurückgehen, ist es zu früh für eine Entwarnung", sagt eine Sprecherin des Ministers der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Der Anspruch auf den sogenannten Bürgertest sei kürzlich mit der Fortschreibung der Testverordnung bis zum 30. Juni 2022 verlängert worden. Tests seien Bestandteil einer präventiven Pandemiebekämpfung, so die Sprecherin. "Sie können dazu beitragen, dass infizierte Personen das Virus nicht weitergeben". Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hatte ein Ende der anlasslosen Bürgertests gefordert.

+++ 01:21 Südafrika: Forscher beobachten Beginn neuer Infektionswelle +++
Südafrika wird von einer neuen Corona-Infektionswelle heimgesucht. "Die fünfte Welle ist da. Passt auf euch auf", warnt das Zentrum für Innovation und Reaktion auf Epidemien (CERI) auf Twitter. Binnen 24 Stunden wurden zuletzt 5.062 Fälle, 15 Todesfälle und 83 Krankenhauseinweisungen registriert. Die in den letzten Tagen verzeichneten Zahlen sind die höchsten seit fast drei Monaten, wobei der stärkste Anstieg in den vergangenen zwei Wochen beobachtet wurde. Das Land hatte erst Anfang April sämtliche Corona-Auflagen aufgehoben. Südafrika ist nach offiziellen Zahlen das am stärksten von der Pandemie betroffene Land des afrikanischen Kontinents.

+++ 23:52 EU will Pandemie nicht mehr als Notfall einstufen +++
Die EU-Kommission will die Notfall-Phase der Coronavirus-Pandemie für beendet erklären. Das geht aus einem Beschluss-Entwurf hervor. Demnach soll die Pandemie künftig behandelt werden wie Grippe-Wellen. Auslöser des Kurswechsels sei der Rückgang der Infektionen und der Todesfälle. Zudem seien über 70 Prozent der Menschen in der EU geimpft, die Hälfte der Bevölkerung hat zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten.

+++ 22:14 Inzidenz liegt in nur noch vier Regionen unter 350 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt stark auf über 900. Am Vortag lag sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 790,8, vor einer Woche bei 669,9. Regional gibt es große Unterschiede in Deutschland, wie der Blick auf die von ntv.de erstellte Karte zeigt: Die Inzidenz liegt in vier Regionen unter 350. Im Norden, Nordwesten und in der Mitte Deutschlands liegt der Wert in vielen Regionen über 1000.

+++ 21:29 Studie: Über die Hälfte der US-Bevölkerung hatte Corona +++
In den USA hat sich einer Studie zufolge inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal mit Covid-19 infiziert. In der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil bei 58 Prozent, bei Kindern bis elf Jahren sogar bei mehr als 75 Prozent, wie aus einer von der US-Seuchenkontrollbehörde CDC veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Die Zahlen beziehen sich auf die Monate Dezember bis Februar. Bevor die Virus-Variante Omikron Anfang Dezember auch in den USA zu grassieren begann, konnte nur bei einem Drittel aller Amerikaner eine überstandene Infektion nachgewiesen werden. Bei den jüngeren Kindern waren es gut 44 Prozent. In der Studie suchten Wissenschaftler im Blut von Probanden nach speziellen Antikörpern, die nur nach einer Infektion, nicht aber nach einer Impfung produziert werden. Den US-Behörden zufolge sind 66 Prozent der Amerikaner vollständig geimpft, 46 Prozent haben außerdem eine Booster-Impfung erhalten.

+++ 20:35 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Knapp 137.000 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 24.382.835 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 136.758 neue Fälle hinzu. Ein Vergleich mit den Fällen am Dienstag vor einer Woche ist wenig aussagekräftig, weil feiertagsbedingt teilweise Daten nach den Ostertagen übermittelt wurden. Der Blick auf den Dienstag vor zwei Wochen zeigt, dass die Infektionszahlen zurückgehen: Am 12. April wurden 162.398 Neuinfektionen gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 21,4 Prozent.

Die Zahl der im Laufe des Tages gemeldeten Todesfälle liegt leicht unter dem Niveau von vor zwei Wochen: Sie steigt um 308 auf 134.567. Im Schnitt werden derzeit 217 Todesfälle pro Tag gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 2.491.543 Personen. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts gelten aktuell 21.756.725 Menschen als genesen.

Fast überall steigen die Sieben-Tage-Inzidenzen. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. In Teilen ist das wahrscheinlich auf den "Aufholeffekt" zurückzuführen - nach den Osterfeiertagen sind aus den Ländern viele Nachmeldungen eingegangen. Das Ende der Osterferien trägt außerdem dazu bei, dass das Testgeschehen wieder zunimmt und mehr Fälle erkannt werden.

+++ 20:08 Großbritannien meldet 16.579 Neuinfektionen +++
Großbritannien registriert 16.579 neue Fälle binnen eines Tages. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein starker Rückgang: Am Dienstag vor einer Woche meldeten die Behörden mit 116.227 noch weit mehr Fälle. 451 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Infektion in den vergangenen 24 Stunden gestorben.

+++ 19:18 US-Vizepräsidentin Harris positiv getestet +++
Bei US-Vizepräsidentin Kamala Harris sind Schnell- und PCR-Tests positiv ausgefallen. Die 57-Jährige habe keine Symptome, werde sich isolieren und ihre Amtsgeschäfte aus der Residenz der Vizepräsidentin in Washington weiterführen, erklärt ihre Sprecherin Kirsten Allen. Harris sei angesichts jüngster Reisen kein enger Kontakt für Präsident Joe Biden oder First Lady Jill Biden, hieß es weiter.

+++ 18:50 WHO besorgt über fallende Testzahlen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besorgt über den starken Rückgang der Corona-Tests. Die Datenbanken der WHO erhielten immer weniger Informationen über Infektionen und Gen-Sequenzierungen von entdeckten Viren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. "Das macht uns immer blinder und wir können die Muster der Übertragung und Evolution weniger sehen", sagte Tedros. "Das Virus wird nicht verschwinden, weil die Länder nicht mehr danach suchen. Es verbreitet sich weiter, es verändert sich weiter, und es tötet weiter", sagte Tedros. Die Gefahr, dass sich eine gefährliche neue Virusvariante entwickelt, sei weiter real.

+++ 18:11 Gesundheitsämter in Hessen melden Corona-Zahlen auch nur noch werktags +++
Vom kommenden Wochenende an werden die hessischen Gesundheitsämter die Infektionszahlen von Wochenend- und Feiertagen bis auf weiteres erst am jeweils folgenden Arbeitstag melden. Auch dem Berliner Robert-Koch-Institut würden diese Daten künftig wie in zahlreichen anderen Bundesländern erst am jeweils folgenden Arbeitstag zur Verfügung gestellt, teilt das hessische Sozialministerium auf Anfrage mit. "Die Gesamtfallzahl bleibt somit gleich."

+++ 17:42 Zahl der Corona-Tests in Niedersachsen weiter rückläufig +++
Die Zahl der Corona-Tests geht in Niedersachsen weiter zurück. In der vergangenen Woche wurden etwas mehr als eine Million Bürgertests gemacht, in der Woche davor waren es noch rund 125.000 mehr, in der letzten Märzwoche sogar noch mehr als zwei Millionen, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilt. Selbsttests, die etwa in Drogeriemärkten gekauft werden können, sind in dieser Zahl nicht enthalten. Laut Gesundheitsministerin Daniela Behrens von der SPD gibt es derzeit noch rund 4300 Teststellen im Bundesland.

+++ 16:46 Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen sinkt leicht +++
Die Zahl der Corona-Patienten auf den deutschen Intensivstationen sinkt im Vergleich zum Vortag leicht um 59 auf 1579. Das geht aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervor. Demnach werden davon 597 (-19) invasiv beatmet. Bundesweit sind mit insgesamt 20.286 Intensivbetten 509 mehr als am Vortag belegt. Der Anteil der freien Betten sinkt damit von 18,1 auf 16,5 Prozent.

+++ 16:05 Dänemark setzt großangelegte Impfkampagne vorerst aus +++
Dänemark setzt sein Impfprogramm aus. Die Gesundheitsbehörde SST kündigt an, die großangelegte Impfkampagne erst im Herbst wieder aufzunehmen. Für Ungeimpfte steht auf Wunsch aber auch im Sommer Impfstoff zur Verfügung. "Wir sind in einer guten Lage", erklärt die Behördenvertreterin Bolette Söborg zur Begründung. Dänemark habe die Corona-Ausbreitung gut im Griff, das Infektionsgeschehen schwäche sich ab. Dänemark hatte im Februar mitten in einer heftigen Omikron-Welle fast alle Maßnahmen aufgehoben. Die Regierung begründete das Ende der Beschränkungen vor allem mit der hohen Impfquote.

+++ 15:37 Niedersachsen verlängert Verordnung mit leichten Änderungen bis Ende Mai +++
Die niedersächsische Corona-Verordnung wird mit wenigen Änderungen bis Ende Mai verlängert. Das kündigt Gesundheitsministerin Daniela Behrens von der SPD in Hannover an. Die überarbeitete Verordnung soll dann bis zum 25. Mai befristet sein. In der neuen Fassung wird demnach die Testpflicht für Schulen und Kitas gestrichen. Diesen Schritt hatte das Kultusministerium bereits angekündigt. Von kommender Woche an ist für den Kita- oder Schulbesuch im Bundesland kein negativer Test mehr notwendig. Wer sich testen möchte, erhält dafür im Mai drei Testkits pro Woche.

+++ 15:12 Finnischer Präsident Niinistö nach Infektion im Krankenhaus +++
Der finnische Präsident Sauli Niinistö wird wegen anhaltender Corona-Symptome im Krankenhaus untersucht. Sein Befinden sei relativ gut, er arbeite weiter aus der Distanz, teilt das Büro des 73-Jährigen mit. Niinistö, dessen Land im Zuge des Ukraine-Kriegs gerade intensiv über eine mögliche Nato-Mitgliedschaft debattiert, war vor einer Woche positiv getestet worden.

+++ 14:38 Wahl in Schleswig-Holstein: Günther infiziert, Triell fällt aus +++
Ministerpräsident Daniel Günther hat seine Teilnahme heute Abend am geplanten Wahl-Triell im NDR Fernsehen zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein krankheitsbedingt abgesagt. Die für 21 Uhr geplante Sendung entfällt daher. Gestern war bekannt geworden, dass sich der Regierungschef mit dem Virus infiziert hat. Günther bedauert seine Absage und bot eine Neuterminierung an. Der NDR prüft derzeit, wie die Sendung "NDR Info Wahl: Das Triell" in der kommenden Woche nachgeholt werden kann. Das heute für 18 Uhr geplante Triell mit den Spitzenkandidaten der kleineren Parteien findet wie geplant statt. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz von der FDP, Jörg Nobis von der AfD und Lars Harms vom SSW treffen von 18 bis 19 Uhr aufeinander. Moderiert wird die Sendung von Susanne Stichler und Stefan Böhnke. Zu sehen ist die Sendung regional in Schleswig-Holstein.

+++ 13:23 Hamburg verzichtet auf weitere Verlängerung der Corona-Maßnahmen +++
Hamburgs rot-grüner Senat verzichtet auf eine Verlängerung der sogenannten Hotspot-Regel und der damit verbundenen Corona-Maßnahmen. Aus Sicht des Senats gebe es keinen Anlass mehr, die Sondersituation nach dem Infektionsschutzgesetz zu verlängern", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher. Damit entfallen zum 1. Mai sowohl die Maskenpflicht in Innenräumen und im Einzelhandel als auch die 2G-plus-Zugangsregel bei Tanzveranstaltungen. Laut Tschentscher bleibe damit nur noch eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und bei vulnerablen Gruppen. Tschentscher begründete den Schritt mit der guten Entwicklung und dem Rückgang der Coronapatienten in den Kliniken. Auch an den Schulen falle die Maskenpflicht, die Zahl der verpflichtenden Corona-Tests werde von wöchentlich drei auf zwei reduziert, sagte Tschentscher.

+++ 12:41 Infektionsdynamik in Niedersachsen sehr hoch - fast 100.000 Fälle in fünf Tagen +++
In Niedersachsen haben die Behörden in nur weniger als einer Woche knapp 100.000 weitere Fälle von Covid-19 registriert. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) lag der Gesamtstand seit dem Beginn der Pandemie bis zum Dienstagmorgen bei 2.096.095 Fällen - damit kamen verglichen mit vorigem Samstag, als die letzten vollständigen Daten genannt worden waren, noch einmal über 25.000 Meldungen hinzu. Zwei Tage davor hatte das Land die Zwei-Millionen-Marke überschritten. Die Infektionsdynamik bleibt also sehr hoch, erst Ende Februar war die Zahl auf mehr als eine Million angewachsen. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz nahm erneut zu. Für Niedersachsen ergab sich ein Durchschnittswert von 1336,5 - am Samstag hatte er 1174,1 betragen.

+++ 12:03 Inzidenz in Hessen steigt wieder auf über 1000 +++
Die Corona-Inzidenz in Hessen ist erstmals seit etwa eineinhalb Wochen wieder über die Schwelle von 1000 gestiegen. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag am heutigen Dienstag bei 1060,8 nach 945,5 zuvor, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht (Stand 3.13 Uhr). Innerhalb eines Tages wurden demnach 11.669 neue Ansteckungen und 18 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bekannt. Seit Beginn der Pandemie gab es damit im Bundesland 1.688.055 nachgewiesene Infektionen und 9865 Todesfälle.

+++ 11:28 Sorge vor Lockdown in Peking wächst +++
In der chinesischen Metropole Shanghai befinden sich Millionen Einwohner seit Wochen in einem strengen Corona-Lockdown. Nun steigen die Corona-Fallzahlen auch in Peking. Erste Wohngebiete sind bereits abgeriegelt, die Einwohner legen Vorräte an. Und auch die Weltwirtschaft ist aufgeschreckt.

+++ 10:26 US-Gericht setzt Abschaffung von umstrittener Corona-Abschieberegel aus ++
Ein US-Gericht hat die Abschaffung einer umstrittenen Regelung vorläufig gestoppt, die unter Verweis auf die Pandemie eine schnelle Abschiebung von Migranten an der Grenze zu Mexiko ermöglicht. Das US-Bezirksgericht in Louisiana erklärte, es habe dem Antrag der Kläger gegen die von der US-Regierung geplante Abschaffung stattgegeben. Die auf einem als Title 42 bekannten Gesetz basierende Regelung war im März 2020 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump - einem Hardliner in der Flüchtlings- und Einwanderungspolitik - beschlossen worden. Demnach müssen an der US-Grenze aufgegriffene Migranten umgehend abgewiesen werden, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern.

+++ 09:54 Impflotsen in Rheinland-Pfalz rund 380 Mal im Einsatz +++
Impflotsen versuchen in Rheinland-Pfalz seit einigen Monaten im direkten Gespräch mit Menschen, die Impfquote gegen das Coronavirus zu steigern. Im ersten Quartal dieses Jahres habe es rund 380 Einsätze von Impflotsen mit ganz unterschiedlicher Reichweite gegeben, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin der Landeszentrale für Gesundheitsförderung, Susanne Herbel-Hilger. "Das können zum Beispiel sechs Personen im Rahmen eines Jobcenter-Projektes oder bei einem Sprachkurs sein, aber auch 130 bis 150 bei der Ansprache auf einem Marktplatz oder beim Durchlaufen der Fußgängerzone." Derzeit seien 37 Impflotsen in fünf Kommunen und Kreisen unterwegs: In den Städten Ludwigshafen, Mainz und Koblenz sowie in den Landkreisen Neuwied und Mayen-Koblenz. "Mittlerweile wurde allen Kommunen die Etablierung des Projekts angeboten und wir stehen mit vielen im Gespräch", berichtete Herbel-Hilgert. An einem Standort sei auch eine digitale "Piekssprechstunde" eingerichtet worden: "Eine Beratung, die auf persönlichen Netzwerken der Impflotsen basiert und sehr gut angenommen wird."

+++ 09:27 Kambodscha hebt Maskenpflicht weitgehend auf +++
Als eines der ersten Länder in Südostasien hat Kambodscha die Maskenpflicht zum Schutz vor Covid-19 weitgehend aufgehoben. Die Menschen im Land könnten nun selbst entscheiden, ob sie weiter einen Mund-Nasen-Schutz tragen wollten oder nicht, sagte Ministerpräsident Hun Sen in einer Audio-Botschaft an die Nation. In allen Außenbereichen, darunter öffentliche Gärten, Parks und Touristenattraktionen, sei die Pflicht aufgehoben. Lediglich in bestimmten Innenräumen, etwa klimatisierten Büros und Kinos, sollten die Bürger weiter Maske tragen, so der Regierungschef. Das beliebte Urlaubsland hofft auf einen Neustart der wichtigen Tourismusbranche. Das Land der Khmer versucht bereits, mit extrem einfachen Regeln Gäste anzulocken: Mittlerweile ist für die Einreise nur noch ein Zertifikat nötig, das eine zweifache Impfung bescheinigt.

+++ 08:58 Inzidenz im Saarland bei 1130,3 +++
Im Saarland sind binnen 24 Stunden 1307 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am heutigen Dienstag bei 1130,3, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) (Stand 3.13 Uhr) hervorgeht. Die Inzidenz beschreibt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Vor einer Woche lag der Wert bei 968,8. Allerdings hatte das RKI auf eine mögliche Verzerrung der Datenlage direkt nach Ostern hingewiesen. Seit Beginn der Pandemie wurden im Saarland 294 838 Corona-Infektionen registriert. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 7 auf 1622 seit Beginn der Pandemie.

+++ 08:21 Dr. Specht befürchtet Grippewelle im Herbst +++
Nachdem die Maskenpflicht auf Mallorca bereits früh abgeschafft wurde, vermeldet die Baleareninsel nun einen deutlichen Anstieg an Grippefällen. Ob Deutschland angesichts der großzügig gelockerten Corona-Maßnahmen auch eine Influenza-Welle bevorsteht, weiß ntv-Gesundheitsexperte Dr. Christian Specht.

+++ 07:56 Inzidenz in NRW steigt wieder - nun 844,3 +++
In der Corona-Pandemie hat die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen wieder deutlich zugelegt. Binnen sieben Tagen registrierten die Gesundheitsämter pro 100.000 Einwohner 844,3 Neuinfektionen. Das geht aus veröffentlichten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Am Montag hatte der Wert bei 764,1 gelegen. Auch die bundesweite Inzidenz war am heutigen Dienstag mit 909,1 deutlich höher als noch am Vortag (790,8). Für Nordrhein-Westfalen wurden 23.693 neue Corona-Fälle gemeldet. 49 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Der Anteil der mit Corona-Patienten belegten Intensivbetten in NRW betrug nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit 6,75 Prozent und damit etwa so viel wie an den Vortagen. Für insgesamt 13 Städte und Kreise wurden Inzidenzwerte im Tausenderbereich gemeldet. Den höchsten Wert hatte der Kreis Borken im Münsterland mit 1756,1. Die niedrigste Corona-Inzidenz hatte der Rhein-Sieg-Kreis im südlichen Rheinland mit 416,2.

+++ 07:24 Lindner negativ getestet +++
Bundesfinanzminister Christian Lindner kann die Quarantäne in den USA verlassen. Er sei mittlerweile ärztlich negativ getestet worden, teilte ein Sprecher in der Nacht mit. "Aufgrund der in Washington geltenden Bestimmungen hat er die Isolation beendet und tritt demnächst die Rückreise an." Lindner werde im Laufe des heutigen Dienstags in Deutschland eintreffen. "Nach einem weiteren PCR-Test hätte er nach Bestätigung des Bundesgesundheitsministeriums dann auch die in Deutschland geltenden Bestimmungen erfüllt, um seine Dienstgeschäfte wieder aufzunehmen." Lindner wird am Mittwoch zur Sitzung des Kabinetts erwartet.

+++ 06:52 Chinas Null-Covid-Politik treibt Ausländer aus der Volksrepublik +++
Chinas strikte Null-Covid-Strategie, die unter anderem zum Lockdown der Wirtschaftsmetropole Shanghai führte, treibt derzeit massenhaft Ausländer aus dem Land. Viele internationale Unternehmen haben Mühe, ihre ausländischen Arbeitskräfte in China zu halten und neue anzuwerben. In einer Umfrage der US-Handelskammer gaben vergangenen Monat mehr als 80 Prozent der Unternehmen an, dass sie aufgrund von Chinas striktem Anti-Corona-Kurs Schwierigkeiten haben, ausländische Arbeitskräfte für den Einsatz in der Volksrepublik zu gewinnen. Seit Beginn der Pandemie reduzierte ein Drittel der Firmen ihre ausländische Belegschaft in China um mindestens zehn Prozent. Die britische Handelskammer sieht die Risiken in China für die Wirtschaft "auf dem höchsten Niveau seit 2020" - damals hatte sich das Coronavirus in den ersten Monaten schnell in China ausgebreitet. Jens Hildebrandt von der deutschen Auslandshandelskammer in Peking warnt, die Lockdown-Maßnahmen würden "langfristig Spuren hinterlassen".

+++ 06:19 NRW sammelt unbenutzte Tests an Schulen wieder ein +++
Unerwartete Rückholaktion: Das Land NRW sammelt nach dem Ende der Testpflicht an den Schulen alle unverbrauchten Corona-Tests wieder ein. Das geht aus einer Email an die Schulen hervor. "Die Rückholung wird in den kommenden Wochen beginnen und einige Zeit in Anspruch nehmen", heißt es in der Email. Die Opposition ist empört. Hintergrund: Nach dem Ende der Osterferien gibt es seit Montag keine Corona-Tests mehr an Schulen. Das hatte für Kritik von mehreren Verbänden und der SPD gesorgt. An manchen Schulen überlegte man unterdessen, die Tests auf freiwilliger Basis fortzuführen - viele weiterführende Schulen haben zum Beispiel noch Schnelltests auf Lager.

+++ 04:27 Inzidenz steigt stark auf über 900 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist stark auf über 900 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt den Wert am Morgen mit 909,1 an. Am Vortag hatte er bei 790,8 gelegen, vor einer Woche bei 669,9. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden liegt demnach bei 136.798, nach 20.084 am Vortag und 22.483 vor einer Woche. Binnen 24 Stunden wurden zudem 304 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:07 Weitere Forderung nach Ende der Pflege-Impfpflicht +++
Die Impfpflicht für das Personal in Kliniken und Pflegeheimen kann nach Ansicht des FDP-Gesundheitsexperten Andrew Ullmann bei einer sehr hohen Impfrate entfallen. Dann könne auf die Fortsetzung einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht verzichtet werden, sagte der FDP-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Diese Impfpflicht sei noch während der Delta-Variante eingeführt worden. "Der Schutz vor einer Übertragung des Coronavirus war mit dieser Variante noch deutlich höher."

+++ 02:45 Shanghai meldet 52 weitere Tote - Neuinfektionen sinken +++
Shanghai verzeichnet Regierungsangaben zufolge binnen 24 Stunden 52 neue Corona-Todesfälle gegenüber 51 am Vortag. Die Zahl der bestätigten symptomatischen Infektionen fällt auf 1661, tags zuvor waren es 2472. Chinas größte Stadt meldet zudem 15.319 neue asymptomatische Coronavirus-Fälle (Vortag: 16.983). Die Stadt befindet sich seit mehr als drei Wochen im Lockdown.

+++ 22:15 In rund 30 Regionen sind keine Intensivbetten mehr frei +++
Bundesweit sind vier von fünf Intensivbetten aktuell belegt, 1579 davon mit Covid-Patienten. Das geht aus dem DIVI-Register hervor. Dabei gibt es regional Unterschiede bei der Auslastung, wie die Karte von ntv.de zeigt. Etwa 30 Regionen sind momentan komplett ausgelastet:

+++ 20:57 Zahl der Todesfälle auf ähnlichem Niveau wie 2021 +++
Die Zahl der registrierten Todesfälle bewegt sich aktuell auf einem ähnlichem Niveau wie im vergangenen Jahr. Das geht aus den Daten der Länderbehörden hervor, die ntv.de ausgewertet hat.

+++ 20:02 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Knapp 63.000 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 24.246.077 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 62.804 neue Fälle hinzu. Ein Vergleich mit den Fällen am Montag vor einer Woche ist wenig aussagekräftig, weil am Ostermontag feiertagsbedingt kaum Daten übermittelt wurden. Der Blick auf den Montag vor zwei Wochen zeigt, dass die Infektionszahlen zurückgehen: Am 11. April wurden 17.106 mehr Neuinfektionen gemeldet als heute. Das entspricht einem Rückgang von 21,4 Prozent.

Die Zahl der im Laufe des Tages gemeldeten Todesfälle liegt leicht über dem Niveau von vor zwei Wochen: Sie steigt um 94 auf 134.259. Im Schnitt werden derzeit 193 Todesfälle pro Tag gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 2.569.211 Personen. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts gelten aktuell 21.542.607 Menschen als genesen.

+++ 19:38 Rheinland-Pfalz verkürzt Isolation für Infizierte +++
Fünf statt zehn Tagen Isolation nach einer Corona-Infektion: Rheinland-Pfalz ändert nach diversen Lockerungen der Schutzmaßnahmen die Absonderungsverordnung zum 1. Mai. Einzelheiten wird Gesundheitsminister Clemens Hoch von der SPD morgen in Mainz vorstellen.

+++ 18:57 Verfassungsschutz: Rechtsextreme beeinflussen Corona-Demos in Schleswig-Holstein +++
Rechtsextremisten und sogenannte Reichsbürger versuchen in Schleswig-Holstein nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes massiv, Demonstrationen gegen Schutzmaßnahmen zu unterwandern. Insgesamt sei es Extremisten aber nicht gelungen, landesweit diese Veranstaltungen zu prägen, sagt Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack von der CDU in Kiel. In Einzelfällen hätten sie es aber sehr wohl geschafft, maßgeblich Einfluss zu nehmen. "Das muss jeder und jede wissen, der oder die sich daran beteiligen will", sagt die Ministerin. "Denn solchen Gruppierungen geht es nicht darum, bei Demonstrationen auf ihre Probleme und Sorgen aufmerksam zu machen. Ihnen geht es um einen Systemwechsel und damit um das Ende unserer demokratischen Regierungsform." Sütterlin-Waack stützt sich auf eine Sonderauswertung des Verfassungsschutzes, der den Angaben zufolge im Februar nicht nur Veranstaltungen begleitete, sondern auch täglich mehrere Tausend Beiträge in Chatgruppen und unterschiedlichen Social-Media-Kanälen gesichtet hatte.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, jpe/ysc/dpa/AFP/rts

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