Coronavirus-Liveticker+++ 22:32 Immer weniger Menschen nutzen Bürgertests in Mecklenburg-Vorpommern +++
Kurz vor dem Auslaufen der kostenfreien Corona-Bürgertests in Mecklenburg-Vorpommern am 11. Oktober lässt die Nachfrage nach. In der Woche vom 12. April 2021 wurden laut dem ZEPOCTS-Portal mehr als 307.000 Tests vorgenommen, in der Woche vom 13. September waren es gerade einmal etwas mehr als 2.000, wie der NDR berichtet. Das Portal ist ein Forschungsprojekt der Universitätsmedizin in Greifswald und es sind längst nicht alle Teststellen zu einer Meldung an das Portal verpflichtet. Dennoch gibt es nach eigener Darstellung einen guten Anhaltspunkt für die Entwicklung Nachfrage. Insgesamt wurden im Nordosten den Angaben zufolge 4,5 Millionen Antigen-Schnelltests seit Mitte November 2020 gemacht.
+++ 22:01 Niedersachsen plant Studie zu Long Covid bei Kindern +++
In Niedersachsen soll in einer interdisziplinären Studie das neue Krankheitsbild Long Covid bei Kindern und Jugendlichen untersucht werden. In der Regel hätten coronainfizierte Kinder zwar relativ harmlose Verläufe, sagt der Kinderarzt Thomas Buck in Hannover. Studien zufolge müssten allerdings zwei bis vier Prozent der jungen Covid-Patienten mit Langzeitfolgen rechnen. Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler sagte, dass die Studie mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und ihr verbundenen Einrichtungen geplant sei, auch das Sozialministerium sei beteiligt.
+++ 21:23 Lauterbach fordert schnelle Regierungsbildung wegen Corona +++
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert eine schnelle Regierungsbildung, um in der Corona-Politik handlungsfähig zu bleiben. Angesichts des bevorstehenden Winters könne man sich langwierige Koalitionsverhandlungen nicht leisten, sagte Lauterbach im Inforadio vom rbb. Andernfalls plädierte er für ein Corona-Übergangsgremium: "Wenn es sich tatsächlich länger hinziehen würde, dann wäre es nicht dumm, ein Gremium zu schaffen, das zwischenzeitlich arbeitet. Aber ich glaube, das wird nicht notwendig sein, ich rechne mit einer schnellen Entscheidung für die Ampel-Koalition."
+++ 20:50 Sachsen-Anhalt will Corona-Verordnung bis Mitte November verlängern +++
Sachsen-Anhalts Landesregierung will die bestehende 14. Corona-Verordnung noch in dieser Woche verlängern. Das bestätigt ein Sprecher des Sozialministeriums. Die Verordnung wäre mit Ablauf des 7. Oktober außer Kraft getreten und soll nun bis zum 12. November per Umlaufbeschluss verlängert werden. Inhaltliche Veränderungen sind nicht geplant, in der Verordnung sollen lediglich die Bezeichnungen der Ministerien den neuen Ressortzuschnitten angepasst werden.
+++ 20:07 Bundesländer melden 3527 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.256.853 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 3527 neue Fälle hinzu. Der aktuelle Tageszuwachs liegt um 6,8 Prozent über dem Niveau von Montag vergangener Woche. Am 27. September hatten die Landesbehörden in der Summe 3302 neue Ansteckungen erfasst. Am Montag vor zwei Wochen waren es dagegen 4004, also 477 Neuinfektionen mehr als heute. Die Zahl der übermittelten Todesfälle zeigt sich im Wochenvergleich kaum verändert. Sie stieg um 25 auf 93.802. Vor einer Woche waren es 27 Todesfälle. Als aktuell infiziert gelten rund 135.521 Personen.
Die Ansteckungsrate ist laut des Robert-Koch-Instituts (RKI) wieder knapp unter die kritische Marke gefallen. Aktueller Stand: 0,98 (Vortag: 1,07). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1349 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 795 davon werden beatmet. Rund 4309 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
+++ 19:55 Betrugsverdacht: Polizei durchsucht zwei Testzentren +++
Polizei und Staatsanwaltschaft in Kassel ermitteln wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs gegen den Inhaber von zwei Corona-Testzentren in Kassel und Baunatal. Wie die Ermittlungsbehörden in einer gemeinsamen Erklärung am Montag mitteilen, wurden in diesem Zusammenhang am vergangenen Freitag die zwei Testzentren sowie weitere Geschäfts- und Privaträume des Beschuldigten durchsucht. Der Mann wird demnach verdächtigt, für die Monate ab April 2021 Leistungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen in noch unbekannter Höhe zu Unrecht abgerechnet zu haben. Für die für April bis Juni 2021 abgerechneten Tests habe er von der Kassenärztlichen Vereinigung bereits einen mittleren sechsstelligen Betrag erhalten. Den Anteil der mutmaßlich zu Unrecht abgerechneten Leistungen schätzen die Ermittler auf mindestens 52.000 Euro.
+++ 19:36 2G-Regel trifft auf deutlich weniger Zustimmung als 3G +++
In der deutschen Bevölkerung trifft die 2G-Regel auf deutlich weniger Zustimmung als 3G. Insgesamt 83 Prozent halten die 3G-Regel, wonach nur vollständig geimpfte, genesene oder negativ getestete Menschen Zutritt zu bestimmten Einrichtungen oder Veranstaltungen bekommen, für eine angemessene Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus. Das geht aus aus einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hervor. Die 2G-Regel, die nur Geimpfte und Genesene einschließt, wird von 56 Prozent befürwortet.
+++ 19:07 Sachsen will Weihnachtsmärkte ermöglichen +++
Die sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch will trotz Corona-Pandemie Weihnachtsmärkte und Bergparaden im Freistaat ermöglichen. Wie das Ministerium mitteilt, soll das für die Veranstalter praktikabel sein: Man wolle aber auch das Pandemie-Geschehen im Auge behalten. Per Videoschalte hatte sich Klepsch mit rund 30 kommunalen und privaten Veranstaltern sächsischer Weihnachtsmärkte ausgetauscht. "Allen Partnern ist bewusst, dass wir uns noch immer in der Pandemie befinden. Dennoch ist unser gemeinsames Ziel, dass Weihnachtsmärkte und Bergparaden stattfinden und dies möglichst praktikabel ohne aufwendige Kontrollen von 3G-Nachweisen oder Kontaktnachverfolgung", erklärt Klepsch. Das werde sie für die nächste Corona-Verordnung so vorschlagen.
+++ 18:41 Bayern lockert für Geimpfte und Genesene: Maskenpflicht fällt +++
Bayern lockert massiv die Corona-Beschränkungen für all jene Veranstaltungen, zu denen freiwillig nur Geimpfte und von Corona Genesene Zutritt haben (2G-Regel). Das beschloss die bayerische Staatsregierung auf der Sitzung des Ministerrates heute in München. Alternativ können auch Menschen zugelassen werden, die einen negativen PCR-Test vorweisen (3G plus). Dafür entfallen dann Maskenpflicht, Obergrenzen bei der Personenzahl, Alkoholverbot und Mindestabstandsgebot. Die Regelungen gelten von diesen Mittwoch an und können etwa bei Kulturveranstaltungen, Sportereignissen, Kongressen, in Bibliotheken und Musikschulen angewandt werden. Sie seien rein freiwillig für die Veranstalter.
+++ 18:02 In Greifswald entsteht ein Zentrum für die Pandemieforschung +++
In Greifswald entsteht ein neues Zentrum für die Erforschung von Infektionskrankheiten und der Verbreitung von Seuchen. Ziel ist es, mehr über die Übertragung von Erregern von Tieren auf Menschen zu erfahren. So sollen zum einen Verhaltensweisen von Menschen im Umgang mit Tieren untersucht werden. Zum anderen wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die globalen Verbreitungswege von Erregern unter die Lupe nehmen, die letztlich zu Pandemien führen können - wie bei der aktuellen Corona-Situation. Auch bei der Corona-Pandemie wird von einer Zoonose ausgegangen - einer Tier-Mensch-Übertragung.
+++ 17:34 Clubs im Südwesten halten sich größtenteils an Auflagen +++
In weniger als der Hälfte der Städte in Baden-Württemberg, in denen überwiegend am vergangenen Wochenende in Clubs und Discos Corona-Auflagen kontrolliert wurden, sind größere Verstöße entdeckt worden. Die Kontrolleure waren in 15 Kommunen unterwegs und wurden in 6 davon fündig. Städte mit Verstößen laut Pressemitteilung des Sozialministeriums waren Mannheim, Freiburg, Ulm, Konstanz, Schwäbisch Gmünd und Offenburg. Keinerlei Verstöße gab es in acht Städten (Karlsruhe, Ludwigsburg, Esslingen, Heilbronn, Pforzheim, Göppingen, Rastatt und Sinsheim) - in Stuttgart wurde nichts Gravierendes entdeckt. Wegen der drohenden vierten Corona-Welle hatte die Landesregierung Schwerpunktkontrollen angekündigt. Da das Infektionsrisiko in Clubs als besonders hoch eingeschätzt werde, ist eine Öffnung nur unter strengen Auflagen möglich. Eine wichtige Rolle bei den Auflagen spielen die Belüftung des jeweiligen Clubs und die Beachtung der 3G-Regel (Zutritt für Geimpfte, Genesene und Getestete).
+++ 17:05 Linken-Politiker Dehm will wegen Sputnik-Impfzertifikat vor BGH ziehen+++
Nach dem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) in Kassel, demzufolge Sputnik-V-Geimpfte keinen Anspruch auf ein deutsches Impfzertifikat haben, will der unterlegene Kläger in die nächste Instanz gehen. "Die Entscheidung verstößt eklatant gegen den Gleichheitsgrundsatz", sagt der ehemalige Linken-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm. Er hatte sich im Mai in Moskau und im Juli in San Marino mit dem russischen Vakzin impfen lassen und beim Gesundheitsamt des Landkreises Fulda die Ausstellung eines deutschen Impfzertifikates beantragt. Der Landkreis lehnte das mit der Begründung ab, der Impfstoff Sputnik V gehöre nicht zu den vom Paul-Ehrlich-Institut aufgelisteten Impfstoffen. Der VHG gab dem Landkreis am vergangenen Freitag Recht. Dehm will nach eigenen Angaben nun vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen.
+++ 16:30 EMA gibt grünes Licht für Auffrischungsimpfung mit Biontech +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus mit dem Biontech-Impfstoff genehmigt. Eine Boosterimpfung mit dem Vakzin des Mainzer Unternehmens und seines US-Partner Pfizer komme für Menschen ab 18 Jahren in Betracht, erklärt die EMA. Die dritte Impfung soll demnach frühestens sechs Monate nach Verabreichung der zweiten Dosis erfolgen. In Deutschland sowie in einigen anderen Ländern gibt es bereits Auffrischungsimpfungen für besonders gefährdete Gruppen. Die Ständige Impfkommission STIKO am Robert-Koch-Institut empfiehlt das "Boostern" bisher allerdings nur für Personen mit einem geschwächten oder medikamentös herabgesetzten Immunsystem.
+++ 16:20 Krankenhausgesellschaft fordert klare Aussage zur Impfpflicht +++
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert eine Positionierung des Deutschen Ethikrates zum Thema Corona-Impfpflicht. Sie appelliert an die Bundesregierung, den Ethikrat zu beauftragen, eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen zu bewerten. Die seit Wochen schwelende Debatte über eine Impfpflicht sei kontraproduktiv und werde die Impfbereitschaft sowohl in den betroffenen Berufsgruppen als auch in der allgemeinen Bevölkerung eher absenken als fördern, befürchtet der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß. Arbeitgeber und Beschäftige würden mit dieser Frage allein gelassen.
+++ 15:49 80 Prozent der Corona-Intensivpatienten sind in Hessen ungeimpft +++
Nach wie vor ist die überwiegende Mehrzahl der Covid-19-Patienten auf hessischen Intensivstationen nicht vollständig geimpft. Ihr Anteil beträgt nach Angaben des hessischen Sozialministerium 79 Prozent. Dagegen seien 16 Prozent der Patienten oder Patientinnen, die wegen einer Corona-Infektion auf der Intensivstation liegen, vollständig geimpft. Bei fünf Prozent ist der Impfstatus unbekannt.
+++ 15:23 Pandemie wird Airlines mehr als 200 Milliarden Dollar kosten +++
Die Corona-Pandemie wird der Luftfahrt-Branche nach Verbandsschätzungen Verluste von mehr als 200 Milliarden Dollar einbringen. Für dieses Jahr sei noch mit einem Minus von 52 Milliarden Dollar zu rechnen, sagt der Generaldirektor des globalen Airline-Verbandes IATA, Willie Walsh. Zugleich sei der Tiefpunkt der Krise überschritten, betont er bei der IATA-Jahrestagung in Boston. Für das kommende Jahr erwartet die Branchenorganisation noch rote Zahlen von rund zwölf Milliarden Dollar, bis die Industrie 2023 unterm Strich wieder mit Gewinn arbeiten werde. Im vergangenen Jahr mit dem drastischen Einbruch des Luftverkehrs verbuchten die Fluggesellschaften weltweit zusammen einen Verlust von 138 Milliarden Dollar.
+++ 14:59 England fordert vor Einreise keinen Schnelltest mehr +++
Bei der Einreise nach England gibt es für vollständig geimpfte Reisende ab heute eine Hürde weniger. Anders als bislang ist für sie kein Schnelltest vor der Überquerung der Grenze mehr notwendig, wie aus den Einreiseregeln der britischen Regierung hervorgeht. Allerdings besteht weiterhin die Pflicht, über einen der offiziell zertifizierten Anbieter einen kostenpflichtigen PCR-Test zu buchen, der an Tag Zwei nach der Einreise gemacht werden muss. Dieser kostet üblicherweise mindestens 50 Pfund (umgerechnet rund 58 Euro). Auch diese Vorgabe soll sich allerdings noch im Laufe des Oktobers ändern: Dann soll ein günstigerer Schnelltest nach der Einreise ausreichen. Kritiker bemängeln, damit verliere Großbritannien die Kontrolle über die Einschleppung gefährlicher Varianten, da Schnelltests nicht sequenziert werden können.
+++ 14:26 Touristen dürfen wieder nach Bali - aber vorerst nicht aus Europa +++
Die beliebte indonesische Urlaubsinsel Bali will sich wegen sinkender Corona-Zahlen langsam wieder für internationalen Tourismus öffnen. Ab dem 14. Oktober dürften Besucher aus einigen Staaten wieder Ferien auf der Insel machen, darunter aus China, Südkorea, Japan und Neuseeland, sagt der Pandemie-Beauftragte der Regierung, Luhut Pandjaitan. Auch Flüge aus diesen Ländern direkt nach Bali sollen dann wieder starten. Die Besucher müssten jedoch vorher ein Hotel für eine achttägige Quarantäne buchen. Europäische Länder erwähnt der Politiker zunächst nicht. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante hatte das Land mit 270 Millionen Einwohnern im Juni und Juli eine schwere Virus-Welle erlebt. Teilweise wurden mehr als 50.000 Neuinfektionen am Tag gemeldet. Jedoch gehen die Zahlen seit Wochen zurück. Mittlerweile liegen sie bei weniger als 1000 am Tag.
+++ 14:00 Infektionszahlen in Israel sinken deutlich +++
Rund zwei Monate nach Beginn der Kampagne für eine dritte Corona-Impfung geht die Zahl der Neuinfektionen in Israel deutlich zurück. 2653 neue Fälle meldet das Gesundheitsministerium für Sonntag. Ende August und Anfang September wurden an einzelnen Tagen mehr als 11.000 Neuinfektionen registriert - der höchste Wert seit Pandemiebeginn. Damals wurde allerdings auch mehr getestet. Rund 61 Prozent der rund 9,4 Millionen Einwohner sind laut Ministerium zweifach geimpft, rund 38 Prozent dreifach. Voraussetzung ist, dass die zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Israel hat Ende Juli als erstes Land weltweit angefangen, dritte Impfungen zu vergeben.
+++ 13:44 Österreich bietet doch bis März kostenlose Tests an +++
In Österreich bleiben entgegen ursprünglichen Plänen kostenlose Corona-Tests vorerst möglich. Der Gesundheitsausschuss werde am Dienstag Zuschüsse für Impfungen, Rettungseinsätze, Schutzausrüstungen und Testungen bis Ende März beschließen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Eigentlich wäre die Finanzierung der Gratis-Tests im Oktober ausgelaufen. Das gilt nun nur für die Selbsttests aus den Apotheken. In Deutschland sind ab 11. Oktober Schnelltests in der Regel selbst zu zahlen.
+++ 13:27 20 Millionen Euro gegen Defizite bei Kleinkindern +++
Ein Kita-Aktionsprogramm soll helfen, die Corona-Folgen bei kleinen Kindern in Schleswig-Holstein abzufedern. Das Programm sei für 2021 bis 2023 mit Fördermitteln von 20 Millionen Euro ausgestattet, teilt das Sozialministerium mit. Es solle Kitas und Tagespflegepersonal ermöglichen, Kinder in sozialer, emotionaler, kognitiver und motorischer Hinsicht zusätzlich zu fördern und während der Corona-Pandemie entstandene Defizite auszugleichen. Zudem würden Maßnahmen unterstützt, die zur Entlastung und Stabilisierung von Personal beitragen.
+++ 13:10 Kinderärzte fordern Ende der Maskenpflicht an Schulen +++
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte bekräftigt seine Forderung nach einem Ende der Maskenpflicht an Schulen. Dafür sei jetzt der richtige Zeitpunkt, sagt Verbandssprecher Jakob Maske dem Deutschlandfunk. Kinder und Jugendliche hätten genug gelitten, zurückgesteckt und Rücksicht auf ältere Altersgruppen genommen. Die Virologin Melanie Brinkmann hatte die Abschaffung mit Verweis auf die hohe Anzahl Nicht-Geimpfter verfrüht genannt. In mehreren Bundesländern wurden Maskenregeln für Schüler inzwischen gelockert.
+++ 12:51 Hospitalisierungsrate sinkt leicht +++
Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gibt das Robert-Koch-Institut aktuell mit 1,55 an. Am Freitag hatte der Wert bei 1,65 gelegen. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist hier unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.
+++ 12:29 Asiaten sichern sich neues Medikament von Merck +++
Mehrere Länder in Asien wollen sich frühzeitig Zugang zu der möglichen Covid-19-Medizin von Merck sichern. Die Regierung in Thailand verhandelt laut einem ihrer Beamten mit dem US-Pharmakonzern über 200.000 Dosen des Medikaments Molnupiravir, das sich noch in der klinischen Testphase befindet. Bereits im Dezember könnten die ersten Pillen in Thailand eintreffen, allerdings hänge dies von der Zulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA und die thailändischen Behörden ab. Auch Südkorea, Taiwan und Malaysia seien in Gesprächen mit Merck. Die Philippinen hofften auf Zugang, da sie an den Studien beteiligt seien.
+++ 12:10 Norden impft Jugendliche am schnellsten +++
Schleswig-Holstein ist mit deutlichem Vorsprung Spitzenreiter beim Impffortschritt unter Jugendlichen, gefolgt von Niedersachsen. Am langsamsten geht es bei den 12- bis 17-Jährigen in Ostdeutschland voran - dort sind in der Altersgruppe nicht einmal halb so viele geimpft.
+++ 11:48 Impfkampagne erreicht Tiefpunkt +++
Die tägliche Impfleistung in Deutschland erreicht einen neuen Tiefpunkt. Am Tag der Deutschen Einheit wurden laut offiziellem RKI-Impfquoten-Monitoring bundesweit lediglich 12.741 Impfungen verabreicht. Das ist der geringste Tageszuwachs seit Beginn der Impfkampagne. Selbst am 27. Dezember 2020 - Tag 1 der deutschen Impfbemühungen - wurden mehr Impfdosen gespritzt als am Sonntag. Die Quote der mindestens einmal Geimpften steigt in entsprechend kleinen Schritten von 68,1 auf 68,2 Prozent.
+++ 11:29 Rio hofft auf Karneval ohne Abstandspflicht +++
Der Bürgermeister von Rio de Janeiro hofft auf einen Karneval ohne Abstandsregeln im kommenden Jahr. "Wer wird im Karneval weiter Abstand halten? Es ist absurd, einen Meter Abstand zu fordern", findet Eduardo Paes. Bis November solle "die gesamte Bevölkerung" der brasilianischen Millionenmetropole mit zwei Impfdosen gegen das Coronavirus geimpft werden. "Ab dann werden wir voraussichtlich keine Beschränkungen mehr haben, und wir werden bestimmt einen Karneval ohne Beschränkungen haben." In diesem Jahr war der Karneval abgesagt worden. Brasilien verzeichnet nach den USA die weltweit höchste Zahl von Corona-Toten.
+++ 11:29 Maskenpflicht endet an vielen französischen Grundschulen +++
Grundschüler brauchen in weiten Teilen Frankreichs keinen Mund-Nasen-Schutz mehr zu tragen. In 47 von 101 Départements, in denen der Inzidenzwert unter 50 liegt, entfällt die Maskenpflicht für Grundschüler. Die Lehrer müssen weiter Masken tragen. Auch für die Mittel- und Oberstufe ändert sich vorerst nichts. Gewerkschaften weisen darauf hin, dass in Frankreich verhältnismäßig wenige Schüler getestet werden.
+++ 11:10 Weniger Studenten kommen aus dem Ausland +++
Deutschland gehört weiterhin zu den weltweit beliebtesten Standorten fürs Studium. Doch im Corona-Jahr 2020 ist die Zahl der ausländischen Studienanfänger in Deutschland nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) deutlich zurückgegangen. 64.000 Erstsemester nahmen im Wintersemester 2020/2021 ein Studium in Deutschland auf, 15.000 weniger als im Jahr davor. Fast ein Viertel der Studienanfänger aus dem Ausland starteten ihr Studium in Deutschland online; im Jahr davor waren es nur 14 Prozent. Der DAAD rechnet jetzt mit einer Stabilisierung der Zahlen.
+++ 10:50 Haushaltsloch der Kommunen wird kleiner +++
Die Gemeinden und Gemeindeverbände weisen für das erste Halbjahr dieses Jahres ein Finanzierungsdefizit von 5,7 Milliarden Euro aus. Das Defizit war damit deutlich niedriger als zu Beginn der Corona-Krise im ersten Halbjahr 2020 (9,6 Milliarden Euro) - aber auch klar höher als vor Beginn der Pandemie im ersten Halbjahr 2019 (0,3 Milliarden Euro). Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Stadtstaaten sind in der Statistik nicht enthalten.
+++ 10:26 Neuseeland weicht Null-Covid-Strategie auf +++
Neuseeland rückt vorsichtig von seiner ehrgeizigen Null-Covid-Strategie ab. Premierministerin Jacinda Ardern sagt, die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus habe sich als "Wendepunkt" erwiesen. In Auckland habe das Coronavirus auch mit dem strengen Lockdown der vergangenen Wochen nicht ausgemerzt werden können. Sie kündigt an, die Strategie noch nicht unmittelbar aufzugeben. Die Regierung werde die Beschränkungen in Auckland aber leicht lockern. Ardern fügte hinzu, dass diese Strategie-Änderung erst durch die deutliche Steigerung der Impfquote möglich geworden sei.
+++ 10:07 Fauci: Nicht auf neues Medikament vertrauen +++
US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci warnt davor, auf das neue Medikament von Merck zu setzen und sich deshalb nicht impfen zu lassen. Das berichtet die "New York Times". Die Pille könne zwar das Risiko für einen schweren Verlauf senken, der beste Schutz sei aber, eine Infektion zu vermeiden. Die Zahl der Todesopfer in den USA stieg in diesem Monat auf über 700.000. Fauci betonte, die rund 70 Millionen Amerikaner, die für einen Impfstoff in Frage kommen, müssten geimpft werden.
+++ 09:38 Miniatur-Wunderland-Macher nutzt Zeit für Söhne +++
Wegen der Corona-Pandemie hat Miniatur-Wunderland-Macher Frederik Braun seit einigen Monaten mehr Zeit zum Fußballspielen mit seinen kleinen Söhnen. "Ich habe aus meinen beiden Jungs, die zum Beginn des Lockdowns vier und fünf Jahre alt waren, echte Fußballtalente gemacht, weil ich jeden Tag eine Stunde früher nach Hause gekommen bin und wir mit einem Plastikball aufs Garagentor geschossen haben", sagt Braun im Podcast "Wie ist die Lage?" von Lars Meier und der "Hamburger Morgenpost". Braun hat das Miniatur-Wunderland vor 20 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Gerrit eröffnet. Die Lockdowns nutzten sie, um neue Welten zu bauen und Sehenswürdigkeiten zu erneuern sowie das Gebäude zum Teil zu modernisieren.
+++ 09:18 Kommunen warnen vor Unterricht ohne Maskenpflicht +++
Der Städte- und Gemeindebund warnt vor einer vorschnellen Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen. Schülerinnen und Schüler seien eine besonders gefährdete Gruppe, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie könnten zum großen Teil noch nicht geimpft werden und müssten über viele Stunden auf vergleichsweise engem Raum täglich am Unterricht teilnehmen. "Deswegen ist es weiterhin wichtig, dass Schülerinnen und Schüler regelmäßig getestet werden und insbesondere in Gebieten, wo die Inzidenzzahlen vergleichsweise hoch sind, auch an der Maskenpflicht festgehalten wird."
+++ 08:59 Zahl der Regionen mit erhöhtem Fallaufkommen steigt +++
Seit einigen Tagen nimmt die Zahl der Kreise und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 wieder zu. Aktuell überschreiten den Wert 53 Regionen. Die Anzahl ist aber weit entfernt vom vergangenen Höhepunkt im April, als rund 360 Regionen eine so hohe Inzidenz hatten. Am 10. September lag der Wert bei 113.
+++ 08:32 Delta treibt Zahl der Todesfälle in US-Heimen in die Höhe +++
Die Delta-Variante führt in amerikanischen Pflegeheimen zu einem deutlichen Anstieg der Todesfälle. Das zeige eine Analyse der "Kaiser Family Foundation", berichtet die "New York Times". Zwar reiche die Zahl bei Weitem nicht an den Höhepunkt Ende des vergangenen Jahres heran, doch als Delta im August durchs Land fegte, nahmen die Todesfälle demnach stark zu. Mit 1.800 hätten die Heime so viele Tote wie seit Februar nicht gemeldet.
+++ 08:12 Hochschulen schließen noch immer Schwangere aus +++
Mit dem Vorlesungsstart der Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist die coronabedingte Online-Phase an den Hochschulen offiziell vorbei - doch in Bayern werden schwangere Studentinnen mancherorts weiterhin an den heimischen Schreibtisch verbannt. So heißt es etwa im Corona-Update der Hochschule München (HM): "Als schwangere Studentin dürfen Sie die HM nicht betreten, selbst wenn Sie geimpft oder genesen sind." Auch andernorts wird Schwangeren zumindest nachdrücklich empfohlen, zu Hause zu bleiben.
+++ 07:52 Sechs der zehn stark betroffenen Regionen liegen in Bayern +++
Sechs der zehn aktuell am schwersten betroffenen Kreise und kreisfreien Städte sind bayerisch. Der Landkreis Traunstein verzeichnet mit 250,7 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz, gefolgt von Bremerhaven mit 245,7. Neben fünf weiteren bayerischen Kreisen und Städten liegen drei der am stärksten betroffenen in Baden-Württemberg.
+++ 07:32 Bayern und Berlin lockern Maskenpflicht an Schulen +++
In zwei Bundesländern greifen ab sofort Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen. In Berlin wird die Maskenpflicht im Unterricht bis zur sechsten Klasse aufgehoben, in Bayern müssen an den Schulen im Unterricht generell keine Masken mehr getragen werden. Über die Aufhebung wird seit Tagen erbittert gestritten. Ärztevertreter hatten eine generelle Fortsetzung der Maßnahme an Schulen als unangemessen bezeichnet. Befürworter halten hingegen eine Aufhebung angesichts der hohen Zahl an Ungeimpften und der Infektionslage gerade unter jungen Menschen für verfrüht. Das Coronavirus geht nach RKI-Daten besonders stark bei Kindern ab dem Vorschulalter und Jugendlichen bis 19 Jahren um.
+++ 07:13 Polizisten brauchen mehr Seelsorge +++
Die hessischen Polizisten suchen während der Pandemie mehr seelsorgerische Unterstützung. Für die Polizeiseelsorge werde zwar keine Statistik geführt, teilt Innenminister Peter Beuth auf eine Anfrage der Linke-Fraktion mit. Grundsätzlich habe es aber im vergangenen Jahr im Zuge der Pandemie eine Zunahme von seelsorgerischer Begleitung gegeben.
+++ 06:54 Tierheimen gehen nach dem Lockdown die Helfer aus +++
Die Tierheime in Sachsen-Anhalt sind voll, doch für die Arbeit fehlen den Einrichtungen die helfenden Hände. "Wir haben zu viele Tiere und zu wenig Mitarbeiter", sagt Rudolf Giersch, Landesvorsitzender des Deutschen Tierschutzbunds. Während des Lockdowns hätten einige Leute mehr Zeit gehabt und deshalb mehr geholfen. Mit Ende der Einschränkungen seien die Ehrenamtlichen wieder weniger geworden. Für Minijobber oder geringfügig Beschäftigte fehlt in den meisten Fällen das Geld.
+++ 06:34 Städten fehlen fast 20 Milliarden an Steuereinnahmen +++
Städtetagspräsident Burkhard Jung hat die potenziellen Koalitionspartner in Berlin und die Länder aufgefordert, die coronabedingten Steuerverluste der Kommunen auch für dieses und das nächste Jahr auszugleichen. Es fehlten in den beiden Jahren fast 20 Milliarden Euro an Steuereinnahmen, sagte der Leipziger SPD-Oberbürgermeister der "Rheinischen Post". "2020 haben uns Bund und Länder erfolgreich geholfen und Steuerverluste ausgeglichen. Das brauchen wir jetzt auch für 2021 und 2022."
+++ 06:14 Corona führt zu mehr illegaler Prostitution +++
In der Pandemie wandern viele Prostituierte in Deutschland in die Illegalität ab. Hedwig Christ von der Beratungsstelle Kassandra in Nürnberg betrachtet das mit Sorge: "Wir hören von Frauen, die illegal arbeiten, dass die Kunden mehr verlangen." Andere Prostituierte wollten sich nach den Erfahrungen in den vergangenen beiden Jahren jetzt beruflich verändern und einen krisenfesten Job suchen. Trotz der Lockerungen der Corona-Maßnahmen in allen Bundesländern sind viele Prostitutionsstätten nach Angaben des Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen nach wie vor geschlossen, weil die Geschäfte zu schlecht liefen oder Prostituierte fehlten.
+++ 05:55 Karliczek: Bei Ende der Maskenpflicht mehr Tests in Schulen +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek begrüßt ein Ende der Maskenpflicht in einigen Ländern. Zugleich mahnt sie zusätzliches Testen als Sicherheitsmaßnahme an. Sie könne nachvollziehen, "wenn auch die Maskenpflicht in dieser Phase der Pandemie nun gelockert wird. Das Tragen von Masken beeinträchtigt einen normalen Unterricht und ist für die Schülerinnen und Schüler belastend", sagt die CDU-Politikerin der "Rheinischen Post". "Allerdings muss bei einer Lockerung der Maskenpflicht weiter oder sogar vermehrt in den Schulen getestet werden." Karliczek bezieht dies vor allem auf die Zeit nach den Herbstferien. "Denn dann kann es nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit durchaus sein, dass die Infektionszahlen wieder steigen. Nach wie vor ist eine Infektionsprävention an den Schulen auch zum Schutz der Kinder und Jugendlichen wichtig."
+++ 04:52 RKI meldet leicht steigende Inzidenz +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am fünften Tag in Folge etwas gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 64,7 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3088 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3022 gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden sieben Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg damit auf 93.793.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 04:20 Städtetagspräsident fordert Ausweitung der 2G-Regeln auf weitere Einrichtungen +++
Städtetagspräsident Burkhard Jung fordert angesichts der steigenden Inzidenzwerte die Ausweitung der 2G-Regeln auf weitere Einrichtungen und kritisiert die Schließung der Impfzentren scharf. "Wir müssen alles tun, um noch mehr Menschen fürs Impfen zu motivieren und um die Impfquote zu steigern. Etwa 70 Prozent der Erwachsenen sind aktuell geimpft. Das ist zu wenig", sagt er der "Rheinischen Post". "Wir wollen unbedingt die Schließung von Kitas und Schulen vermeiden, sorgenfrei Weihnachtsmärkte und -konzerte besuchen", so der Leipziger Oberbürgermeister. "Deshalb brauchen wir weitere 2G-Regeln, besonders in pädagogischen und pflegerischen Zusammenhängen. Und auch in Kinos, Clubs, Fitnessstudios sollten nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben."
+++ 03:45 Stöhr fordert Corona-Exit-Fahrplan +++
Der Virologe Klaus Stöhr fordert von der Politik die Vorlage eines konkreten Corona-Exit-Fahrplans. "Zahlen und Fakten sprechen dafür, dass wir dem Pandemie-Ende entgegengehen",sagt Stöhr bei "Bild TV". Es seien schon mehr als 75 Prozent der über 12-Jährigen geimpft. Ein Exit-Fahrplan müsse genau in Stufen darlegen, was aufgemacht werden könne, wenn bestimmte Parameter erfüllt seien. Entscheidend sei dafür die Impfrate der über 60-Jährigen. Wenn 85 Prozent von ihnen vollständig geimpft seien, solle man noch vier Wochen für eine Impfkampagne für alle die nutzen, die man bislang nicht erreicht habe. Danach müsse man zur Normalität übergehen. Diesen Zeitpunkt erwarte er nach der Winterperiode.
+++ 02:03 Melbourne ist Lockdown-Weltmeister - kein Ende in Sicht +++
Gut eineinhalb Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie stellt die australische Millionenmetropole Melbourne einen unrühmlichen Rekord auf. Die Hauptstadt des Bundesstaats Victoria an der Ostküste komme auf zusammengezählt 246 Tage im Lockdown-Modus, berichtet der australische Rundfunksender ABC - und habe so dem bisherigen Rekordhalter Buenos Aires den Rang abgelaufen. In Victoria haben die Corona-Neuinfektionen zuletzt drastisch zugenommen, vergangene Woche fiel ein Rekordwert nach dem anderen. Dabei befindet sich die Region seit fast zwei Monaten in einem strikten Lockdown, zum sechsten Mal bereits. Nachdem 80 Prozent der Bevölkerung zumindest eine erste Impfdosis haben, wurden die Regeln jüngst leicht gelockert. Australien mit seinen rund 25 Millionen Einwohnern hatte lange eine Null-Covid-Strategie. Mit der Ausbreitung der Delta-Variante mussten mehrere Regionalregierungen aber einräumen, dass die Strategie nicht mehr aufgeht. Inzwischen liegt der Fokus der Behörden darauf, eine möglichst hohe Impfquote zu erreichen.
+++ 00:31 Drei Schweizer Gardisten verweigern Impfung und müssen Korps verlassen +++
Weil sie gegen eine Impf-Anordnung des Heiligen Stuhls verstoßen, verlassen drei Mitglieder die Schweizer Garde des Vatikans. Leutnant Urs Breitenmoser sagt, dass alle Schweizer Gardisten zu einer Impfung gegen Covid-19 aufgefordert waren, "um ihre Gesundheit und die anderer, mit denen sie im Rahmen ihres Dienstes in Kontakt kommen, zu schützen". Drei Gardisten hätten sich dieser Anweisung widersetzt und seien freiwillig zurück in die Schweiz gereist. Drei weitere Mitglieder des Korps seien aktuell suspendiert und warteten auf eine Impfung.
+++ 23:21 Israel vergibt Grünen Pass nur noch mit Dritt-Impfung +++
Israel verschärft die Bestimmungen für den Grünen Pass. Nur wer eine dritte Impfung gegen Covid-19 erhalten hat, bekommt ab Dienstag das Dokument. Mit dem Grünen Pass erhalten Personen Zutritt zu Restaurants, Fitnessstudios oder anderen kulturellen Veranstaltungen. Zuvor waren nur zwei Impfungen notwendig. Rund 37 Prozent der 9,4 Millionen Israelis haben die Auffrischungsimpfung (dritte Immunisierung) bekommen. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie erhöht Israel damit den Druck auf doppelt Geimpfte.
+++ 22:09 Leichter Anstieg: 55.700 Neuinfektionen in aktueller Woche erfasst +++
In der zurückliegenden Kalenderwoche (KW 39) haben die Behörden der Bundesländer insgesamt 55.703 neue Fälle verzeichnet. Wie aus einer ntv.de-Auswertung der Angaben hervorgeht, ist das im Vergleich zur Vorwoche ein Anstieg um 2,5 Prozent. In der KW 38 waren 54.340 Neuinfektionen registriert worden. Die Zahlen des aktuellen Wochenendes sind allerdings unvollständig, da Thüringen keine Daten geliefert hat. Der Anstieg im Wochenvergleich dürfte also höher ausfallen.
+++ 21:38 Mehrheit der Bundesländer registriert sinkende Fall-Inzidenz +++
Neun Bundesländer registrieren eine sinkende Sieben-Tage-Inzidenz: Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen-Anhalt. Das geht aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Länder hervor. Thüringen hat als einziges Bundesland am Wochenende keine aktuellen Daten gemeldet. Das höchste Fallaufkommen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist unverändert Bremen auf. Im Vergleich zum Samstag sinkt die dortige Inzidenz jedoch leicht um 1,77 auf nunmehr 113,3. Die niedrigste Inzidenz meldet Schleswig-Holstein (mit leicht steigender Tendenz): 28,6.
+++ 20:58 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 15 Bundesländer melden 5032 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.253.326 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden von 15 Bundesländern hervorgeht, kamen damit 5032 neue Fälle hinzu. Wie bereits am Samstag hat Thüringen auch am heutigen Abend keine aktuellen Daten geliefert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 10 auf 93.777. Als aktuell infiziert gelten rund 142.500 Personen.
Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,07 angegeben (Vortag: 1,12). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1336 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 795 davon werden beatmet. Rund 4170 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
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